Das Festival

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Das Festival

Das Festival

Daryan Altero

Sie hatte gedacht, es könnte nicht mehr schlimmer werden - sie hatte sich getäuscht.
„Tut mir leid, aber das Zelt der Jungs steht komplett unter Wasser. Immerhin kommt nur Sam zu uns, Sven und Phillip schlafen bei Tim und Lena.
Ehe Jana noch etwas sagen konnte, erschien ein zweiter Schemen hinter ihrem Freund. Sie schaffte es gerade noch, ihren Schlafsack über ihre nackten Brüste zu ziehen, dann waren beide auch schon im Zelt.
„Stopp!“, zischte Jana. „Nicht mit den nassen Sachen!“
„Oh... ja... sorry“, stotterte Sam. Er knipste die Taschenlampe aus. Es raschelte. Dann warf Sam die Sachen ins Vorzelt und krabbelte auf die andere Seite von Jana.
Als er über sie stieg, glaubte Jana eine eindeutige Silhouette zwischen seinen Beinen gesehen zu haben. Vielleicht hatte sie es sich auch nur eingebildet. Aber jetzt erst realisierte sie, dass ein fast fremder nackter Mann neben ihr schlafen würde.
„Sam, möchtest du eine Boxershort von Paul haben?“
„Vergiss es“, warf dieser ein. „Die sind abgezählt.“
‘Männer!“, Jana verdrehte die Augen.
„Aber ein Schlafsack wäre nett, falls ihr euch einen teilen würdet. Meiner schwimmt drüben so durch die Gegend.“
Paul lachte: „Klar, brauchst du sonst noch etwas?“
Ohne Vorwarnung schob er den Schlafsack von Jana rüber zu Sam.
„Ey! Hast du vergessen, dass ich nackt bin?“, begehrte Jana auf.
„Es ist doch dunkel“, erwiderte Paul unbeeindruckt und legte seinen Schlafsack als Decke über sie beide.
Jana spielte noch einen Moment beleidigt, doch dann rutschte sie in Pauls Arme. Wenn sie ehrlich zu sich war, dann gefiel ihr die Vorstellung, zwischen zwei nackten Männern zu liegen. Es gab sicher Schlimmeres.
„Du hast meine Frage nicht beantwortet Sam, wünschst du noch etwas? Ein Daunenkissen, eine heiße Schokolade, einen Gute-Nacht-Kuss?“, neckte Paul seinen Freund.
„Ich würde den Gute-Nacht-Kuss nehmen, aber lieber von Jana als von dir“, lachte dieser.

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