„Ich soll bei dir übernachten? Jippie, geil!“
„Das verrate ich nicht.“
„Du bist gemein! Feierlich oder Casual?“
„Von beidem ein bisschen. Und Badesachen.“
„Hammer, wo geht’s hin?“
„Wie ich sagte, ich verrate nichts.“
„Och man, Max, mit dem Kopfkino kann ich nicht schlafen. Und das auch noch zwei Nächte.“
„Halte durch Süße, es wird sich lohnen, denke ich.“
„Scheusal, ich hasse dich dafür! Schlaf gut und träume was Schönes.“
„Am liebsten von dir. Ich drück dich.“
Ich hatte die letzten Tage über uns nachgedacht und war zu dem Ergebnis gekommen doch nichts zu verlieren, wenn ich mit ihr zusammenkommen würde, sondern damit sehr wahrscheinlich nur gewinnen konnte. Verliebt hatte ich mich doch schon längst in sie und jede Minute mit ihr bereicherte mich und mein Leben, machte mich glücklich und zufrieden.
Versonnen klappte ich die Schmuckschachtel auf, die neben mir im Bett gelegen hatte und sah mir den schmalen Freundschaftsring an, den ich eigentlich hatte an Biancas Finger stecken wollen, um den billigen auszutauschen, den wir uns am Anfang unserer Beziehung geleistet hatten. Aber wenn ich ihn mir so recht betrachtete, fand ich, dass er an Leo’s schmaler Hand eh viel besser aussah.
****
Der Samstagmorgen war vollgepackt mit Dingen, die noch zu erledigen waren. Das Wichtigste von allem war allerdings, mit Vaters großen SUV zum Sanitätshaus zu fahren.
Auf dem Rückweg musste ich noch kurz im Reisebüro anhalten, das von Mutters Freundin geführt wurde. Damit konnte der Tag von mir aus anfangen.
Der Cateringservice baute die Tische auf und Mutter hatte zwei Nachbarsfrauen aktiviert, die beim Schmücken des Gartens halfen. Mittags war dann alles erledigt. Sogar Vater hatte sich zu uns gesellt und sah zufrieden in die Runde.
Punkt 14 Uhr klingelte es. Leonie strahlte mich an, als ich dieses Mal die Tür öffnete und fiel mir augenblicklich um den Hals.
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