Das Hanfseil

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Das Hanfseil

Das Hanfseil

Anita Isiris

Nico löste sich von mir und schob demonstrativ seinen Mittelfinger in mich. "Schaut her, Jungs, da haben sogar zwei Finger Platz! Drei…" Ich schrie durchdringend – aber an dieser Waldstelle konnte mich keiner hören. Nico fickte mich mit drei Fingern; er tat dies im Wissen, dass zuvor noch nie ein Mann mich berührt hatte. Dieses "erste Mal" hatte ich mir ganz anders vorgestellt; sie öffneten mich wie eine Heringdose. Dann liessen Abraxas und Ulysses mich los. Nico kramte in seiner Hosentasche und brachte zwei hölzerne Wäscheklammern zum Vorschein. Diese befestigte er an meinen Nippeln. Die kräftigen Klammern verursachten höllische Schmerzen; ich liess mir aber nichts anmerken und biss die Zähne zusammen. Irgendwann würde der Spuk vorbei sein; irgendwann würden sie müde sein, mich zu quälen. "Was habe ich euch denn getan?" hörte ich mich plötzlich schreien. "Nichts, Anita, gar nichts", antwortete Abraxas mit seiner ruhigen Stimme und suchte Blickkontakt mit mir. "Wir… ehm… wollen einfach… wir finden dich einfach geil!" Sie schändeten mich mit dem Hals einer Bierflasche. Liessen rote Waldameisen über meine Brüste und meinen Bauch laufen. Versengten ein paar meiner Achselhaare mit einem Streichholz. Liessen Kerzenwachs zwischen meine Beine tropfen. Nico drückte eine Zigarette an meinem Hintern aus. Abraxas schreckte nicht einmal davor zurück, mit dem Daumen mein Poloch zu traktieren. Der weibliche Anus ist ein absolutes Tabu auf Zakyntos; meine "Freunde" wussten das haargenau. Ich durchlitt seelische Höllenqualen; von meinem Körper habe ich mich an jenem Tag verabschiedet. Seither gehört er definitiv den Männern; ich will ihn nicht mehr. Ich trainiere hart, will möglichst lange attraktiv bleiben, möglichst viele erotische Erzählungen unter euch bringen. Und ich möchte euch zuschreien: So nehmt mich doch endlich! Besorgt es eurer kleinen erozuna-Autorin! Holt euch einen runter! Giesst mir heisses Kerzenwachs zwischen die Beine!
Irgendwann gegen Abend liessen mich meine drei "Freunde" allein. Ausgerechnet mein Vater befreite mich aus meiner misslichen Lage. Wann, Männer, lernt ihr endlich lieben?

Eure Anita

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da schämt Man(n) sich, einer zu sein

schreibt alak87@gmx.de

Ich möchte hier klarstellen, dass jeder, gleich ob Männlein oder Weiblein, der so mit irgend einem Menschen umgeht wie sie es mit dir getan haben, eigentlich nichtmal verachtung verdient hat. Damit haben die Leute sich, finde ich, unter das Niveau der niedersten Kreaturen begeben, die ich mir vorstellen kann. Um ein Zitat aus einem Kinderbuch, dem satanarchäolügenjalkohöllischen Wunschpunsch von Michael Ende zu verwenden: "das ist eine ganz schön schlimme Menscherei Man kann es nicht Schweinere, oder Sauerei nennen, denn Schweine tun so etwas nicht" wenn ich so etwas lese, dann fühle ich mich zeitgleich wütend und beschmutzt, weil es jungs, also zukünftige Männer waren, Männer, wo ich doch auch einer bin. und die Vorstellung, jemand könnte mich damit auf eine Stufe stellen, die widert mich einfach nur an! Jeder experimentiert in der Jugend. Aber doch immer nur mit Respekt und gegenseitiger versicherung von Einverständnis! Das geht gar nicht! Du hast meine bewunderung für drei dinge. 1: du hast das überstanden, ohne eine Männerhasserin zu werden, was ich stark finde. 2: du hast trotzdem geschafft, so vielfältige geschichten, oft genug auch mit Hingabe, Liebe und Zärtlichkeit zu schreiben, die nicht nur die Erotik, sondern auch die Seele berühren. 3: du hattest, wenn auch in gewisser Weise anonymisiert den Mut, das hier zu teilen. Ich weiß zum glück nicht, wie Menschen so sein können, denn könnte ich es verstehen, könnte es sein, dass ich auch soetwas werde. bevor das passiert, würde ich mich jedoch lieber kastrieren lassen. sexualität ist etwas, bei dem sich alle so sehr öffnen, sich so verletzlich geben, das sollte niemand ausnutzen, das ist, finde ich, noch schlimmer, als am Boden liegende zu schlagen oder zu treten, was schon mehr als schlimm genug ist. Ich kenne mehrere Leute mit traumata in dieser richtung und die haben zum Glück Partner/innen gefunden, welche sie mit liebevoller Sanftheit dorthin geführt haben, wo Intimität wirklich etwas Schönes sein kann. Wie du merkst, ich habe zu viele Worte, aber um meine abscheu für das auszudrücken, was dir passiert ist, dafür fehlen die richtigen Worte. Ich würde meine Partnerin, gleich ob für eine Nacht oder für ein Leben immer umsorgen, zärtlich sein und dergleichen mehr, denn erst, wenn beide wirklich Freude an Intimität und sexualität haben, wenn beide hinterher sagen, das war ein schönes erlebnis, erst dann, so finde ich, ist es wirklich befriedigend. In diesem sinne, lass dich nicht unterkriegen und bitte glaube nicht, glaube niemals, dass alle Männer an dem zu messen sind, was dir damals passiert ist. Mir blutet das Herz, wenn ich solche geschichten lese, obwohl ich dich nicht kenne. ich bleibe dabei, ich will gar nicht wissen, wie jemand so sein kann! viele anerkennende und respektvolle grüße

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