Das Hanfseil

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Das Hanfseil

Das Hanfseil

Anita Isiris

Lasst mich diesmal mit den Männern allein. Ihnen, und nur ihnen möchte ich ein Erlebnis aus meiner Jugend in Zakynthos anvertrauen, das mein sexuelles Erleben nachhaltig verändert hat. Ich war sechzehn Jahre alt und gerade mal so weit, meinen Körper zu entdecken. Viele Mädchen tun das früher, viel früher. Meine orthodoxe Erziehung hielt mich aber jahrelang davon ab, Geheimnisse kennen zu lernen, die, wie ich vermutete, tief in mir verborgen lagen. Unbefangen spielte ich mit den Jungs aus der Nachbarschaft; kletterte mit ihnen, schwamm mit ihnen, bastelte mit ihnen. Kumpels waren es eben, der Nico, der Abraxas und der Ulysses. Klar empfand ich die drei als hübsch, hatte aber eher schwesterliche Gefühle für sie übrig. Ich glaubte stets, dass wir vier alles miteinander teilten und keine Geheimnisse voreinander hatten. Oft stürzten wir uns des Nachts splitternackt ins Meer; instinktiv verbarg ich dabei meine Vorderseite vor den dreien – aber selbst in diesen innigen Momenten tiefer Vertrautheit und Freundschaft hatte ich keine konkreten Hintergedanken. Ganz selten erkundete ich meinen Körper – ich will euch das nicht vorenthalten. Dabei dachte ich aber nie viel – schon gar nicht ans Schmusen mit Männern. Das war ein Ding für erwachsene Frauen, die in Hollywood-Filmen mitspielten.

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Wir waren ein unzertrenntliches Quartett; ich half meinen drei Freunden bei den Hausaufgaben; sie lehrten mich dafür Fussball spielen. Das durften wir nur im Geheimen tun. Es schickte sich natürlich nicht, dass die Tochter eines angesehenen Dorfwirts mit Jungs um die Wette rannte. Dieses Heimliche verband uns; die Vertrautheit wuchs und wuchs. Dann kam der Tag, der alles veränderte. Wie so oft, spielten wir im benachbarten Wald. Meine jüngere Schwester Jana kam nur selten mit; sie fürchtete sich. Zakynthos verfügt über viel Wald. Da stehen natürlich ganz andere Bäume als zum Beispiel in Deutschland oder in der Schweiz. Eher knorrig sind sie, zum Teil uralt, und sie duften nach allem, wonach man sich sehnen kann. Im kleinen Wald hinter unserer Familienkneipe standen aber ein paar kräftige Föhren mit dicken und schweren Ästen. Zum Klettern waren diese Wunderwerke der Natur prima geeignet. Als wir an der tiefsten Stelle des Waldes angelangt waren, zog Abraxas wortlos ein Hanfseil aus seiner Tasche. Er nahm mich an den Händen. Ich schöpfte keinen Verdacht und vermutete ein neues Spiel. Ruhig, wie es Abraxas’ Art war, schlang er mir das Seil um die Handgelenke. Noch heute sehe ich ihn vor mir, den Abraxas mit seinen langen Wimpern, den tiefschwarzen Augen und dem verschmitzten Zug um den Mund. Ich mochte ihn sehr. An jenem Tag trug ich ein sonnengelbes Kleid, das etwas oberhalb der Knie endete. Mein Brustansatz war zu sehen, was mir Vorwürfe von Seiten meines Vaters eintrug – dies machte mich aber um so störrischer. Hinter meinem Rücken erklomm Ulysses den Baum; Abraxas warf ihm das andere Ende des Seils zu. Ich verspürte einen Ruck – und wurde in die Höhe gezogen. Ich schrie vor Schreck; zudem war das Ganze schmerzhaft; ich spürte ein Brennen in den Schultern, das aber rasch verflog. Ulysses zog, bis ich um mehrere Fussbreiten über dem Waldboden hing. Das Seil wurde am dicken Ast über mir festgemacht; mit einem dumpfen Geräusch landete Ulysses neben mir auf dem moosbedeckten Boden. Zu dritt standen meine Freunde vor mir und starrten mich an. Ihr lieben Leserinnen, die ihr die Neugier nicht habt unterdrücken können: Unterbrecht eure Lektüre bitte an dieser Stelle und überlasst mich den Männern. Für euch ist der Rest dieser Erzählung nicht spannend – ich weiss, dass etliche unter euch ähnliche Situationen kennen – und die damit verbundenen Gefühle.Für einen kurzen Augenblick wurde mir schwarz vor den Augen. Es war mitten am Nachmittag; Sommerhitze; die Luft flirrte. In diesem Moment fühlte ich etwas. Ich spürte, dass es da einen Unterschied gab zwischen meinen Freunden und mir. Wir waren kein Quartett mehr. Ich war eine Frau mitten in der Pubertät, die drei waren Jungs mit Dingen im Kopf, die ich mir nicht vorstellen konnte. "Lasst mich runter", keuchte ich. Ein höhnisches Lachen von Nico war die Antwort. Ihn mochte ich am wenigsten. Seine Familie lebte vom Fischfang und war entsprechend arm. Nico war sehr kräftig gebaut und hatte mich seine Energie schon mehr als einmal spüren lassen. Meinen Nachhilfeunterricht bei den Hausaufgaben benötigte er am meisten. Er gab seinen beiden Kumpels ein Zeichen. Dazu bewegte er den Mittelfinger seiner linken Hand in obszöner Weise. Dann folgte das, was mein Leben für immer verändern sollte. Ulysses packte mein linkes Bein, Abraxas mein rechtes. Sie zogen meine Schenkel so weit auseinander, wie es ging. Nico starrte auf mein Höschen. Dann liessen die beiden mich los und kitzelten meine Achseln. Ich schämte mich zu Tode, weil ich da dicht behaart war. Rasieren durfte ich mich nicht; mein Vater verbot es mir. "Rasierte Achseln sind nur was für Nutten", pflegte er zu sagen. Ich ahnte aber, dass unrasierte Frauen nicht schick sind, und es war mir peinlich, dass meine "Freunde" meine Härchen kitzelten. Ich warf den Kopf nach hinten weil ich nicht wusste, wie ich sonst hätte reagieren sollen. "Sie wird geil!" schrie Abraxas. Dieser Schrei fuhr wie ein Messer in mein Herz. Dann knöpften sie mein Kleid auf. Ich begab mich auf eine innere Reise; verabschiedete mich von meinem Körper, meiner Seele, meinen drei "Freunden". Ich ahnte, was geschehen würde. In BH und Slip hing ich wehrlos am Baum und war ausgeliefert. Die Schultern begannen wieder zu schmerzen. Ulysses zückte ein Messer und zerschnitt mein Höschen. Es fiel auf den Waldboden. Für meine Muschi schämte ich mich nicht. Sie gehörte zu mir, so, wie sie war, dicht behaart und gut geschützt. Erneut ergriffen Ulysses und Abraxas meine Schenkel und zogen sie auseinander. Mein Geschlecht lag offen vor Nico. Für mich war diese Männersolidarität, diese schweigende, nur schwer verständlich. Da standen drei Jungs vor ihrer besten Freundin, die ihnen in all den Jahren so viel gegeben hatte. Sie stritten sich nicht um mich, das wäre ja noch angegangen. Nein, sie teilten mich unter sich auf, das war das Verletzende. Genüsslich liessen Ulysses und Abraxas es zu, dass Nico mit meiner Muschi tun und lassen konnte, was er wollte. Sie unterstützten ihn, indem sie meine Beine so weit auseinander zogen, bis ich im Spagat war. Ist euch, liebe Männer, ähnliches Verhalten aus dem Tierreich bekannt? Männchen, die eine Frau unter sich aufteilen? Wohl kaum – so pervers sind nur Menschen. Während ich meine Geschichte aufschreibe, kommen mir die Tränen. Jahrelang habe ich dieses Erlebnis verdrängt, aber ich möchte mich euch öffnen. Nico küsste meine Muschi. Gierig sog er an meinen Schamlippen, als wären es Austern. Ein Kribbeln wider Willen befiel mich. "Sie hat Hühnerhaut, die geile Schlampe!" schrie Abraxas. "Leck sie, Nico, leck Anitas Fötzchen!" Noch nie hatte ich diese obszöne Ausdrucksweise gehört; noch nie hatte ich Abraxas’ Stimme in dieser Inbrunst vernommen. Ich versuchte mich zu entspannen. Je mehr ich mich verkrampfte, desto stärker brannten meine Schultern. Nico leckte und leckte; ich fühlte seine Zunge und seinen Speichel in meinem Innersten. Zunehmend zog ich mich aus unserer Freundschaft zurück; hier war auch Hass und Verachtung im Spiel. Nico löste sich von mir und schob demonstrativ seinen Mittelfinger in mich. "Schaut her, Jungs, da haben sogar zwei Finger Platz! Drei…" Ich schrie durchdringend – aber an dieser Waldstelle konnte mich keiner hören. Nico fickte mich mit drei Fingern; er tat dies im Wissen, dass zuvor noch nie ein Mann mich berührt hatte. Dieses "erste Mal" hatte ich mir ganz anders vorgestellt; sie öffneten mich wie eine Heringdose. Dann liessen Abraxas und Ulysses mich los. Nico kramte in seiner Hosentasche und brachte zwei hölzerne Wäscheklammern zum Vorschein. Diese befestigte er an meinen Nippeln. Die kräftigen Klammern verursachten höllische Schmerzen; ich liess mir aber nichts anmerken und biss die Zähne zusammen. Irgendwann würde der Spuk vorbei sein; irgendwann würden sie müde sein, mich zu quälen. "Was habe ich euch denn getan?" hörte ich mich plötzlich schreien. "Nichts, Anita, gar nichts", antwortete Abraxas mit seiner ruhigen Stimme und suchte Blickkontakt mit mir. "Wir… ehm… wollen einfach… wir finden dich einfach geil!" Sie schändeten mich mit dem Hals einer Bierflasche. Liessen rote Waldameisen über meine Brüste und meinen Bauch laufen. Versengten ein paar meiner Achselhaare mit einem Streichholz. Liessen Kerzenwachs zwischen meine Beine tropfen. Nico drückte eine Zigarette an meinem Hintern aus. Abraxas schreckte nicht einmal davor zurück, mit dem Daumen mein Poloch zu traktieren. Der weibliche Anus ist ein absolutes Tabu auf Zakyntos; meine "Freunde" wussten das haargenau. Ich durchlitt seelische Höllenqualen; von meinem Körper habe ich mich an jenem Tag verabschiedet. Seither gehört er definitiv den Männern; ich will ihn nicht mehr. Ich trainiere hart, will möglichst lange attraktiv bleiben, möglichst viele erotische Erzählungen unter euch bringen. Und ich möchte euch zuschreien: So nehmt mich doch endlich! Besorgt es eurer kleinen erozuna-Autorin! Holt euch einen runter! Giesst mir heisses Kerzenwachs zwischen die Beine!
Irgendwann gegen Abend liessen mich meine drei "Freunde" allein. Ausgerechnet mein Vater befreite mich aus meiner misslichen Lage. Wann, Männer, lernt ihr endlich lieben?

Eure Anita

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