Weil der Morgen schon graute, machte sich Marleen auf den Heimweg. Die Fahrt im Taxi nahm sie überhaupt nicht richtig war, zu sehr spürte sie noch die Enge die Devids Schwanz bei ihr hinterlassen hatte.
Am späten Nachmittag hatten sie sich wieder verabredet, um die Fotos zu sondieren, die eventuell veröffentlicht werden sollten.
Als der klapprige Fahrstuhl im obersten Stockwerk hielt, war Marleen froh. Etwas genervt schob sie das Scherengitter beiseite und trat auf das Podest.
Wie üblich stand die Tür zum Atelier offen und Marleen hoffte inständig, dass ihr das Bild vom Vortag erspart blieb, als sie die Tür weiter aufstieß. Der Gang war nur spärlich beleuchtet, deshalb ging sie zügig auf die hintere Tür zu, die etwas mehr Licht versprach.
Plötzlich trat Devid aus der letzten Tür vor dem Atelier raus und stellte sich ihr in den Weg. „Hallo meine Schöne, ich habe schon auf dich gewartet!“ Ohne, dass Marleen damit gerechnet hatte, zog er sie in seine Arme und küsste sie.
Marleen war zu perplex, um sich zu wehren, was Devid als Zustimmung auffasste. Immer heftiger versucht er seine Zunge zwischen ihre Lippen zu pressen. Erst als Marleen ihm beide Hände vor die Brust stieß und ihn etwas wegdrücken konnte, löste er sich von ihr und schaute sie überrascht an. „Was ist los mit dir? Heute Nacht konntest du doch nicht genug von mir bekommen!“
Marleen wachte langsam auf und erkannte was hier vor sich ging: „Wo ist Carla?“ ,fragte sie ihn.
„Die ist zu ihrer Mutter gefahren, bleibt die ganze Woche weg. Wir sind also ungestört und können es uns so richtig gemütlich machen.“
Wieder wollte er sie an sich ziehen, doch Marleen stemmte erneut ihre Hände vor seine Brust. „Stopp, heute Nacht war es Arbeit und Carla war dabei!“, sagte sie entrüstet und befreite sich aus seinen Armen. „Ich bin hier, um mit dir die Fotos auszusuchen, die eventuell veröffentlicht werden könnten.
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