„Wohin wird mein Weg mich führen, wenn ich Ihnen folgen soll, Madame?“ fragte er. Grit fühlte, wie sich ein Kloß in ihrem Bauch breit machte. Er hatte nur zu recht. Was würde ihn erwarten? Sie legte ihm eine Hand um die Schulter und zog ihn mit sich.
„Lass uns frühstücken, und dann reden wir.“
Der Tee schmeckte vorzüglich. Agarth trocknete irgendwelche Blüten, die einen sehr intensiven Vanillegeschmack erzeugten. Grit hatte sich ein Leinenhemd übergezogen, das aber knapp über ihren Hüften endete und somit nur ihre großen Brüste verdeckte, wobei ihre Scham völlig unbedeckt blieb. Aber sie hatte Agarth gegenüber von Anfang an keine Hemmungen empfunden.
„Du hast recht, mein Lieber“, begann sie. „Was würde dich erwarten?“ Grit überlegte kurz. „Wahrscheinlich ein Leben als kleiner Mann in einer Welt voller großer Männer.“ Sie strich sich einige Haarsträhnen aus dem Gesicht.
„Ich mag Sie sehr, Madame, und ich bin sehr froh, dass ich Sie gefunden habe, aber ich habe keine Ahnung, was das für mich bedeuten kann.“
„Ich verstehe dich“, entgegnete Grit, „das kann ich dir auch nicht sagen.“
„Wartet denn jemand auf Sie, da wo Sie herkommen?“ war seine nächste Frage.
„Auf jeden Fall wartet das Leben auf mich, das ich vorher geführt hatte, was immer daraus auch werden wird“, sagte sie ehrlich. „Ich weiß nicht, was das Wissen um diese Dimensionen aus meinem Leben machen wird“, fuhr sie fort. „Ich bin nicht alleine unterwegs gewesen, bevor ich hierher zu dir verschlagen wurde. Ein Mann und eine Frau waren bei mir. Eigentlich zwei Frauen. Aber ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich kann mir ein Leben nur hier bei dir und mit dir leider nicht vorstellen. Ich möchte auf jeden Fall wieder zurück.“ Sie lächelte zaghaft. Agarth nickte verständnisvoll und lächelte überraschenderweise dazu.
Das rote Tor
Parallele Dimensionen - Teil 10
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Das rote Tor
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