Auch mit den Unterkleidern im Hochsommer war das so eine Sache. Sie gehörten zu einer anständigen Bäuerin fraglos dazu – aber dann war da die Hilde, die sich eines Tages mit nacktem Oberkörper sonnte. Die benachbarten Bäuerinnen sogen erst einmal scharf die Luft ein, und ihre Empörung wollte sich Bahn brechen. Dann, wenige Tage später, taten sie es Hilde nach und gingen sogar mit ihren frei wogenden Riesenbrüsten zum Dorfbrunnen.
Oh die Glocken
Wie sie mich locken
Dieser Weiber
Nackte Leiber
Sternenklar wird diese Nacht
Mein Herz ist voll mit dieser Pracht
So ungeschickt die Reime waren, die sich in Melchiors Kopf festsetzen, so unfähig er gewesen wäre, sie von sich zu geben, sie zeigen doch auf, in was für einem Elysium der jahrelang Geschmähte sich zu befinden vermeinte. Allein unter Frauen, und was für welchen!
Die Glockenbrustbäuerinnen hatten nicht nur eine schwere, appetitliche Oberweite, sondern auch dickes, honigblondes, geflochtenes Haar. Oder braunrot leuchtende Locken. Offene, feuchte Lippen, wenn sie sinnierend über ihrer Pilzsuppe sassen. Und, klar, lustvoll sich bewegende, breite Hüften.
Nach einem halben Jahr Trauerkarenz war Fulda die erste, die es tat. Sie hatte schon immer zu den unbeschwerten Gemütern unter den Glockenbrustbäuerinnen gehört, eine lebenslustige, wenn auch kinderlose Witwe, bildhübsch und blutjung. Als Melchior eines Tages in ihrem Stall zugange war und eine Kälberkrippe reparierte, konnte sie nicht mehr an sich halten. Melchior war, wie bereits erwähnt, gut gebaut. Wie er so dastand mit seinem strammen Hintern, näherte sich ihm Fulda, sich unbeobachtet wähnend. Sie streckte die Hand aus und griff von hinten an Melchiors Eier. «Haiiii…», keuchte dieser überrascht, denn noch nie hatte ihn eine Frau aktiv belästigt. Gleichzeitig genoss er den warmen Druck von Fuldas Hand, die geschickt seinem Penisschaft entlang glitt.
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