Der Schmerz war scharf, fast unerträglich, aber genau das wollte ich – ich konnte nicht anders, als mich in ihre Hand und die Brennnesseln zu drücken. Sie lachte leise, als sie sah, wie sehr mich ihre Folter erregte, und dann bückte sie sich wieder, ihre Zähne gruben sich in meine Haut, und ich kam erneut – diesmal noch heftiger, noch verzweifelter. Es war, als würde sie mir die Seele aus dem Leib saugen.
Mein ganzer Körper zitterte, meine Muskeln waren erschöpft, aber sie ließ nicht locker – sie knabberte, sie leckte, sie biss, als würde sie mich nie satt bekommen. Ich lag da, hilflos, während sie mich wieder und wieder zum Höhepunkt trieb, bis ich nicht mehr wusste, wo mein Körper aufhörte und die Ekstase begann. Irgendwann – ich wusste nicht mehr, wann – spürte ich, wie ihre Bewegungen langsamer wurden, wie ihr Kopf schwer auf meinem Bauch landete, ihre Lippen noch immer um mich geschlossen. Sie war eingeschlafen, erschöpft von ihrem eigenen Spiel, aber selbst im Schlaf saugte sie sanft weiter, als würde sie träumen, mich nie loszulassen. Und ich – ich konnte nicht mehr kämpfen. Ich schloss die Augen und gab mich dem Dunkel hin, während ihr Mund mich warm umschloss.
Als ich aufwachte, war es Nacht. Die Luft war kühl, der See still, und mein Körper lag ausgestreckt im Gras – allein. Ich richtete mich auf, tastete nach ihr, aber das Gras war leer. Meine Kleidung lag noch da, wo ich sie hingelegt hatte, aber von ihr keine Spur. Kein Fußabdruck, kein Hauch von Bewegung – nur der schwache Duft von nasser Haut und Brennnesseln, der langsam in der Nachtluft verblasste. Ich stand auf, zog mich an und wartete – vielleicht würde sie zurückkommen. Aber der Wald schwieg.
Die folgenden Tage kehrte ich zurück, immer zur gleichen Zeit, immer mit klopfendem Herzen. Aber der See war leer. Keine Spur von ihr. Kein Lachen, kein Plätschern – nur das stille Wasser, das meine verzerrte Reflexion zurückwarf. Manchmal, wenn ich die Augen schloss, spürte ich noch ihre Zähne und hörte ihr keuchendes Lachen. Aber wenn ich die Augen öffnete, war da nichts.
Irgendwann hörte ich auf, zu hoffen. Der Wald war wieder nur ein Wald, der See nur ein See. Aber manchmal, in der Hitze des Tages, wenn die Sonne auf das Wasser brannte, sah ich eine Bewegung aus dem Augenwinkel – einen Schatten, der untertauchte, bevor ich hinsah. Und dann, für einen Moment, spürte ich wieder ihre Zähne – und wusste, dass sie irgendwo da draußen war. Und dass sie mich vielleicht wieder finden würde.
Das Mädchen vom Waldsee
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Das Mädchen vom Waldsee
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