Das Geständnis

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Das Geständnis

Das Geständnis

Erwin G. Burmeister

Ich kann es nicht erwarten, dich so früh wie möglich wieder zu sehen. Wenn es noch früher ginge, wäre mir das sogar noch lieber. Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich nach dir verzehre.“
„Ja, du hast ja Recht. Es geht mir genauso. Ich kann es kaum erwarten. Also sechs Uhr bei mir.“

Sie gab Hannah ihre Adresse und ihre Handynummer, die erleichtert lächelte und Gloria zum Dank einen zärtlichen langen Kuss auf die Wange gab. Danach ging sie wieder zum Fenster und blickte hinaus.

Unvermittelt begann sie kurz danach heftig zu schluchzen. „Was ist denn los, mein Schatz?“ Gloria eilte auf Strümpfen hin zu Hanna und nahm sie liebevoll in den Arm.

„Du glaubst gar nicht, wie glücklich ich bin! Heute ist mein innigster Wunsch, meine tiefste Sehnsucht endlich erhört worden. Endlich sind wir beide ein Paar. Ach Gloria!“ Heftig schluchzend, ließ Hanna ihren Tränen freien Lauf. Gloria hielt sie zärtlich in ihren Armen und küsste ihre Wangen, über die ihre heißen Tränen liefen. Auch ihr selber stand nun das Wasser in den Augen.

Sodann erzählte Hanna ihr alles. Dass sie sich noch nie irgendetwas aus Jungs und Männern gemacht hatte. Wie sehr die Jungen in der Schule ihr, dem hübschen blonden Mädchen, nachgestellt hatten, sie sich aber immer nur in Klassenkameradinnen oder andere Mädchen in der Schule verknallt hatte, die aber nie etwas von ihr wissen wollten. Wie sie sich die Haare hatte kurz schneiden lassen und besonders unansehnliche Klamotten getragen hatte, nur damit die Jungs sie nicht mehr attraktiv fanden und endlich von ihr abließen.

Wie sie dann ein drei Jahre älteres lesbisches Mädchen kennengelernt hatte, das sie in die Geheimnisse der Liebe unter Frauen einweihte und sie sich zum ersten Mal wirklich von jemandem verstanden gefühlt hatte.

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