Ich war zwar selbst auch ziemlich erschöpft und müde, aber ich war jetzt einfach zu aufgekratzt, um schlafen zu können. Leise schlich ich mich ins Wohnzimmer, goss mir noch ein Glas Wein ein und setzte mich damit neben Sophie auf die Bettkante. Lange sah ich ihr nur beim Schlafen zu, während ich ab und zu vom Wein nippte und viele Gedanken wirr durch meinen Kopf schwirrten. Sophie hatte sich die Decke wieder abgestreift und lag friedlich schlafend völlig nackt vor mir. Ja, so etwas Schönes hatte ich auch noch nicht erlebt! Ich war süchtig nach ihr, obwohl ich sie eigentlich erst heute, nein: Gestern! wirklich kennengelernt hatte. Vorher hatten wir uns nur gesehen und auch registriert. Aber wir hatten nie miteinander gesprochen. Plötzlich fiel mir ein, dass ich doch eigentlich schüchtern war und dass ich die Situation, die jetzt bestand, niemals bewusst hätte herbeiführen können, wenn mir nicht Sophie von sich aus in dieser Art und Weise entgegengekommen wäre. Und dann fiel mir ein, wie froh und glücklich ich gewesen war, endlich wieder frei zu sein. Ich hatte doch gar nicht vorgehabt, sofort wieder in eine neue Beziehung zu schlittern. Aber diesmal war es anders. Diesmal saß es tiefer. Ich versuchte mich daran zu erinnern, wie die Beziehung mit meiner Ex-Freundin eigentlich begonnen hatte. Aber ich konnte mich beim besten Willen nicht einmal mehr an ihr Gesicht erinnern, obwohl wir erst seit ein paar Tagen getrennt waren. Ja, ich wollte frei sein und ich wollte meine Freiheit genießen. Aber wozu wollte ich frei sein? Um zu leben! Und jetzt lebte ich, intensiver als ich es mir jemals hatte vorstellen können. Sophie schlief selig lächelnd und ihr schöner Busen hob und senkte sich ruhig und gleichmäßig. Ich konnte nicht anders, stellte das Glas weg, beugte mich über sie und küsste vorsichtig, um sie nicht zu wecken, ihren schönen Mund und ihre vollen Brüste.
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