Und dann wollte ich mit ihr reden, auch wegen gestern Abend. Komisch fand ich ihr Verhalten dennoch!
Priorität hatte für mich im Moment die Wohnungsauflösung und dazu gab es noch einiges vorzubereiten. Ein Transporter musste her und ein paar mehr helfende Hände konnten auch nicht schaden. Leute kannte ich genug, das sollte kein Problem sein. Und ganz sicher war auch einer dabei, der gute Kontakte zu jemandem mit einem kleinen Laster hatte.
Das Wetter war wieder auf dem besten Weg, einen neuen Hitzerekord aufzustellen. So blieb ich einfach im Café sitzen
und ließ mich von der Kellnerin verwöhnen. Dabei telefonierte ich wie ein Weltmeister und war froh, dass am Ende alles organisiert war.
Erleichtert legte ich das Handy auf den Tisch, lehnte mich entspannt im Stuhl zurück und schloss die Augen. Die Sonne brannte in meinem Gesicht und war so hell, dass trotz der geschlossenen Augenlider zwei helle Punkte übrig blieben. Wie schön wäre es jetzt gewesen, Leo hier zu haben und mit ihr zu plaudern.
Stattdessen leuchte das Bild von Bianca auf dem Display meines Handy auf. Irgendwann hatte ich es zu ihrem Kontakt gespeichert, was ich nun bereute. Wie konnte ich nur geglaubt haben, der Zettel in der Küche würde ihr reichen und alles geklärt haben. Ich ging ran und kam nicht mal dazu, sie zu begrüßen. Sofort wurde ich laut angeschrien.
„Wo bist du Arschloch? Glaubst du ernsthaft, du kannst einfach so einen Zettel schreiben und dich wegschleichen?“
„Wieso?“, fiel ich ihr ins Wort, „Ich dachte, du hättest dir einen neuen Lover gesucht und mich mit ihm betrogen. Das war ja wohl offensichtlich. Was gibt es da noch zu reden?“
‚Ich wäre ja wohl selbst schuld …, würde es im Bett nicht bringen …, sie bräuchte mehr … und das andere wäre ja nur Sex, aber mich würde sie lieben.‘, war ihr zweifelhafter Versuch, ihr Verhalten zu rechtfertigen.
„Sex … Liebe, das du das so trennen magst, schämst du dich eigentlich nicht?
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