„Ist ja auch nicht so, dass du mich so noch nie gesehen hättest.“
Marvin schluckte, sein Mund wurde trocken. Das wie an ihre Haut angegossene Teil hielt ihren sowieso gut in Form befindlichen Körper zusammen und alles da wo es hingehörte. Ganz offensichtlich auch ihre Möpse ohne störenden Tütenhalter. Er sah deutlich wie sich die kleinen Igelnasen keck durch den Stoff drückten.
Jeder Mann, der nicht aus Stein war, musste unruhig werden und seine Optionen durchgehen. Nicht Marvin. Seelenruhig sah er zu, wie sie sich vor ihm produzierte und verbal immer mehr versuchte, die Situation anzuheizen.
Das hörte sich dann beispielsweise so an: „Hach …, als Alleinstehende, das ist ja auch nicht immer so einfach. Wenn man keinen hat …“
„Du hast keine Freunde, die dir mal helfen können?“
„Ach hör auf, verarsch mich nicht, DABEI nicht, ich rede nicht von mal einen Nagel in die Wand schlagen oder so.“
Eiskalt parierte Marvin das aus und reagierte überhaupt nicht darauf.
Kurz vor sieben erwischte er sie dabei, wie sie verstohlen anfing, häufiger auf die Uhr zu schauen und dann erlöste er sie endlich.
„Liebe Jeanette, mach dir keinen Stress, Bea wird nicht kommen und sie wird uns auch nicht in flagranti erwischen, denn ich habe dafür gesorgt, dass sie ihre Schicht zu Ende führt. Wir werden also noch ganze zwei Stunden auf sie verzichten müssen.“
Jeanette saß mit offenem Mund staunend vor ihm.
„Ja, da staunst du … Ich habe euer Telefonat mitgehört, danke übrigens, dass du Beas krankhafte Eifersucht zunächst nicht unterstützen wolltest, und dann habe ich mit ihrem Empfangskollegen, einem sehr guten Kumpel von mir, gesprochen und ihn gebeten auf alle ihre Wünsche einzugehen – zunächst. Am besagten Abend aber, also heute, wird er sie ungefähr jetzt anrufen und ihr sagen dass es leider nichts wird, weil sein Auto nicht anspringt und er versucht, bis Schichtbeginn um neun Uhr da zu sein.
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