Grit hätte nur noch das rote Tor erreicht. Sie sah, dass sie es nicht mehr schaffen würde, und war im Gang nach links abgebogen. Aber auch dort blieb ihr nur der rötliche Nebel, und sie hatte in ihrer Angst nicht lange überlegt. Der Ablauf war im Prinzip der gleiche. Es wurde einem kurz schwarz vor Augen. Man konnte nicht sagen, wie lange dieser Zustand andauerte, aber nach der Dunkelheit wurde es irgendwann auch sehr schnell wieder hell. Wenn man es nicht gewöhnt war, so wie wir und natürlich auch Grit, hatte man erhebliche Probleme, sich nach der Ankunft zu orientieren. In diesem Fall fiel Grit wie durch eine Wolke, sah Wasser unter sich, hielt instinktiv die Luft an und schloss die Augen. Mehr war nicht möglich, als sie auch schon auf die Wasseroberfläche schlug. Sie hatte sich noch irgendwie gekrümmt, um nicht mit einem schmerzhaften Bauchplatscher zu landen. Sie sah Sand vor sich, schwamm vier Züge und spürte dann auch schon Grund unter den Füßen. Keine Minute später schob sie sich auf allen vieren an Land und blieb in der sandigen Düne mit ausgestreckten Armen und Beinen liegen. Ihr Herz schlug bis zum Hals, ihr Atem war schnell und rasselnd, aber sie erholte sich rasch. Nach einigen Minuten drückte sie sich nach oben, drehte sich herum und blieb sitzen, wo sie war. Sie stellte fest, dass sie auf einer kleinen Sandbank gestrandet war. Vor ihr sah sie nur endloses Wasser bis zum Horizont. Wie sie inzwischen wusste, konnte der Horizont hundert Meter, tausend Meter oder noch weiter entfernt sein. Die Illusionen waren perfekt. Sie drehte den Kopf nach links und rechts, und schließlich blickte sie hinter sich. Und da, dem Himmel sei Dank, sah sie in einer Entfernung von einigen hundert Metern einen wundervollen Sandstrand, der von dichtem Baumbewuchs gesäumt wurde.
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