Das Surren der Nähmaschine verstummte. Marlise knöpfte langsam ihre Bluse auf. Darunter trug sie nichts ausser zwei schmucken kleinen Brüsten, die ihrer Figur zur Ehre gereichten. Sie passten perfekt zu ihr, diese Tittchen, und die kecken steifen Brustwarzen waren das Sahnehäubchen, perfekt platziert auf diesen sanften kleinen Hügelchen, Perlen gleich. Tänzelnd näherte sich Marlise ihrem Jon. Dieses Spielerische an ihr hatte ihn in früheren Jahren stets in den Bann gezogen, jetzt nervte er sich darüber nur noch, fand seine Frau unreif und infantil. Von der Schwangerschaft hatte sie sich rasch erholt, war wie durch Zauberhand wieder eng geworden da unten, und ihrem Busen hätte man die intensiven Stillmonate niemals zugetraut. Sie schmiegte sich an Jon und wollte mal wieder nicht wahrhaben, wie er sich versteifte. Liebte er sie denn gar nicht mehr? Was beobachtete er wohl da draussen? Den sichelförmigen Mond? Marlise sah, wie Jeanine sich am Briefkasten zu schaffen machte, der an der Hausecke befestigt war. Sie dachte sich aber nichts dabei. Frauen in Winterjacken sind doch nichts Besonderes – oder?
Tags darauf klingelte es. Jon stand wohl gerade in seinem Schulzimmer, eine Horde gelangweilter Teens vor sich, und Marlise öffnete die Wohnungstür im Morgenrock. Draussen stand Martin. “Oh...” entfuhr es ihr. “Darf ich mal reinkommen?” Marlise mochte die direkte Art ihres Nachbarn, sie schämte sich aber für ihr Outfit. In den Spiegel hatte sie noch nicht geschaut heute. Die kleine Nina schlief noch, und der Haushalt harrte ihrer. Brotkrümel am Boden, ungeplättete Wäsche und schmutzige Schuhe. Wie das Leben so spielt. Was Martin wohl von ihr wollte? Er äusserte sich nicht konkret und begann mit Smalltalk. Jeanine schien nicht zu Hause zu sein. “Darf ich Deine Brüste fotografieren? Ich habe da einen Demo-Song eingespielt und benötige ein attraktives Cover.” Marlise glaubte, sie hätte sich verhört. “Willst Du einen Kaffee?” überspielte sie seine Frage. Ihr Herz klopfte bis zum Hals. Erst jetzt sah sie, dass Martin tatsächlich eine kleine Kamera mit dabei hatte. “Nur... weisst Du, ehm, Dein Gesicht wird man nicht erkennen auf dem Bild. Nur den Morgenrock etwas öffnen... ich mache dann klick und das war´s auch schon.”
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