Beas Schützenhilfe war allerdings vergeblich gewesen, denn ein paar Monate später hatte sich Jeanette in flagranti erwischen lassen. Der besagte Arbeitskollege steckte gerade in ihr und vögelte ihr das Hirn raus, als der Herr Gemahl außerplanmäßig früh nach Hause kam. Sie hatten ihn nicht einmal gehört … aber nun gut … die Ehe war sowieso am Ende gewesen!
Nun also sollte Jeanette sich revanchieren und Bea einen Gefallen tun. Bea rief sie an und kam nach einem bisschen Vorgeplänkel die alten Zeiten betreffend bald auf den Punkt.
„Hör mal Jeanette, was hältst du davon, wenn du uns auf unserem wunderbaren Campingplatz einmal besuchen kommst. Du hast doch bestimmt noch Urlaub?“
Ohne eine Antwort abzuwarten setzte Bea ihren Redeschwall fort. „Wir haben hier so wunderbare Camping-Angebote. Sicher kann ich hier von den Luxushütten mal eine für ein paar Tage reservieren für dich. Keine Angst, auch du Luxusweibchen, wirst mit dem Komfort zufrieden sein. Die Unterkünfte lassen kaum Wünsche offen …“
„Ist ja gut, ist ja gut, du hast mich ja“, lachte Jeanette in den Hörer, „ich schaue mal in meinen Terminkalender und spreche mit dem Chef und dann nenne ich dir ein paar Tage. Ich freu mich auch, dich zu sehen und Marvin. - Aber sag, da ist doch noch was!“
„Äh, ja, hast du bemerkt, o. k. … stimmt ….“, Bea druckste ein bisschen herum, „ich wollte dich um einen Gefallen bitten. Ich glaube, dass Marvin hier auf dem Campingplatz Biene spielt und auch andere Blütenkelche bestäubt.“
„Ach Quatsch, Marvin doch nicht, niemals …“
„Doch, ich bin sicher…“
Das ging so eine Weile weiter. Jeanette fragte, ob es handfeste Beweise gebe oder Indizien, was Bea verneinen musste, aber sich trotzdem ganz sicher zeigte.
„Na gut“, sagte Jeanette, „dann komm mal zum Punkt! Was kann ich jetzt für dich tun?“
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