Das Lebkuchenbordell

Rotkerbchens Abenteuer - Teil 11

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Das Lebkuchenbordell

Das Lebkuchenbordell

Peter Hu

Da Greta bald soviel Gold hatte, dass sie nicht mehr wusste wohin mit der Kohle, legte sie das viele Geld in Kokain an. Sie schnüffelte schließlich, bis sie blöde wurde.

Jetzt endlich war Hansens große Stunde gekommen. Zwar hatte sich sein Riemen in einen ziemlich schlaffen Schlauch verwandelt, der kaum noch zu gebrauchen war. Aber wer konnte es ihm schon verdenken, bei all den alten Lappen, die er so lange zu bügeln hatte?

Doch hatte das auch sein gutes. Denn wenn der Schweif nicht mehr steht, ist mehr Blut fürs Hirn übrig. Er erkannte bald, dass es ausnahmsweise ganz gut für ihn war, fett und hässlich zu werden. Denn das geile Kaffeekränzchen verlor bald das Interesse an seinen lustlosen Diensten. Die Oma wurde jetzt schon langsam nachlässig, wenn es ums Einschließen ging.

Auch Greta vernachlässigte ihre Zuhälterpflichten von Tag zu Tag mehr. Im ewigen Drogennebel ließ sie sich jetzt lieber vom Räuber Hotzenklops, verschiedenen Trollen und anderem Gelichter durchnudeln, während sie sich Nase für Nase zog.

Diese Situation nutzte (der jetzt nicht mehr ganz so dumme) Hans schamlos aus.

...Oma Knusperhaus schob gerade eine Lage Lebkuchen in den Ofen, als sie mit Schrecken feststellte, dass sie wieder einmal vergessen hatte, Hansens Käfigtür anständig abzuschließen.

Das sollte das letzte Mal gewesen sein, dass sie darüber erschrak. Denn kaltblütig beförderte der Ausbrecher seine Schließerin in die Backvorrichtung. Und weil er gerade dabei war, warf er die fauchende, schwarze Katze gleich hinterher. Denn das eitle Vieh hatte ihm stets die besten Brocken aus dem Fressnapf gestohlen.

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