Das Hanfseil

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Das Hanfseil

Das Hanfseil

Anita Isiris

Sie gehörte zu mir, so, wie sie war, dicht behaart und gut geschützt. Erneut ergriffen Ulysses und Abraxas meine Schenkel und zogen sie auseinander. Mein Geschlecht lag offen vor Nico. Für mich war diese Männersolidarität, diese schweigende, nur schwer verständlich. Da standen drei Jungs vor ihrer besten Freundin, die ihnen in all den Jahren so viel gegeben hatte. Sie stritten sich nicht um mich, das wäre ja noch angegangen. Nein, sie teilten mich unter sich auf, das war das Verletzende. Genüsslich liessen Ulysses und Abraxas es zu, dass Nico mit meiner Muschi tun und lassen konnte, was er wollte. Sie unterstützten ihn, indem sie meine Beine so weit auseinander zogen, bis ich im Spagat war. Ist euch, liebe Männer, ähnliches Verhalten aus dem Tierreich bekannt? Männchen, die eine Frau unter sich aufteilen? Wohl kaum – so pervers sind nur Menschen. Während ich meine Geschichte aufschreibe, kommen mir die Tränen. Jahrelang habe ich dieses Erlebnis verdrängt, aber ich möchte mich euch öffnen. Nico küsste meine Muschi. Gierig sog er an meinen Schamlippen, als wären es Austern. Ein Kribbeln wider Willen befiel mich. "Sie hat Hühnerhaut, die geile Schlampe!" schrie Abraxas. "Leck sie, Nico, leck Anitas Fötzchen!" Noch nie hatte ich diese obszöne Ausdrucksweise gehört; noch nie hatte ich Abraxas’ Stimme in dieser Inbrunst vernommen. Ich versuchte mich zu entspannen. Je mehr ich mich verkrampfte, desto stärker brannten meine Schultern. Nico leckte und leckte; ich fühlte seine Zunge und seinen Speichel in meinem Innersten. Zunehmend zog ich mich aus unserer Freundschaft zurück; hier war auch Hass und Verachtung im Spiel.

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da schämt Man(n) sich, einer zu sein

schreibt alak87@gmx.de

Ich möchte hier klarstellen, dass jeder, gleich ob Männlein oder Weiblein, der so mit irgend einem Menschen umgeht wie sie es mit dir getan haben, eigentlich nichtmal verachtung verdient hat. Damit haben die Leute sich, finde ich, unter das Niveau der niedersten Kreaturen begeben, die ich mir vorstellen kann. Um ein Zitat aus einem Kinderbuch, dem satanarchäolügenjalkohöllischen Wunschpunsch von Michael Ende zu verwenden: "das ist eine ganz schön schlimme Menscherei Man kann es nicht Schweinere, oder Sauerei nennen, denn Schweine tun so etwas nicht" wenn ich so etwas lese, dann fühle ich mich zeitgleich wütend und beschmutzt, weil es jungs, also zukünftige Männer waren, Männer, wo ich doch auch einer bin. und die Vorstellung, jemand könnte mich damit auf eine Stufe stellen, die widert mich einfach nur an! Jeder experimentiert in der Jugend. Aber doch immer nur mit Respekt und gegenseitiger versicherung von Einverständnis! Das geht gar nicht! Du hast meine bewunderung für drei dinge. 1: du hast das überstanden, ohne eine Männerhasserin zu werden, was ich stark finde. 2: du hast trotzdem geschafft, so vielfältige geschichten, oft genug auch mit Hingabe, Liebe und Zärtlichkeit zu schreiben, die nicht nur die Erotik, sondern auch die Seele berühren. 3: du hattest, wenn auch in gewisser Weise anonymisiert den Mut, das hier zu teilen. Ich weiß zum glück nicht, wie Menschen so sein können, denn könnte ich es verstehen, könnte es sein, dass ich auch soetwas werde. bevor das passiert, würde ich mich jedoch lieber kastrieren lassen. sexualität ist etwas, bei dem sich alle so sehr öffnen, sich so verletzlich geben, das sollte niemand ausnutzen, das ist, finde ich, noch schlimmer, als am Boden liegende zu schlagen oder zu treten, was schon mehr als schlimm genug ist. Ich kenne mehrere Leute mit traumata in dieser richtung und die haben zum Glück Partner/innen gefunden, welche sie mit liebevoller Sanftheit dorthin geführt haben, wo Intimität wirklich etwas Schönes sein kann. Wie du merkst, ich habe zu viele Worte, aber um meine abscheu für das auszudrücken, was dir passiert ist, dafür fehlen die richtigen Worte. Ich würde meine Partnerin, gleich ob für eine Nacht oder für ein Leben immer umsorgen, zärtlich sein und dergleichen mehr, denn erst, wenn beide wirklich Freude an Intimität und sexualität haben, wenn beide hinterher sagen, das war ein schönes erlebnis, erst dann, so finde ich, ist es wirklich befriedigend. In diesem sinne, lass dich nicht unterkriegen und bitte glaube nicht, glaube niemals, dass alle Männer an dem zu messen sind, was dir damals passiert ist. Mir blutet das Herz, wenn ich solche geschichten lese, obwohl ich dich nicht kenne. ich bleibe dabei, ich will gar nicht wissen, wie jemand so sein kann! viele anerkennende und respektvolle grüße

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