Das Geständnis

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Das Geständnis

Das Geständnis

Erwin G. Burmeister

So hatte sie es schätzen gelernt, als sie am Samstag mit Nina zusammen gefüßelt hatte. Aber man konnte nicht alles haben. Auch wenn Hannas Socken es an der Feinheit und Weichheit vermissen ließen, die Nylons auszeichnete, empfand sie das zärtliche Stelldichein ihrer beider Füße als erotisch sehr anregend.

Über all dem vergaßen beide beinahe alles andere. Schließlich meinte Gloria dann aber, sie sollten nun besser aufhören, auch wenn es schwerfalle. Schließlich sei die Bürotür nicht abgeschlossen, und es bestehe die Gefahr, dass jederzeit jemand hereinschneien und die beiden Frauen bei ihrem erotischen Füßelspiel überraschen könne. Dass sie schon jetzt ihre Mittagspause überzogen hatte, störte dagegen in der Kanzlei niemanden. Wichtig war, dass man seine Arbeit schaffte, egal in welcher Zeit.

Hanna sah das sofort ein und nahm ihre Füße vom Schreibtisch herunter. Gloria tat dasselbe. „Hast du eigentlich heute Abend schon etwas vor?“, fragte Hanna unvermittelt, während sie auf Socken zum Fenster ging, um gedankenverloren hinauszuschauen. Gloria ahnte umgehend, worauf sie hinaus wollte. Nein, antwortete sie, sie sei so gut wie jeden Abend alleine zuhause und mache es sich dort gerne gemütlich. Sie war schlicht nicht der Typ, der abends ausging. Restaurants, Clubs, Veranstaltungen jeder Art, all das reizte sie nicht. Wenn sie nicht gerade bei Freunden eingeladen war oder zu offiziellen Feiern der Kanzlei, verließ sie nach Feierabend grundsätzlich fast nie ihre schön eingerichtete, gemütliche Wohnung. Aber ja, sie hatte nichts vor heute Abend.

„Wunderbar! Möchtest du vielleicht, dass ich dich besuche? Sechs Uhr bei dir?“ Hanna machte keine Gefangenen.
„Was? So früh? Meistens habe ich noch länger zu tun. Das ist dann aber sehr knapp.“

„Ist mir doch egal.

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