Jeder würde uns glauben, dass du deinen Arbeitsunfall nicht überstanden hast, wenn wir morgen deine Leiche vor die Tür legen“...
Das war einfach zu viel für den ehrlichen, starken, dummen Mann. Das mit dem Riemen hätte sie einfach nicht sagen dürfen.
Wutentbrannt packte der riesige Holzfäller die undankbaren Mitesser, warf sie sich, gerad so wie sie waren, über die gewaltigen Schultern, ...und schleppte sie in den tiefen Wald.
Hier setzte er die Kukuksbrut auf den Waldboden, drehte sie mehrfach um die eigene Achse, damit sie ja den Heimweg nicht mehr fänden um ihm das Dach über‘m Kopf anzuzünden, ...und stampfte nach erfolgreicher Aussetzung davon.
Doch Hans war gar nicht so blöd, wie man ihn auf den ersten Blick hätte einschätzen können. Als der Alte ihn packte, bekam er gerade noch einen Beutel mit trockenen Linsen zu fassen, der führerlos auf dem Tisch stand. Denn der Mensch lebt nicht vom Sex allein. Außerdem braucht er etwas im Magen, um Samen zu produzieren. Und das war ziemlich wichtig...
Doch viel war das nicht...
...Zufrieden kehrte der Hüne schließlich in sein Haus zurück. Nach verrichtetem Werk, zog er sich endlich die Axt aus dem Kopf. Schon bald würde der kleine Kratzer verheilt sein. Großen Schaden hatte er jedenfalls nicht angerichtet...
So ärgerte sich der Holzfäller auch nicht lang darüber, dass er Greta nicht vor dem Aussetzen noch kurz einmal richtig durchgenudelt hatte. Am nächsten Morgen ging er zur Arbeit, als sei nichts geschehen.
*
...Hans und Greta froren bitterlich.
„Ich hätte doch bei dem Alten bleiben sollen“, ...meinte Greta mürrisch und rieb sich die dünnen Beine, die von hartnäckiger Gänsehaut überzogen waren.
„Der hat zwar einen kleineren Schweif, dafür aber einen knisternden Ofen im Haus.“
„Du bist genau so ein billiges Flittchen, wie deine Mutter“, ...zischte Hans da wütend.
„Ich weiß gar nicht, was ich an dir finde“:
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