Das hätte auch ewig so weitergehen können, wenn nicht plötzlich ein paar verzogene Gören bei ihr aufgetaucht wären. Und das kam so:
...Hans und Greta hatten es faustdick hinter den Ohren. Die gemeinsame Stiefmutter hatten sie vergiftet, weil sie ihnen das Taschengeld gekürzt hatte. Der arme Vater wollte sich eine neue Frau nehmen. Denn er brauchte nach Feierabend immer etwas Spaß. Doch Greta meinte, das bisschen Haushalt könne sie jetzt übernehmen. Eine neue Stiefmutter sei nur ein unnützer Fresser. Und wozu brauchte ein alter Sack wie er schließlich eine neue Frau? Er solle nicht immer nur an das Eine denken, ...und sich lieber um das Wohlergehen seiner beinahe erwachsenen Kinder kümmern.
Dass Greta eigentlich gar nicht seine leibliche Tochter war, wollte sie dem hart arbeitenden Mann lieber nicht auf die Nase binden. Denn auch Gretas Mama war ein ziemliches Flittchen, das es gleichzeitig mit dem Briefträger und dem Eiermann trieb.
So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Greta dem Hans schon mal heimlich an die Eier fasste, wenn der vermeintliche Vater auf der Arbeit war. Halt ganz die Mama...
Hans kam da eher nach dem Papa. Der mochte nämlich immer irgend Etwas in Gretas Schlitz stecken, während der „Stiefvater“ sich im Wald abrackerte, um seinen verdorbenen „Kuckukskindern“ ein Auskommen zu sichern.
Doch damit hier kein falscher Verdacht aufkommt:
So verkommen Hans und Greta auch waren: Sie kannten die unseligen Folgen des Inzest nur zu genau. Schließlich lebten in ihrer Gegend gleich mehrere Dorftrottel als bewegliches Anschauungsmaterial. Aber sie wussten, im Gegensatz zum Holzfäller, um ihre komplizierten Verwandschaftsverhältnisse.
Denn der einfältige Holzfäller war bereits zum dritten Mal verheiratet. Aber der Briefträger war noch immer der Selbe. Der lebte seither in wilder Ehe mit der ersten, durchgebrannten Gattin unseres Baumschlägers zusammen, welcher die zweifelhafte Ehre zuteil wurde, sich Hansens Mutter schimpfen zu dürfen.
Recht floddrige Familienverhältnisse also. Doch das nur am Rande. Denn schließlich muss ja alles seine Ordnung haben!
Hans und Greta spielten also fleißig Vater, Mutter und Kukuksei, während sich der Holzfäller abplackte, damit sie es einmal besser hätten.
Das wäre auch noch lange so weiter gegangen. Aber das Verhängnis hatte gerade Langeweile. Und so inszenierte es einen kleinen Arbeitsunfall.
Besagter Baumfäller fällte gerade eine alte, besonders harte Eiche, der es einfach nicht gefiel, so jung schon gefällt zu werden.
Wut traf auf Hartholz, ...und Axtstiel gab nach...
...Herrenlos sauste eine befreite Klinge durch die Luft. Voller Freude schlug das scharfe Eisen noch einen aufmunternden Purzelbaum, hängte einen Salto an, ...und setzte sich schließlich in der Stirn unseres gehörnten Waldarbeiters zur verdienten Ruhe...
...„Also gut, ich will mal nicht so sein“, ...meinte der Vorarbeiter schließlich.
„Für Heute darfst du nach Hause gehen. Aber lass dir die Axt aus dem Kopf nehmen. Und dass du mir morgen wieder pünktlich zur Arbeit erscheinst“...
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