Dann presste sie ihre Lippen auf meine und küsste mich innig unter den liebevollen Blicken aller Anwesenden.
„Ja, Max, das will ich! Ich möchte deine Frau werden!“
Das war dann doch laut genug, dass es alle hören konnten. Sogar mein Vater nickte zufrieden. Unter Beifall steckte ich meiner Verlobten den Ring an den Finger.
Bestimmt ist manch einer meiner Leser der Meinung, dass sei doch viel zu früh und unüberlegt, einer Frau nach nur einem Dreivierteljahr einen Antrag zu machen. Aber es ging ja für‘s Erste nur um den Antrag und bis zur Hochzeit konnte ja noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen.
Und tatsächlich warteten wir mit dem Ja-Wort bis ich meine Examen bestanden hatte und mich Rechtsanwalt nennen durfte. Leonie musste noch ein Jahr, aber auch das ging vorbei, dann allerdings als Frau Leonie Rotzoll.
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Bleibt noch zu erwähnen, dass ich tatsächlich in einer großen Rechtsabteilung meine anwaltliche Karriere startete, später dann aber doch die Kanzlei meines Vater verstärkte, bzw. übernahm, als er in den wohlverdienten Ruhestand gehen wollte. Aber der alte Griesgram konnte doch nicht ohne Arbeit und steckte weiterhin seine Nase in alle möglichen Fälle.
Meine Frau bestand ihr Studium zwar auch, entschloss sich dann aber, unseren kleinen Familienbetrieb zu managen. Verständlich, mit Babybauch machte das einfach viel mehr Sinn.
Der sorgte dann auch dafür, dass wir unser Liebesspiel etwas umdisponieren mussten. ‚Lecken‘ fand sie schon immer geil, aber jetzt war es ihre Lieblingsspielart geworden. Mir machte es nichts aus, weil ich dann den kleinen Sensor nach allen Regeln der Kunst verwöhnen durfte.
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