Das Budget - Teil 2

69 40-61 Minuten 0 Kommentare
Das Budget - Teil 2

Das Budget - Teil 2

Gero Hard

Viel mehr wollte ich wissen, wie es mit uns weiterging, ob es etwas gab, was sie zum Aufhören bewegt hatte? Ob etwas zwischen uns stand, was passiert war, wieso sie zur Seite gesehen hatte, aber natürlich auch wegen Freitagabend. Fragen gab es genug in meinem Kopf, die ich gern mit ihr klären wollte.

Gleichzeitig fühlte ich mich zu ihr hingezogen, könnte mir gut vorstellen, mit ihr befreundet zu sein und hatte die Hoffnung, sie würde mich wieder etwas aufbauen können. So wie ich sie aufgebaut hatte, als sie sich von ihrem Typen getrennt hatte. Ich wußte, sie würde mir zuhören, wenn ich ihr von meiner Trennung erzählte. Und sie würde es besser als jeder andere um mich herum verstehen. Sie hatte es selbst erst vor ein paar Tagen durchgemacht und fühlte bestimmt auch noch den frischen Trennungsschmerz.

Es wurde fast Mittag, als ich sie mit einem Tablett in ihrer Hand in der Mensa entdeckte. ‚Jetzt oder nie‘, dachte ich und ging schräg von hinten an sie heran. Als ich ihr auf die Schulter getippt und sie sich umgedreht hatte, gefror ihr Lächeln. Erschrocken riss sie die Augen auf, wollte sich umdrehen und weggehen.

„Was ist los Leo, warum willst du weglaufen? Was habe ich dir getan, warum meldest du dich nicht?“

„Es tut mir leid Max! Es ist etwas passiert, aber darüber kann ich nicht mit dir reden.“, zuckte sie mit den Schultern, die resigniert nach unten gefallen waren.

„Aber was Leo, was war es? Es muss ja Freitag passiert sein, als du bei uns warst! Hat es mit Bianca zu tun? Ist sie der Grund?“

„Lass es einfach, Max, ich kann dazu nichts sagen. Glaub mir.“

„Also habe ich recht. Es hat mit Bianca zu tun. Du kannst mit mir darüber reden, ich habe mich Samstag morgen von ihr getrennt. Es ging mir wie dir mit deinem Mario. Sie hat mich betrogen und das wohl schon länger. Als du Freitag weg warst, hatte sie es plötzlich ganz eilig auch wegzukommen. Als sie nachts nach Hause kam, waren die Zeichen eindeutig.“

„Ich weiß es … Max!“

„Wie, was weißt du?“

„Sie vögelt mit Mario und seinen Kumpels. Ich habe sie sofort erkannt.“

„Erkannt? Woran? Mensch Leo, lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen!“

„Sie dreht Pornos mit diesen Männern.“

„Quatsch Leo, dass glaube ich dir nicht! Das hast du dir jetzt ausgedacht, weil du sie nicht magst.“

„Ausgedacht, ja? Warte, ich zeig‘s dir!“

Ihr Tablett landete unsanft auf einem Tisch, so dass ihr Glas umfiel und das Besteck auf den Boden schepperte. Dann fummelte sie umständlich ihr Handy aus der Tasche, entsperrte das Display und wischte auf der Mattscheibe herum, bis sie offensichtlich gefunden hatte, wonach sie suchte.

„Sieh’s dir an! Das beantwortet alle deine Fragen!“

Damit drückte sie mir das Ding in die Hand und setzte sich auf einen Stuhl und wartete geduldig auf eine Reaktion von mir. Mir wurde heiß und kalt im ständigen Wechsel mit sich selbst. Mein Mund wurde trocken und eine unglaubliche Wut stieg in mir auf, als ich mir erst die Bilder von Bianca und Mario und danach die kleinen Filmchen ansah.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 6565

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben