Du musst wissen, dass diese Dimension eigentlich ein Gefangenenlager ist, deshalb gibt es auch kein Tor. Es gibt nur einen Weg hierher, aber keinen zurück. Wer einmal hier ist, bleibt auch hier.“
Grit blickte zerknirscht in die zuckenden Flammen des kleinen Feuers und überlegte. Sie wusste, dass sie alleine wenig Chancen hatte. Aber durfte sie ihn hier aus seinem Leben wegholen, nur um für sich einen Ausweg zu finden?
„Woher weißt du das eigentlich alles über die Dimensionen und so?“ fragte sie kauend.
Er wischte sich den Mund ab, bevor er antwortete.
„Du bist nicht der erste Mensch, der auf der Sandbank gelandet ist. Es passiert immer wieder. Die meisten waren freundlich und sprachen mit mir. Ein paar waren böse, das hat mich vorsichtig gemacht.“
„Wie bist du denn hierhergekommen?“ fragte sie neugierig. Agarth dachte nach, und sein Blick schien sich irgendwie zu verlieren.
„Ich weiß es nicht“, gestand er, „ich erinnere mich nicht, aber ich träume manchmal von meinen Eltern, glaube ich.“
„Würdest du denn mit mir kommen? Ich bin sicher, dass es einen Ausgang gibt. Ich habe zwar keine Ahnung, wie wir den finden können, aber wir haben ja Zeit zu suchen, oder hast du Termine?“ fragte sie grinsend.
Agarth überlegte wieder und sagte dann: „Ich denke, ich würde mit dir kommen, aber ich bin mir gar nicht sicher, ob wir dieses Abenteuer überleben. Ich habe da ein ganz schlechtes Gefühl.“ Er stocherte etwas in dem Feuer herum und blickte Grit aus seinen großen Augen traurig an.
Sie beschlossen, am nächsten Tag eine Entscheidung zu treffen. Agarth hatte ein Lager bereitet. Sie legten noch etwas Holz auf und legten sich dann eng aneinander unter eine dicke Decke, die aus irgendeiner Art Fell bestand. Es roch etwas streng, aber das war Grit egal, es war zumindest warm, und sie war froh, Agarth gefunden zu haben.
Das rote Tor
Parallele Dimensionen - Teil 10
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Das rote Tor
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