Ich hatte ihr meinen Arm um die Hüfte gelegt und sie dicht an mich herangezogen. Verliebt blieb ihr Kopf auf meiner Brust liegen und ich legte meinen Kopf gegen ihren.
Ich spürte ihren Herzschlag und konnte nur ansatzweise ahnen, wie aufgeregt sie war.
Nach und nach trafen die Gäste ein und der Rasen füllte sich. Der Cateringservice versorgte alle mit Sekt und Orangensaft. Schnell bildeten sich kleinen Menschentrauben, in denen angeregte Unterhaltungen stattfanden.
Plötzlich wurde es still und alle bildeten ein Spalier, als die kleine Eva von ihrem Vater auf den Ort des Geschehens getragen wurde. Ihre Mutter hatte sich am Arm ihres Mannes eingehakt. Sie weinte ergriffen, als einer der Besucher anfing Beifall zu klatschen und alle Anwesenden mitmachten.
Eva wurde auf einen Stuhl gesetzt, dicht neben einem Rednerpult, das am Rand des Rasen vor einer blühenden Rhododendronwand aufgestellt war.
Ich zog Leonie mit mir und parkte sie direkt neben dem Rednerpult, unmittelbar bei Eva und ihren Eltern. Sicherheitshalber tupfte ich kurz auf das Mikrofon. Vom lauten Klopfen angeregt, drehten sich nun alle zu mir.
Ich räusperte den Klos aus meinem Hals und legte los:
„Liebe Eva! Leonie hat mir verraten, dass du dringend Hilfe brauchst um mit deinen Freundinnen spielen zu können.
Und sie hat mir verraten, dass du gerne in den Kindergarten und in die Schule gehen möchtest, was aber im Moment
nicht geht.
Vor ein paar Wochen habe ich mit meinem Vater einen Deal geschlossen und habe nun ein gewisses Budget, mit dem ich Kindern helfen kann und /oder diejenigen beschenken kann, die sich das sonst nicht leisten können.
Wieder war es Leonie, die mich fragte, ob ich nicht etwas Geld aus dem Budget nehmen und dir und deiner Familie helfen könnte. Für mich war das keine Frage, denn ich erkannte die Not und die Dringlichkeit aus ihren Schilderungen.
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