Das Duell

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Das Duell

Das Duell

Jürgen Lill

Selbst jetzt, im Schlaf, ließ sie ein leises Stöhnen hören und dann atmete sie ganz tief ein und aus. Ich war süchtig nach ihr und konnte mich nur schwer wieder losreißen. Nach ein paar Minuten, während denen ich sie nur wieder schweigend betrachtet hatte, drehte sie sich zuerst auf die Seite und dann mit angewinkeltem linken Bein, auf den Bauch. Bis jetzt hatte ich sie noch gar nicht nackt von hinten gesehen. Ich sog diesen neuen Eindruck in mich auf. Ihre langen dunklen Haare lagen zur Seite über ihre Schulter und gaben den Blick auf ihren schlanken Rücken frei. Ihr schmaler, fester Hintern mit dem angewinkelten Bein, das den Blick auf ihre mich süchtig machende süße Scheide freigab, war fast zuviel für mich. Ich nahm noch einen großen Schluck von dem Wein, legte mich vorsichtig zwischen ihre Beine und meinen Kopf noch vorsichtiger, aber nicht ohne ihn mehrmals zärtlich geküsst zu haben, auf ihren kleinen Hintern. Und so, meine Lippen auf ihrer weichen Haut und den Geruch ihres Körpers in meiner Nase, schlief auch ich endlich glücklich ein.
Als ich erwachte, lag ich noch immer zwischen Sophies Beinen. Doch sie lag jetzt nicht mehr auf dem Bauch, sondern auf dem Rücken!? Also waren das Erste, was ich erblickte, nachdem ich meine Augen öffnete, ihre weichen Schamlippen, zwischen denen, wie ich feststellte, die Spitze meines linken Zeigefingers ruhte.
„Böser Finger!“ sagte ich leise zu mir selbst.
Doch von oben hörte ich genauso leise Sophies Stimme: „Guter Finger! Lieber Finger“
Ich blickte nach oben in Sophies strahlende Augen und sie sagte: „Guten Morgen mein Schatz. Hast Du gut geschlafen?“
„Darf ich genau hier immer schlafen?“ fragte ich.
Und Sophie antwortete: „Wenn Du es möchtest, darfst Du es. Aber es wäre schön, wenn Du ab und zu auch in meinen Armen schlafen würdest.“
Schnell zog ich meinen Finger zurück, drückte einen schnellen, aber liebevollen Kuss auf ihre Schamlippen und rutschte dann hoch.
„Guten Morgen mein Engel!“ sagte ich leise. „Hast Du gut geschlafen?“
„Ich weiß nicht.“ antwortete sie. „Bin ich nicht gestorben?“
„Nur wenn ich auch tot bin!“ antwortete ich und im nächsten Moment trafen sich schon unsere Lippen und wir umschlangen uns mit unseren Armen, pressten unsere Körper aneinander und verschmolzen miteinander, während draußen die Sonne unterging.

So hat es damals angefangen. Wir haben das Bett bis Montag früh nicht mehr verlassen. Und Montag Mittag hatte ich schon meine paar Habseligkeiten gepackt und war bei Sophie eingezogen. Seitdem hatten wir sehr, sehr viele Duelle. Und wir lernten beide auch noch viel dazu. Aber wer von uns gewann, das war nicht mehr wichtig. Denn in Wahrheit gewannen wir doch immer beide!

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