Das Open-Air-Konzert

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Das Open-Air-Konzert

Das Open-Air-Konzert

Care

Laut dröhnte die Musik über den öffentlichen Platz in der Zitadelle von Spandau. Die Sonne brannte heiß auf die Besucher des Konzertes nieder und ließ diese immer wieder die Getränkebuden aufsuchen. Jan hatte also gut zu tun. So wie es halt immer im Sommer bei solchen Konzerten war. Normalerweise fand er allerdings die Musik nicht so klasse, waren es doch meist irgendwelche Teeniebands, die da auftraten. Die jungen, dürren Dinger kreischten wie die Verrückten um die Wette, um ja die Aufmerksamkeit der Akteure auf der Bühne zu ergattern, und fanden sich ansonsten ja so was von schön, dass es Jan schon fast übel wurde. Er schätzte schöne Frauen ja, aber doch bitte nicht solche dünnen Gerippe, die noch dazu fast seine Töchter sein konnten.

Doch heute war es mal ein Konzert so richtig nach seinem Geschmack. Musiker der alten Garde gaben sich die Ehre, spielten herrlich schöne Titel der 80ziger und rockten voll ab. Das Publikum war denn auch entsprechend mehr in Jans Alter. Einzig, dass hier die meisten Besucher als Paare auftraten, drückte die Stimmung, wo er doch gehofft hatte mal etwas nettes in seinem Alter kennen zu lernen. Frauen um die Mitte 30 kannten ihren Körper, wussten wie dieser reagierte. Sie zierten sich nicht und es gab einige Frauen, die wirklich echt heiße Feger waren. Na ja, wenn er ehrlich war, so hatte er eher von solchen Frauen gehört, wenn sein Kumpel Dirk mal wieder angab, weil er ja der Stecher schlechthin war. Jan war da eher schüchtern und somit zog er meist den Kürzeren im Gegensatz zu Dirk. Jan ging es auch weniger darum eine Frau abzuschleppen. Er war denn doch schon eher dafür sich auf etwas Ernsteres einzulassen, wenn es denn passte. Allerdings musste er auch vor sich selber zugeben, so einem Stelldichein war er inzwischen nicht mehr ganz so abgeneigt, hatte er doch schon eine Weile keinen richtigen Sex mehr gehabt. Fünf gegen Willi zählte ja nun nicht wirklich.

Während er nun also die dürstende Menge mit Getränken versorgte, schaute er sich denn doch mal so ein bisschen um, schaden konnte es ja nicht. Falls da jemand wäre, mit dem er Augenkontakt aufbauen konnte, wer weiß, in zwei Stunden würde er abgelöst werden, hatte er sein Soll erfüllt, da er dies ja nur als Nebenjob betrieb, und die Frauen, die heute das Konzert besuchten, waren ja endlich mal weniger darauf aus einen Star ins Bett zu bekommen, sondern wollten sich eben einfach nur Amüsieren. Vielleicht hatte er ja Glück.

*

Melanie sah ihre Freundin besorgt an, die immer noch unter Kopfschmerzen zu leiden schien. Die Tablette hatte anscheinend nicht gewirkt und die Sonne tat wohl ihr übriges, dass es nicht besser wurde. Sie hatten sich so auf das Konzert gefreut. Schon am Anfang des Jahres hatten sie abgemacht, dass Melanie nach Berlin kommen und ihre Freundin besuchen sollte, wenn das Konzert stattfand. Sie hatte extra Urlaub genommen, diesen dann sogar vehement verteidigen müssen, weil ja sonst die Mitarbeiter mit Kindern im Sommer immer bevorzugt ihren Urlaub bekamen. Aber diesmal hatte sie „Nein!“ gesagt, schließlich hatte sie die letzten drei Jahre nur im Winter ihre Reisen machen können, also sollte man ihr auch mal entgegen kommen.

Nun war sie also seit drei Tagen in Berlin und sie hatten es sich so richtig gut gehen lassen, waren Shoppen gegangen und Melanie hatte sich endlich mal ein paar neue Klamotten zugelegt und zwar in allen möglichen Variationen. Sie hatten die Wäscheabteilung mit der reizenden Unterwäsche geplündert und dann hatte sie sich auch noch ein paar Sachen für darüber gekauft, denn in ihrem kleinen Kaff gab es kaum Geschäfte und wenn, dann waren sie übermäßig teuer oder total unmodisch.

Als sie zu Hause waren, hatten sie erst mal eine Modenschau gemacht, wobei Sabrina verzückt in die Hände geklatscht hatte, als Melanie das Outfit vorführte, dass sie auf dem Konzert tragen wollte. Sie hatte gesagt, wenn da keiner Anbeißen würde, dann würde sie in ein Kloster gehen, weil dann hätte sie keine Ahnung. Melanie hatte gelacht und gemeint, dass sie da aber nicht mitkommen würde, denn noch hätte sie viel zu viele erotische Träume, die sie ausleben wolle, um Nonne zu werden. Total albern hatten sie dann am Boden gelegen und sich den Bauch vor Lachen gehalten.

Ja, Melanie wollte auf jeden Fall ein wenig Spaß in der großen Stadt, gab es doch in ihrem Ort immer nur die gleichen Trottel, die von Sinnlichkeit und Erotik soviel Ahnung hatten, wie ein Großstädter vom Kühe melken. Nein, sie hatte sich vorgenommen auf jeden Fall auf ihre Kosten zu kommen und Sabrina hatte sie in diesem Unterfangen noch bestärkt, wusste sie doch, dass Melanie die letzten Jahre sehr unter der Trennung von ihrem Freund gelitten hatte. Die Tatsache, dass Melanie nun endlich mal ein wenig Á la Carte genießen wollte, zeigte Sabrina, dass sie diese Sache überwunden hatte. Überhaupt schien Melanie sich was Männer betraf komplett geändert zu haben. Ihren Erzählungen nach, hatte sie Gefallen daran gefunden sich nicht immer gleich auf alles einzulassen, sondern sich doch erst mal unnahbar zu zeigen.

*

Die Band hatte gerade aufgehört zu spielen und Melanie fragte Sabrina, ob sie ihr vielleicht ein Wasser holen sollte, damit sie noch eine Tablette nehmen konnte.

„Ich glaube das nutzt nicht viel, Melli. Ich vertrage diese Sonne nicht, wenn die so direkt auf mich draufknallt. Außerdem bin ich ja schon mit den Kopfschmerzen aufgewacht. Ich glaube es ist besser, wenn ich nach Hause fahre.“

„Na gut, dann lass uns gehen, Süße“, antwortete Melanie und wollte sie schon unterhaken.

„Oh nein, mein Schatz. Du bleibst schön hier, schließlich hast du dich schon das ganze Jahr darauf gefreut. Und außerdem, wer soll dich bei mir zu Hause in deinem tollen Outfit bewundern? Sieh mal die Jungs da drüben wären bestimmt echt traurig, wenn du jetzt gehen würdest, die starren doch schon den ganzen Nachmittag zu dir rüber.“

„Na, die sind ja nun sowieso nicht mein Fall und ich kann dich doch nicht alleine gehen lassen“ , versuchte Melanie einzuwenden, war aber insgeheim froh, dass Sabrina nicht darauf bestand, dass sie mitkam.

„Nix da, du bleibst! Kannst mich ja noch bis zum Ausgang begleiten und einen Haustürschlüssel hast du ja, falls es später wird“, gab Sabrina nachdrücklich, aber trotz der Kopfschmerzen mit einem zwinkernden Auge, zurück.

Also willigte Melanie ein und brachte Sabrina bis zum Ausgang. Auf dem Weg zurück zu ihrem alten Platz wollte sie sich dann noch ein Wasser holen, denn bei dem Wetter war es doch besser ein wenig mehr zu trinken.

*

Jan sah sie schon von weitem gezielt auf seine Bude zukommen. Obwohl es langsam zu Dämmern begann, konnte er genau sehen, wie sie sich mit gekonnten Hüftschwüngen um die Leute herum lavierte, die nun mehr und mehr Richtung Bühne drängten, da sich dort eine bekannte Gruppe formierte. Gerade als sie richtig aus der Menge heraustrat und er sie in vollem Umfang hätte bewundern können, wurde er von der anderen Seite des Tresens gerufen. Als er sich dann wieder umdrehte, da stand sie schon direkt vor der Bude und er konnte nur noch ihren Oberkörper sehen. Sie hatte schulterlange, brünette Haare, die sich in großen Locken um ihren Kopf drapierten und ihr hübsches Gesicht umrahmten. Ein leichter pfirsichfarbener Teint ließ ihre Haut so frisch wie einen Frühlingstag wirken. Ihre Stupsnase kräuselte sich leicht. Volle, glutrote Lippen umrundeten ihren entzückenden Schmollmund und in ihren wundervollen grünen Augen lag ein fragender Blick.

„Äh, was möchtest du?“, fragte er, nur um sich gleich ziemlich blöd vor zu kommen, denn sie antwortete mit einem leicht amüsierten Grinsen, welches ihre süßen Grübchen hervor zauberte, dass sie dies bereits gesagt habe.

„Oh, dass habe ich dann wohl nicht verstanden, sorry“, gab Jan ein wenig zerknirscht zurück.

„Hm, hattest deine Augen wohl woanders.“, neckte Melanie ihn und hob dabei fast wie zufällig ihren Brustkorb an, so dass ihre Brüste sich derart durch ihr weißes Top hindurch drückten, als wollten sie ihm gleich entgegen springen.

Eine leichte Röte überzog sein Gesicht, was ihm sichtlich peinlich war, denn er hatte vorher ja gar nicht auf ihren Brüste geschaut, doch nun konnte er gar nicht anders, als ihren herrlichen Busen, den sie ihm entgegen hob, anzustarren. Sie schien keinen BH zu tragen, denn es waren keine weiteren Träger, als die des Tops zu sehen. Die Tatsache, dass ihre Brüste sich ihm so rund und voll präsentierten, brachte sein Blut in Wallungen.

Mit einem fast schon schelmischen Gesichtsausdruck betrachtete Melanie ihn. Er hatte was, dass sie mächtig antörnte, auch wenn sie sich noch nicht bewusst war, was dieses Gefühl verursachte. Jedenfalls schien er genau der richtige Kandidat für ihr Unterfangen zu sein. Einerseits hatte sie den Eindruck, dass er ein lustiger Typ zu sein schien, denn schon von weitem hatte sie seine Mimik und Gestik studiert, andererseits wirkte er jetzt aber auch ein bisschen Scheu, was sie selber für wundervoll hielt, denn sie mochte es, wenn sie einen Mann reizen konnte. Wenn sie es richtig einschätze, dann würde sie mit ihm ein herrliches Katz und Maus Spiel vollführen können. Allein dies ließ sie schon in eine leichte Erregung geraten, welche sich sofort an ihrem Busen bemerkbar machte. Wie von allein hob dieser sich noch ein wenig mehr an und drückte ihre Nippel durch den Stoff.

Hatte Jan sich eben noch gewünscht, er würde endlich auch mal einem heißen Feger begegnen, so fand er es jetzt gar nicht mehr so klasse, dass sie ihn derart konfus machte. In seiner Hose wurde es mächtig eng, bei diesem Anblick. Ihr wissender Gesichtsausdruck, der ihn fast schon zu verhöhnen schien, behagte ihm gar nicht. Für derartige Spielchen war er sich zu schade, brauchte er doch die Klarheit, ob eine Frau Interesse hatte oder nicht. Dennoch reizte sie ihn ungemein und er sah sich schon im Geiste mit ihr im Bett.

Jan schüttelte seinen Kopf, um wieder klar denken zu können und fragte dann, betont harmlos, nochmals nach ihrem Getränkewunsch.

„ Hm, eigentlich wollte ich vorhin ein Wasser. Aber ich denke, die Sonne ist ja fast weg, kann einem also das Hirn nicht mehr so rösten, dann könnte ich auch ein Bier trinken. Also gib mir mal ein Bier“, flötete Melanie und sah ihn dabei keck an.

Die nächste halbe Stunde hatte Jan gut zu tun, denn die Gruppe machte eine Pause und so stürmten sämtliche Besucher zu den Buden. Er befürchtete schon, dass sie gehen würde, doch Melanie blieb standhaft an ihrem Platz. Hin und wieder schenkte sie ihm einen lüsternen Augenaufschlag, wenn ihre Blicke sich begegneten und so langsam hatte Jan das Gefühl, sie schien wirklich an ihm interessiert zu sein. Er spielte mit dem Gedanken sie nachher noch auf ein Bier in einer der angesagten Musikkneipen einzuladen. Wenn sie ihm keinen Korb gab, dann könnte er darauf hoffen heute Abend doch endlich mal Glück zu haben. Schon der Gedanke, dass er vielleicht noch heute ein erotisches Abenteuer erleben würde, ließ seinen Schwanz erneut an seinem Hosenstall anklopfen.

Endlich kam die Band wieder auf die Bühne und der Andrang an der Bude nahm ab. Jan spülte gerade die Gläser und überlegte, wie er sie am Besten einladen könnte, ohne dass es zu plump wirkte, als er jemanden seinen Namen rufen hörte. Er drehte sich in die Richtung des Rufers, nur um festzustellen, dass es Dirk war, der mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht direkt neben „seinem heißen Feger“ stand. Jan innerlich kochend, denn Dirk schien gerade auf dem besten Weg zu sein ihm diese Perle von Frau wegzuschnappen, so direkt flirtete er mit ihr, trocknete seine Hände ab und kam zu den Beiden rüber.

„Hey Alter, das ist Melanie. Wir haben gerade beschlossen nachher noch ins Brauhaus zu gehen und wollten dich fragen, ob du mitkommst“, sagte Dirk und ließ dabei seinen Blick lüstern über Melanies Körper wandern, welche mit einem honigsüßen Lächeln daneben stand.

In Jan arbeitete es, denn was sollte er denn da noch mitgehen, wenn Dirk die Braut sowieso schon klar gemacht hatte. Die Art, wie Dirk die Schöne mit seinen Augen auszog, sagte ihm doch, dass er eh keine Chance mehr haben würde. Es war eigentlich nicht die Enttäuschung darüber, dass er nun nicht zum Zug kommen würde, sondern eher die Tatsache, dass Dirk Melanie nur als eine weitere Eroberung betrachten würde, die ihn besonders in Wut geraten ließ. Sicher er hatte eigentlich momentan auch nur einen erotisches Abenteuer im Kopf, doch andererseits sagte ihm sein Gefühl, dies könnte etwas viel bedeutenderes werden. Sie weckte in ihm den Wunsch sie zu besitzen, etwas, was er noch nie empfunden hatte. Nun aber, nachdem für ihn klar war, dass Dirk ihm zuvorgekommen war, wollte er nicht auch noch dabei sein und zu sehen, wie der bekam, was er selber begehrte. Schon wollte er verneinend auf die Frage antworten, als Melanie einen Schritt zurückging sich aufreizend drehte und dann mit ihrem entzückenden Schmollmund, seine Antwort anscheinend ahnend, sagte:

„Oh, bitte sag nicht nein, ich würde dich gerne mit dabei haben.“

Was sollte er denn nun davon halten? Sie verwirrte ihn immer mehr. Reichte ihr Dirk etwa nicht? Oder hatte sie immer noch ein Interesse an ihm? Sie sah umwerfend aus in ihrem recht kurzen Rock, der etwas oberhalb ihrer Knie endete und ihre braungebrannten Beine damit gut zur Geltung brachte. Bei ihrer Drehung hatte Jan sehen können, welch wohlgeformter Hintern sich unter dem Jeansstoff abzeichnete und er spürte seine Erregung erneut aufkeimen.

„Ja, also wenn ihr mich so gerne dabei hättet, dann kann ich ja wohl schlecht „Nein“ sagen“, gab Jan nun zurück, immer noch völlig unsicher, ob er sich damit überhaupt einen Gefallen tat.

Melanie drehte sich zu Dirk, legte eine Hand auf dessen Schulter und rief begeistert aus:

„Siehst du, ich hab dir doch gesagt, dass er bestimmt mitkommt, wenn ich ihn bitte.“

Dirk nickte lächelnd, doch Jan konnte genau sehen, dass auch dieser verwirrt schien, und obendrein wohl eigentlich lieber mit Melanie allein ins Brauhaus gegangen wäre, sich aber nicht getraute ihr die Bitte abzuschlagen. Melanie schien selbst für Dirk ein harter Brocken zu sein.
Blieb nur die Frage, was sie eigentlich im Schilde führte? Jan beschloss zwar mitzugehen, aber spätestens dann, wenn sich herausstellen sollte, dass sie nur mit ihm spielte und sowieso Dirk wollte, würde er abhauen. Er war schließlich kein Hampelmann, der nach der Nase einer Frau tanzte. Dies hoffte er wenigstens, denn momentan war durch ihren Gesamtanblick, sein ganzes Blut in Richtung untere Region geflossen und das Denken fiel ihm schwer.

„Wann bist du fertig?“, fragte Dirk nun mehr oder weniger sachlich. Es wurmte ihn, dass dieses Rasseweib darauf bestanden hatte, dass Jan mitkam. Sie hatte ihm gesagt, sie würde nirgendwo mit ihm hingehen, es sei denn Jan käme mit. Und das nachdem er ihr erzählt hatte, dass er Jans bester Kumpel sei, dieser ihm aber nie das Wasser reichen könne in Punkto Frauen. Jan hätte schon lange keine Frau mehr gehabt. Irgendwie schien gerade dies aber Melanie zu gefallen, dabei hatte er doch genau das Gegenteil gewollt. Er hatte sie von der anderen Seite der Bude gesehen und ihr schmachtender Blick auf Jan war ihm nicht entgangen. Wäre sie irgend so ein Mauerblümchen gewesen, dann hätte es ihn nicht gestört, aber diese Frau hatte klasse, sah umwerfend aus und dies hatte in ihm den Jagdinstinkt wachgerufen. So eine, die wollte doch nicht so einen Langweiler wie Jan, die musste einen richtigen Mann haben, der es ihr auch ordentlich besorgen konnte. Dirk kam zu dem Schluss, dass Melanie wahrscheinlich gefallen daran fand Jan ein wenig anzuheizen, sich aber bestimmt darüber im Klaren war, dass sie mit Dirk einen besseren Stecher wählen würde. Somit hatte er ihrer Bitte zugestimmt, auch wenn es ihm nicht wirklich recht war.

Melanie selber konnte solche Idioten wie Dirk überhaupt nicht leiden und sie fand, dass dieser einen ordentlichen Denkzettel bekommen musste, damit er mal merkte, was er eigentlich für ein armseliges Würstchen war. Gut, sie hätte natürlich auch einfach auf das Angebot nicht einzugehen brauchen und sich dann einfach Jan schnappen, aber irgendwie wollte sie es auch diesem nicht so einfach machen, der musste mal aus sich raus kommen und vor allem merken, was er für einen netten Freund hatte. Die Idee mit der Kneipe gefiel ihr, denn dort ließe sich das begonnene Spiel bestimmt gut weiterführen. Etwas versteckt, dabei Dirk süffisant anlächelnd, betrachtete sie Jan aus den Augenwinkeln. Eigentlich konnte sie gar nicht verstehen, warum Dirk die ganzen Weiber abbekam, wenn das was er erzählte keine Lüge war, und Jan anscheinend schon lange keine Frau mehr gehabt hatte. Entweder zog Dirk immer diese Masche ab und die Frauen waren so blöd und fielen darauf rein, oder aber Jan war einfach zu schüchtern, was sie viel eher vermutete. Schlecht sah er nämlich nicht aus. Seine kurzen Haare waren ein wenig struppelig, und der Dreitagebart ließ ihn ein wenig verwegen aussehen. Er hatte einen geilen Knackarsch, der in dreiviertel langen Jeans steckte und unter seinem T-Shirt vermutete sie einen recht muskulösen Oberkörper. Nicht zu muskulös, dass es schon abartig wirkte, sondern eher so, dass es einem heiß und kalt den Rücken runterlief, stellte man sich nur vor, man könnte diesen Haut an Haut spüren. Unwillkürlich wurde ihr Atem heftiger bei dieser Vorstellung. Dirk grinste, dachte er doch tatsächlich es würde an ihm liegen, nachdem er ein wenig dichter an sie heran gerückt war.

Jan hatte wegen Dirks Frage kurz auf die Uhr gesehen und festgestellt, dass er in der nächsten viertel Stunde abgelöst werden würde. Während er nun noch die restlichen Gläser spülte kam auch schon Tom, um seine Aufgaben zu übernehmen. Zwei Minuten später stand er vor Dirk und Melanie. Warum er da eigentlich mitging wusste er immer noch nicht so genau, aber irgendwie hatte er auch das Gefühl, dass es für Melanie besser wäre, wenn er mit dabei war. Dirk konnte manchmal unberechenbar sein. Eigentlich fragte er sich sowieso, warum er sich mit diesem Fiesling überhaupt noch abgab, aber sie waren halt schon seit der Schulzeit befreundet und früher war Dirk ein ganz anderer gewesen. Das er sich nicht mehr für eine feste Beziehung interessierte und die Frauen sammelte, wie andere Postkarten, dass kam erst, nachdem seine große Liebe ihn verlassen hatte. So mies, wie Vicky Dirk abserviert hatte, konnte Jan irgendwie schon nachvollziehen, dass Dirk sich nur noch die Rosinen rauspickte.

„So, dann können wir ja endlich!“, rief Dirk aus und legte wie selbstverständlich seinen Arm um Melanies Schulter. Diese lavierte sich aber elegant dort heraus, hakte von jeder Seite einen der Männer unter und schon waren sie im Begriff das Konzert zu verlassen, welches noch bis tief in die Nacht hinein gehen sollte.

*

Der Weg von der Zitadelle zur Hauptstraße hin bestand aus Kopfsteinpflaster, welches nun für Melanie doch ein kleines Hindernis darstellte. Schon auf dem Weg zum Konzert hatte sie Schwierigkeiten mit ihren hochhackigen Schuhen gehabt, die sie so gerne trug.
Und auch jetzt hakte sie immer wieder mit den Pfennigabsätzen zwischen den Steinen fest.

„Jungs, ich würde die Schuhe am liebsten ausziehen, aber ich habe Angst hier in eine Scherbe oder ähnlichem zu treten“, lächelte sie entschuldigend, als sie nun zum dritten Mal versuchte einen ihrer Schuhe aus dessen Gefängnis zu befreien.

„Tja, vielleicht sollte ich dich tragen, dann kommen wir wenigstens noch heute Abend im Brauhaus an“, grinste nun Dirk, beifallheischend über seine Idee, Melanie an.

„Das geht doch nicht, ich bin doch viel zu schwer“, kam es von Melanie zurück. In ihrem erfreuten Gesicht konnte man allerdings lesen, dass ihr dieser Vorschlag sichtlich gefiel.

„So ein Quatsch! Du bist doch nicht schwerer als eine Feder. Und sehe ich etwa so aus, als wenn ich dich nicht tragen könnte?“, entgegnete Dirk nun und warf sich gekonnt in Pose, sodass man das Spiel seiner Muskeln an seinen Oberarmen sehen konnte, trug er doch nur ein T-Shirt mit sehr kurzen Ärmeln.

Jan sagte nichts. Er hatte schon bei Dirks Vorschlag einen von ihm vielsagenden Blick aufgefangen, der ihm wohl klar machen sollte:

„Alter, wenn sie erst mal sieht, wie stark ich bin, dann hast du eh keine Chance mehr!“

„Wow, was für Muskeln. Na, da brauche ich ja wohl keine Angst zu haben, dass du dir einen Bruch hebst“, säuselte Melanie kokett und war schon dabei ihre Schuhe auszuziehen, während Dirk Jan ein schadenfrohes Grinsen zuwarf.

Melanie kam mit den Schuhen hoch, drehte sich zu Jan und drückte diesem die High Heels in die Hand. Verduzt sah er sie an, nahm ihr die Pumps aber ab.

„Na, du sollst doch auch etwas von mir tragen“, gab Melanie ihm zu verstehen und legte nun ihre Arme um Dirks Hals, sodass er sie auf den Arm nehmen konnte.

Jan die Schuhe von Melanie tragend, Dirk selbige im Arm, setzten sie ihren Weg fort.

Jan wünschte sich, dass Dirk schlapp machen und das Melanie ihm auf Dauer doch zu schwer werden würde. Aber dieser schien eine wirklich gute Kondition zu haben, denn selbst als sie über die alte Grabenbrücke kamen, hatte er noch genug Luft, um sich einen Jux zu erlauben und so zu tun, als ob er sie ins Wasser schmeißen wollte. Melanie juchzte und schien sich auch ansonsten sehr wohl mit Dirks körperlicher Nähe zu fühlen, schmiegte sie sich doch ziemlich offensichtlich an ihn. Dabei ließ sie Jan nicht aus den Augen. Sich köstlich über dessen doch etwas grantigem Gesicht amüsierend, wippte sie mit ihren lackierten Zehen fast vor Jans Nase hin und her, da dieser die Seite gewechselt hatte, um Melanie wenigstens von vorne sehen zu können.

Jan hatte das Gefühl, dass sie dies mit Absicht machte, denn allein die hochhackigen Pumps und dazu ihre lackierten Nägel ließen das Blut durch seine Adern rauschen und brachten ihn fast um den Verstand. Ob sie dies ahnte? Frauen wussten doch ganz genau, wie sie einen Mann heiß machen konnten. Ob sie deswegen, so ungeniert mit Dirk kokettierte? Wollte sie ihn eifersüchtig machen?
Verdammt, was wollte sie denn noch von ihm, wenn sie doch den ach so tollen Dirk haben konnte?

Jan kam sich ziemlich blöd und vor allem wie das fünfte Rad am Wagen vor. Er war eigentlich schon am Überlegen ihr die Schuhe in die Hand zu drücken und sich zu verabschieden, denn länger wollte er sich das Geflirte der Beiden nicht mehr antun.
Doch hin und wieder bekam er von ihr ein geheimnisvolles Lächeln und einen, ja, wie soll man es beschreiben, ich würde sagen, lustvollen Augenaufschlag gesendet, der ihn daran hinderte. Spielte sie nun mit ihm oder mit Dirk? Wollte sie nun etwas von ihm oder von Dirk? Jan stand zwischen zwei Stühlen und hätte er nicht schon längst Feuer gefangen, ihm wäre dies alles hier zu kindisch gewesen.

Als sie an der Hauptstraße ankamen ließ Dirk Melanie wieder auf ihre eigenen Füße runter. Eigentlich tat er dies ungern, aber andererseits war er nun doch ein wenig aus der Puste und somit froh die süße Last wieder loszuwerden.

„Du bist wirklich ziemlich kräftig, mein Lieber. So etwas mögen wir Frauen!“, säuselte Melanie und strich ihm dabei mit ihrer flachen Hand über die Muskeln seines Brustkorbes.
Dirk lächelte sie süffisant an und warf dann, als Melanie sich Jan zuwand, um ihre Schuhe entgegen zu nehmen, diesem ein hämisches Grinsen zu. Jan hörte ihn förmlich sagen:

„Alter, die Schnecke ist meine. Was willst du eigentlich noch hier.“

So langsam war er es leid, sich von den Beiden verarschen zu lassen. Dennoch, er konnte nicht gehen. Verdammt, er war geil auf Melanie. Ihre runden, vollen Brüste, deren Nippel erregt durch den Stoff ihres Tops drückten, ihr herrlicher Hintern, den er nur zu gerne kneten wollte und dazu noch diese wundervollen, langen und braungebrannten Beine mit diesen entzückenden Füßen, deren Nägel in einem knalligen Rot schimmerten, hatten seinen Verstand außer Gefecht gesetzt. Er hätte sonst was drum gegeben, sie endlich für sich zu haben. Ja, es verlangte ihm danach, sich aufs lustvollste mit ihr zu vergnügen.

Irgendwie musste er sich etwas einfallen lassen, um Dirk auszustechen. Vielleicht konnte er sie für sich gewinnen, wenn er sie ein wenig heiß machte? Und wenn er ihr nun die Schuhe wieder anzog und dabei leicht über ihre Beine strich? Viele Frauen hatten gerade an ihren Beinen sehr erogene Zonen. Ein Versuch war es wert! Selbst wenn er heute noch ausgebootet werden würde, von diesem elendigen Dirk, dann hätte er zumindest etwas zum Träumen. Er würde ihre geilen Füßen und Beine berührt haben.

Melanie stand immer noch da und wartete mit ausgestreckter Hand auf ihre Schuhe. Dirk lachte und meinte:

„Ey Alter, träumst du oder was? Wir wollten hier keine Wurzeln schlagen.“

Jan lief rot an und ging schnell in die Hocke. Dann fasste er den Ersten ihrer zarten Füße an den Fesseln und zog diesen auf sein Knie. Sanft setzte er den Schuh an und schob ihn über ihre lackierten Nägel, welche nur kurz aus seinem Blickfeld verschwanden, da ihre Pumps vorne offen waren. Während er nun den Schuh zärtlich über ihre Hacke streifte, ließ er seine andere Hand streichelnd an ihrer Wade hoch wandern. Jan schaute kurz zu ihr auf und was er dort sah, ließ seine Hoffnung auf eine Chance, sie doch noch für sich zu gewinnen, erneut aufblühen. Ein vor Geilheit glühender Ausdruck hatte sich in ihren Blick geschlichen, während sie ihn übers ganze Gesicht anstrahlte. Als er dann mit dem zweiten Schuh dieselbe Prozedur vollzog, da spürte er unter seinen brennenden Fingern die Gänsehaut, welche sich über ihren ganzen Körper ausbreitete.

Melanie stieß einen Seufzer der Lust aus. Obwohl sie versucht hatte dies zu vermeiden, konnte sie ihn nicht unterdrücken. In dem Moment, wo Jan sie an ihren Füßen und Waden berührte, da spürte sie genau, dass er ihre erste Wahl war und blieb. Dieses kurze Intermezzo an Streicheleinheiten hatte ihren Körper zum Lodern gebracht. In ihr tobten die Flammen der Begierde und sie schalt sich eine dumme Kuh, dass sie auf Dirks Einladung eingegangen war. Sicher dieser hatte sie ein ziemliches Stück getragen, dennoch hatte sie in seinen Armen nichts weiter gefühlt. Im Gegenteil, wenn sie nicht Bange um ihre Füße und ihre Schuhe, welche nicht gerade billig gewesen waren, gehabt hätte, sie wäre sofort lieber wieder selber gelaufen. Zwischen Dirk und ihr gab es keine Chemie. Doch zwischen ihr und Jan, da war etwas, dass sie in eine unglaubliche Lust auf Sex trieb. Am liebsten hätte sie Dirk jetzt hier stehen lassen und sich Jan geschnappt, um sich mit ihm in wilder Ekstase ihrem Verlangen hinzugeben. Wie er da so vor ihr kniete, seine Hände an ihren Füßen und Waden und dann dieser durchdringende Blick, der ihr zeigte, ihm ging es genauso, da wollte sie nur noch ihn.

„Können wir denn jetzt mal weiter? Ich meine, wir bekommen wahrscheinlich eh schon keinen Tisch oder Platz mehr, aber wenn wir uns nicht bald mal auf die Socken machen, dann ist es so voll, dass wir gar nicht erst reinkommen, vor allem weil auch Kirmes ist“, brummte Dirk, dem nicht entgangen war, was sich da zwischen Jan und Melanie abspielte. Dies war ihm ja nun noch nie passiert, dass der schüchterne Jan ihm wohlmöglich eine solche Perle wegschnappte. Er war nicht gewillt dies zu zulassen.

„Oh, Kirmes? Ich liebe Kirmes. Ich finde die Gerüche nach gebrannten Mandeln und all dem anderen Zuckerzeug so klasse. Wo ist denn die Kirmes?“, fragte nun Melanie. Ganz stimmte dies nicht mit der Kirmes, aber irgendwie musste sie sich ablenken, sonst würde sie noch verrückt werden vor Lust.

„Die Kirmes ist auf einem Platz direkt vor dem Brauhaus. Also meinetwegen können wir“, erwiderte Jan, nachdem er sich wieder erhoben hatte. In seinem Magen tanzten Schmetterlinge und er hatte das Gefühl gleich abzuheben. Es hatte ihr gefallen! Sie war sogar ein wenig erregt gewesen, er hatte es genau spüren können. Vielleicht, ja vielleicht hatte er heute mal Glück und nicht Dirk. Der Gedanke ließ ein Grinsen in seinem Gesicht aufkeimen, welches genau auf Dirk traf. Dieser beeilte sich nun Land zu gewinnen und ergriff Melanies Hand, während er fast überschwänglich rief:

„Na, was für ein Zufall. Ich gehe auch gerne auf die Kirmes. Also auf, lasst uns zum Rummel gehen.“

Schon zog er sie mit sich, sodass Jan hinter ihnen zurück blieb. Dieser trottete hinterher und ärgerte sich, dass Melanie sich schon wieder zu amüsieren schien, denn sie lachte lauthals.

An der Juliustummbrücke holte Jan die Beiden dann endlich ein, denn Melanie hatte Dirk gestoppt, um sich die Ausflugsdampfer anzusehen. Nur kurz schaute sie zu Jan auf und lächelte. Schnell senkte sie ihren Kopf wieder, denn schon überkam sie die Lust erneut, als sie spürte, wie seine blauen Augen sie vollkommen durchdrangen. Obwohl der Ausdruck in seinem Gesicht ihr auch noch etwas anderes verdeutlichte, nämlich, dass er auch ein wenig ärgerlich zu sein schien, reichte es ihr noch nicht. Er sollte verdammt noch mal endlich aus sich raus kommen, sollte ihr zeigen, wie sehr er sie begehrte. Also musste sie ihn noch weiter triezen, musste sie weiter mit ihm spielen, auch wenn er doch längst schon gewonnen hatte.

Erneut hakte sie sich nun bei „ihren Jungs“ unter und bald schlenderten sie am Kolk vorbei, welches die ursprüngliche Altstadt von Spandau war. Schon von weitem konnten sie das rote Backsteinhaus, welches das Brauhaus war, sehen und je näher sie kamen, desto mehr konnten sie hören, dass auf dem Rummel einiges los zu sein schien.

Endlich auf der Kirmes angekommen schlenderten sie erst mal über den Platz, betrachteten die einzelnen Buden und Fahrgeräte, wobei die Karussells für die kleineren Kinder schon geschlossen waren. Dirk steuerte auf eine Schießbude zu und gab dabei mächtig an, dass er Melanie mindestens 10 Rosen schießen würde. Melanie selber hasste nichts mehr als solche Plastikblumen, doch gab sie das nicht zu, sondern lächelte Dirk nur kokett an, während ihre Augen funkelnd Freude über dessen Angebot bekundeten, denn sie hatte genau gesehen, wie Jan seine Augen verdreht hatte bei Dirks Angeberei. Sie stellte sich neben Dirk und feuerte ihn an, bedankte sie bei jeder Rose, die er ihr schenkte überschwänglich und tat so, als würde sie Jan, welcher an einer Ecke der Bude wartete und dem Treiben mit missmutiger Miene zusah, gar nicht wahrnehmen.

„Mein Gott, was für ein Blödsinn für solche Staubfänger Geld auszugeben. Wenn schon, dann würde ich ihr wenigstens echte Rosen schenken“, dachte dieser so bei sich.

Dirk hatte gerade die achte Rose an Melanie überreicht und holte sich seine Belohnung, eine Umarmung, ab, als Jan endgültig die Nase voll hatte. Ohne ein weiteres Wort wollte er sich verdrücken. Er war schon einige Schritte von der Bude entfernt, als er Dirk rufen hörte.

„Hey Alter, finde ich gut, dass du uns schon mal ein Bier besorgen willst. Wir kommen gleich nach.“ Damit drehte er sich Melanie zu und sagte laut:

„Hier meine Schöne, deine 9. Rose und nun bekommst du noch Nummer 10, dafür will ich dann aber einen Kuss.“

Jan hatte sich den Beiden nach Dirks Bierbestellung zugewandt und stand nun mit offenen Mund da, so sehr war er von dessen Dreistigkeit geschockt. Er wartete auf Melanies Reaktion. Auch sie schien für einen Augenblick einer Antwort beraubt, fasste sich aber schnell wieder.

„Na, wollen doch erst mal sehen, ob du die Nummer 10 auch holst.“, gab sie nun zurück.
„Sie hat nicht „Nein“ gesagt!“, verkündete Dirk daraufhin.

Am liebsten hätte Jan ihm in seine grinsende Fesse geschlagen. Nur wegen Melanie hielt er sich zurück. Diese hielt seinem Blick mit ihren beeindruckenden grünen Augen, beleuchtet durch die Budenlichter, stand. Was dachte er nun? Was bewirkte die Vorstellung in ihm, dass sie Dirk küssen würde?

 

 

 

 

Jans Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, die ihr deutlich zeigte, was er davon hielt. Würde ihm nun endlich der Kragen platzen? Würde er nun endlich klar stellen, dass er mehr von ihr wollte, als nur einen Besuch auf der Kirmes und im Brauhaus? Melanie hoffte es sehr, denn eigentlich wollte sie Dirk loswerden und sich mit Jan vergnügen.

Doch das Einzige was Jan tat, war sich umzudrehen und die nächste Bierbude anzusteuern. Was sollte er auch tun? Dirk hatte ihm ja mit der Bitte Bier zu bestellen quasi keine andere Wahl gelassen. Sich nun auch noch anzusehen, wie Melanie ihn küsste, das wollte er auf keinen Fall. Er war es doch, der ihre entzückenden Lippen schmecken und ihren herrlichen Schmollmund erforschen wollte. Warum musste der Abend so enden, wo er doch so hoffnungsvoll angefangen hatte?

Kaum stand das Bier vor seiner Nase, da hörte er auch schon die Beiden sich zu ihm gesellen. Melanie mit einem träumerischen Blick und Dirk mit um ihre Hüften geschlungenen Arm. Gönnerhaft schlug Dirk Jan auf die Schulter, als wollte er sagen:

„Mach dir nichts draus, Alter.“

Jan verteilte das Bier und prostete ihnen zu, obwohl er am liebsten Dirk das Bier ins Gesicht geschüttet hätte. Warum ließ sie es zu, dass Dirk so ganz selbstverständlich seinen Arm um ihre Hüften legte? Warum ließ ER dies zu?

Ihm war der Abend gründlich versaut und er wollte nur noch nach Hause. Jan leerte sein Glas und überlegte, wie er ohne große Erklärung verschwinden konnte, als Dirk ihm ein weiteres Bier in die Hand drückte. Dann gab er auch Melanie ein Zweites und stahl sich dabei einen weiteren Kuss von ihren bezaubernden Lippen. So schnell hatte Jan gar nicht reagieren können und sich umdrehen, um es nicht zu sehen.
Es reichte, er war kein Hampelmann und auch wenn er noch so geil war, er würde jetzt gehen.

„Ich muss mal eben kurz zum Klo“, erklärte er den Beiden, als er sein Bier abstellte und sich dann durch die Menge zwängte. Kein Blick mehr in Melanies Augen, kein Abschied. Nichts. Nur noch weg.

*

Langsam schlenderte er, völlig in Gedanken versunken, in die Altstadt zurück. Mittlerweile war es ihm egal, ob er das Gefühl gehabt hatte, dass Melanie der gestohlene Kuss so gar nicht gefallen hatte. Wer weiß, vielleicht war es vorhin an der Schießbude ganz anders gewesen. Vielleicht hatte es ihr dort ja gefallen. Nein, er wollte nicht mehr an Melanie denken. Sollte sie doch glücklich werden mit diesem Ekel. Ohne es beabsichtigt zu haben, stand er plötzlich vor seiner Lieblingscocktailbar.

„Ach was solls, ich genehmige mir jetzt einen“, dachte er und kehrte dort ein. Knirschend rieb sich der Sand, womit die Cocktailbar ihren Boden betreut hatte, damit dieser Urlaubsfeeling verbreiten konnte, unter seinen Sandalen. Es war heiß in dem Laden und auch eine Menge los, doch er ergatterte noch einen Platz direkt am Tresen und ließ sich, sehr zur Verwunderung des Barkeepers, einen Whiskey pur geben, einen Doppelten.

*
„Findest du nicht, dass Jan schon ziemlich lange weg ist?“, fragte Melanie nach 30 Minuten. Vergeblich hielt sie Ausschau nach ihm und ihr schwante plötzlich, dass sie wohl übertrieben hatte mit ihrem Spiel. Sie hätte es beenden sollen, als sie gewahr wurde, dass er die gleichen Empfindungen hatte wie sie.

„Oh, also wenn er sich nicht verlaufen hat und das glaube ich weniger, dann ist der liebe Jan wohl nach Hause getigert. Verlieren ist halt nicht seine Stärke, Schätzchen. Glaube mir, mit dem hättest du auch keinen guten Fang gemacht. Schau mich an. Wer will da schon Jan!“, antwortete Dirk mit stolzgeschwellter Brust und presste dabei Melanie an sich, um ihr zu zeigen, dass er doch genau der Richtige für sie wäre.

Jetzt reichte es Melanie. Sie war sauer auf Jan, weil er einfach gegangen war. Sie war sauer auf Dirk, weil dieser sich einbildete, dass er der Traummann schlechthin war, oder besser der Stecher schlechthin, wie sie immer wieder die letzte halbe Stunde erfahren musste, wenn er sie an seine Härte presste, um ihr zu zeigen, dass er sie gerne vögeln wollte. Aber allen voran war sie sauer auf sich. Sie hatte doch selber Schuld, dass sie sich auf diesen Arsch eingelassen und damit Jan verletzt und vertrieben hatte. Melanie lavierte sich aus seinem besitzergreifenden Arm heraus, stellte sich direkt vor Dirk hin, die Hände in die Hüften gepresst und sagte in kaltem Ton:

„Wenn du es genau wissen willst, Dirk. Ich bin diejenige, die Jan will. Du bist ein Angeber und ein Idiot. Du kannst ihm in keiner Weise das Wasser reichen. Und jetzt entschuldige mich.“

Damit schmiss sie ihm die Rosen vor die Füße, zwängte sie sich an ihm vorbei und verließ den verdutzt dreinschauenden Dirk.

Sie hatte Mist gebaut, dass war ihr klar und sie würde ihre Taktik gegenüber Männern überdenken müssen. Nie wieder würde sie sich einem Mann gegenüber derart Verhalten, wenn sie mehr für ihn empfand.

Langsam ging sie weiter in Richtung Kolk, von wo aus sie sich ein Taxi besorgen wollte, kannte sie sich doch hier nicht weiter aus, und sie hatte hier am Brauhaus kein Taxi sehen können. Vielleicht hätte sie sich auch eins bestellen müssen? Zu Hause in ihrem kleinen Ort war es ja so, dass man sich das Taxi bestellen musste. Sie hatte immer gedacht, dass man das in der Großstadt nicht brauchte, standen solche doch meist bei größeren Veranstaltungen immer schon bereit. Das die Taxis genau auf der anderen Seite des Brauhauses waren, das konnte sie ja nicht ahnen.

*
Es grummelte schon eine ganze Weile und von weitem konnte man die Blitze über die Stadt ziehen sehen. Der Wind hatte aufgefrischt, nachdem es den ganzen Tag über schwül gewesen war und brachte eine angenehme Kühle auf die Haut. Der Gedanke, dass sie wohlmöglich gleich in ein Gewitter geraten würde, ließ Melanie schneller gehen und immer wieder nach einem Taxi Ausschau halten. Wieso hatte sie nicht am Brauhaus mal jemanden wegen einem Taxi gefragt? Dann wäre sie jetzt schon längst bei ihrer Freundin. Mit der U-Bahn, mit der sie vorhin gekommen waren, da kannte sie sich nun so gar nicht aus. Sie wusste nicht, wo sie erstens einen U-Bahnhof fand und zweitens nicht, wo sie aussteigen musste. Auch hatte sie in ihrer Wut über sich selber nicht weiter nachgedacht und war einfach gegangen. Doch nun stellte sie fest, dass sie gar nicht mehr genau wusste, wo sie überhaupt war. Irgendwo in der Altstadt, ja, aber wo waren die Taxis? Sie hätte ja gefragt, aber die Zeit war mittlerweile soweit fortgeschritten, dass kaum noch jemand auf der Straße war und wenn, dann waren es meist Betrunkene, die sie nicht unbedingt ansprechen wollte. So irrte sie durch die kleinen Straßen, deren Cafés, Bistros und Eisdielen alle geschlossen waren.

Erste Regentropfen benetzten ihre Haut, während das Gewitter sich, Gott sei Dank, für eine Richtungsänderung entschieden hatte und abzog. Trotzdem nahm der Regen mehr und mehr zu und binnen weniger Minuten hatte sich aus vereinzelten Tropfen ein Regenstrom entwickelte, welcher Melanie nun bis auf die Haut durchtränkte. Sie musste irgendwo Schutz suchen, also begab sie sich in das nächstbeste Etablissement, welches geöffnet war.

Sie fand sich in einer Cocktailbar wieder, die einen an Urlaub, Sommer, Sonne und Strand erinnerte. Palmen, Reggaemusik, jamaikanischer Stil und vor allem der Sand auf dem Boden der Bar brachten dieses Feeling rüber. Es war zwar ziemlich voll in der Bar, dennoch hatte sie kein Problem damit zum Tresen zu kommen. Sie würde sich ein Taxi bestellen, damit sie dann endlich zu ihrer Freundin käme und somit diesen unliebsamen Abend beenden konnte.

„Hallo, könnten Sie mir bitte ein Taxi bestellen?“, rief sie dem Barkeeper zu, damit er sie durch die Musik hindurch verstand.
„Tut mir leid, das geht nicht. Hier dürfen keine Taxis halten. Hier ist eine Fußgängerzone“, antwortete ihr der Barkeeper.

Damit hatte Melanie nicht gerechnet. Was sollte sie denn nun machen? Irgendwie musste sie doch zur Wohnung ihrer Freundin kommen. Also musste sie wohl doch die U-Bahn nehmen und das jetzt, wo sie so vollkommen durchgeweicht war. An sich runterschauend, konnte sie sehen, wie ihre Vorhöfe dunkel durch den weißen, nassen Stoff ihres Tops schimmerten, da sie keinen BH trug. Nicht, dass es ihr peinlich war, aber wer wusste schon, was für Kerle sich dort in der U-Bahn aufhielten. Da es schon seit Tagen so heiß gewesen war und es auch nachts keine große Abkühlung gab, hatte sie nicht mal eine leichte Jacke mitgenommen. Als sie noch so grübelte, was sie nun tun sollte, hörte sie plötzlich jemanden ihren Namen aussprechen.

*

Jan hatte sich nach seinem Doppelten zwar noch einen bestellen wollen, dies dann aber gelassen. Er hatte keine Lust morgen mit einem dicken Kopf herumzulaufen. So hatte er bezahlt und noch mal kurz die Toilette aufgesucht, aus der er nun gerade zurückkam. Er wollte sich auf den Heimweg machen, als er Melanie am Tresen stehen sah. Sie war allein, keine Spur von Dirk. Auf der Toilette war dieser auch nicht gewesen. Hatte sie Dirk etwa den Laufpass gegeben? Wieso war sie jetzt hier?

Je näher Jan ihr kam, desto mehr konnte er sehen, dass sie völlig durchnässt war.

„Melanie?“, fragte er zögernd, wusste er doch nicht, ob es ihr recht war, dass sie hier auf ihn traf.

Melanie drehte sich um und im ersten Moment sah sie ungläubig aus, im zweiten überzog ihr Gesicht ein strahlendes Lächeln.

„Jan, schön dich zu sehen“, begrüßte sie ihn nun und schob sich dabei eine nasse Haarsträhne aus ihrem Gesicht.

„Was machst du hier? Wo ist Dirk?“, fragte Jan, während seine Augen über ihren Oberkörper wanderten und er von einer Welle der Erregung erfasst wurde, zeichneten sich doch ihre Brüste, samt Vorhöfen und steifen Nippel überdeutlich auf ihrem durchnässten Top ab.

„Ich bin in den Regen gekommen und habe hier Zuflucht gesucht. Eigentlich wollte ich mir hier ein Taxi bestellen. Man soll es ja nicht glauben, aber in dieser ach so großen Stadt gibt es nirgends ein Taxi. Leider kann ich hier aber auch keines bekommen, ist `ne Fußgängerzone. Aber das weißt du ja bestimmt“, redete Melanie drauf los. Sie war aufgeregt, hatte sie doch nicht gedacht, ihn je wiederzusehen, und nun traf sie Jan zufällig hier. Sein Blick, der sie wie gebannt musterte entging ihr nicht. Ebenso wenig, wie der Ausdruck seiner Augen, der auf einmal sehr lüstern wirkte. Es erregte sie ungemein und sie konnte fühlen, wie sich ihre Nippel mehr und mehr versteiften. Gott, kaum hatte sie ihn gesehen, schon war sie wieder geil.

Ohne sich selber darüber bewusst zu sein, hatte Jan einen Pfeiflaut von sich gegeben und war anschließend mit seiner Zunge über seine Lippen gefahren, so sehr reizte ihn der Anblick des nassen Stoffes, welcher eng auf ihrer Haut lag und somit die Konturen ihrer Figur nachzeichnete.

„Hörst du mir eigentlich zu?“, fragte Melanie nun, nicht ohne ihm ein amüsiertes Lächeln zu schenken. Wenn sie je einem Mann gesehen hatte, dem der Satz „Ich bin geil“ ins Gesicht geschrieben stand, dann war es Jan in diesem Augenblick.

„Ähm, ja du ….ähm, Taxi?“, stammelte Jan. Es war ihm peinlich, dass er so offensichtlich nicht zugehört hatte und noch dazu hatte er so das Gefühl, dass Melanie genau wusste, dass er sie in Gedanken gerade ausgezogen und sich ihrer herrlichen Brüste bedient hatte. Um diese Peinlichkeit zu überspielen fragte er nochmals nach Dirk, obwohl es ihm scheißegal war, wo der sich rum trieb. Alles was er wollte, war diese bezaubernde, sexy Frau. Jetzt!

„Den Idioten habe ich auf seinem geliebten Rummelplatz stehen lassen mit samt seinen Rosen. Jan, es tut mir leid. Ich meine, ich habe dich verletzt. Ich habe gespielt und ich habe übertrieben. Ich wollte doch gar nichts von Dirk. Ich habe von Anfang an dich gewollt.“

Wie durch einen Schleier vernahm er ihre Worte, die sein Herz immer lauter pochen ließen, in sich auf, während er einfach nicht den Blick von ihrem jetzt transparenten Top nehmen konnte. Heiße Wellen der Lust durchfluteten seine Lenden, als er versuchte die Bedeutung ihrer Worte zu begreifen.

Melanie trat einen Schritt dichter und legte eine Hand auf seinen Oberarm. Mit der Anderen wanderte sie hinter seinen Kopf und zog ihn zu sich herunter.

„Küss mich!“, wisperte sie .

Nur zu gerne ließ er sich auf ihre Bitte ein und senkte seine Lippen auf ihre nieder. Erst noch ganz vorsichtig, als wenn sie zerbrechlich wäre, berührte er sie. Doch schon Sekunden später drängte sich seine Zunge in ihren Mund und fand ihr gegenüber. Ihre Zungen spielten umeinander, umkreisten sich und kosteten die Wonnen des ersten Kusses aus. Fiebernde Gefühle ließen beide miteinander verschmelzen und sich gegenseitig erforschen. Jan schlang seine Arme um Melanie und presste sie dichter an sich heran. Ihre nasse Bekleidung tränkte sein T-Shirt und seine Hose und er hatte das Gefühl sich noch nie so zu Hause gefühlt zu haben, wie in diesem Moment. Er wollte sie jetzt und sofort!

Kurz löste er sich von ihr und sah ihr tief in die Augen.
„Ich will dich so sehr, dass ich das Gefühl habe gleich zu explodieren, Melanie.“
„Ich will dich auch, Jan!“, erwiderte Melanie und schmiegte sich noch dichter an ihn. Seine Wärme legte sich um sie und sie fühlte sich so geborgen in seinen Armen.

Nur für einen kurzen Moment fanden sich ihre Lippen wieder, um die Bedeutung ihrer Worte zu besiegeln, dann löste Jan sich notgedrungen von ihrem köstlichen Mund, ergriff ihre Hand und sagte: „Komm!“

Es regnete immer noch, als sie die Bar verließen, aber nun war es Melanie egal, im Gegenteil, sie fand es sogar herrlich. Während sie nun Arm in Arm die kleinen Gassen entlang schlenderten, wobei Melanie keine Ahnung hatte, wo sie überhaupt hin wollten, da musste sie auf einmal Lachen.

Jan blieb stehen, drehte sich ihr zu und sah sie verwirrt an.
„Was ist so komisch?“
„Ich musste nur gerade an Dirks verdutztes Gesicht denken, wie ich ihm die Rosen vor die Füße geworfen habe. Ich glaube, einen solchen Korb hat er noch nie bekommen.“

Kurz lachte nun auch Jan auf, aber eigentlich war ihm nicht nach Lachen. Ihn gelüstete nach etwas ganz anderem. Sie standen in der Nähe einer Straßenlaterne und in diesem Licht, da sah Melanie atemberaubend aus. Ihre grünen Augen funkelten, ihr Top hatte sich aufgrund des Regens noch enger um ihre ansonsten nackten Brüste geschmiegt und ließ nun kein Zweifel mehr aufkommen, dass dies die wundervollsten Melonen waren, die er je gesehen hatte. Überhaupt war dieser Anblick von einer solchen Erotik geprägt, dass sein kleiner Freund in seiner Hose, so gar nicht mehr klein sein wollte. Energisch drängte er sich gegen den Stoff und bat um mehr Spielraum. Auch Melanie hatte aufgehört zu lachen, als sie Jan nun so im Licht der Laterne sah. Seine Haare struppelig und glänzend vor Nässe, mit seinem klatschnassen Shirt, welches deutlich seinen gar nicht so unmuskulösen Oberkörper zeigte und dieser Beule, die in seiner Hose zu schwellen begann, wirkten auf Melanie derart sinnlich, dass sie sofort erneut in dieses Verlangen nach ihm, nach mehr verfiel. In ihrem Schoss spürte sie dieses altbekannte Zucken der Geilheit. Schweigend betrachteten sie sich gegenseitig und wie in Zeitlupe kamen sich ihre Münder näher und näher. Kurz bevor sie aufeinander trafen, flüsterte Jan heiser:

„Ich will mit dir schlafen. Jetzt und hier.“
„Dann tu es, Jan. Schlaf mit mir. Nimm mich endlich, ich bin schon den ganzen Abend geil auf dich.“

Wild und leidenschaftlich verbanden sich ihre Lippen zu einem erneuten Kuss. Ihre Zungen sich gegenseitig einsaugend, wieder abstoßend und dann doch zu einem weiteren Tanz auffordernd, küssten sie sich voller Lust und Hingabe. Ihre Hände gingen auf Wanderschaft, ertasteten das, was sie am Meisten begehrten. Jan ihre Brüste. Melanie seine Beule.

Als sie sich voneinander lösten, ergriff Jan erneut ihre Hand und zog sie in eine Gasse, von der er wusste, dort gab es kleine Kellereingänge, wo sie ungestörter waren, falls doch mal jemand vorbei kommen sollte.

Schon oben an der Treppe zu einem solchen Eingang, konnten sie erneut die Finger nicht von einander lassen. Mit fliegenden Händen öffnete Melanie Jans Hosenknopf und zerrte den Reißverschluss herunter, während seine Finger sich unter ihr Top schoben und den klatschnassen Stoff von ihrer Haut trennte, auf dem Weg zu ihrem Busen. Mit beiden Händen umfasste er ihre runden, festen Brüste, knetete sie mit seinen Fingern und ließ seine Daumen über ihre Nippel gleiten. Das Ganze wurde vom leidenschaftlichen Spiel ihrer Zungen unterstrichen. Melanie wanderte mit ihrer rechten Hand am Saum seiner Unterhose entlang und kroch dann hinein. Ganz langsam fuhr sie an seiner Härte entlang. Noch hatte sie nicht viel Spielraum, da seine Jeans bislang ja nur geöffnet war.

„Warte!“, flüsterte er zwischen ihren Küssen und nahm dann ein wenig Abstand ein. Schon hatte er seine Sandalen von den Füßen gestreift und ließ die Hose folgen.
Melanie hatte allerdings nicht gewartet, sie war die Treppe ein paar Stufen heruntergegangen und sah nun zu ihm hinauf. Während ihre Hände sich den unteren Rand ihres Tops griffen und sie dieses nun über ihren Kopf zog, folgte Jan ihr Stufe um Stufe. Unterwegs entledigte er sich seines T-Shirts. Achtlos warf er dieses über Melanies Top, welches nun auf dem Gestänge des Treppengeländers baumelte.

Jan griff nach Melanies Hand und zog sich an sich, wodurch sie eine Stufe höher treten musste. Es war ein herrliches Gefühl ihre nackten Brüste an seinem nassen Oberkörper zu spüren und er zog sie noch dichter an sich. Melanie hatte ihre Hände auf seinen Hintern gelegt und presste seine Härte gegen ihren Schoß.

„Gott, ich will dich so sehr, Melanie. Küss mich, immer und immer wieder“, raunte er ihr zu.

Sie sog an seinen Lippen, zeichnete diese mit ihrer Zunge nach und ließ sich dann in einem von ihm geforderten wilden Kuss hineinfallen. Ein Stöhnen kam über ihre Lippen, als sie spürte, wie er an ihrem Hintern den Reißverschluss ihres Rockes herunter zippte. Gleich darauf fuhren seine Hände an dem Saum entlang bis zu ihren Hüften und streifen den Rock herunter. Melanie löste sich von seinem gierigen Mund und stieg aus dem Rock heraus. Dabei ging sie zwei Stufen nach unten und zog Jan mit sich. Fast hatten sie einen trockenen Raum, durch die Überdachung des Einganges erreicht, aber noch fiel der Regen auf sie nieder und benetzte weiterhin Melanies köstliche Haut. Jan trat nun die restlichen Stufen herunter und betrachtete sie. Ihre Haare kräuselten sich ob der Nässe und in Perlen rann das Wasser an ihrem wunderschönen Körper gen Boden. Jeder Tropfen, der an ihren steifen Nippeln abperlte, verursachte einen kleinen Seufzer der Lust, welcher sich dann von Melanies Lippen löste.

Sie war ein erotischer Traum, wie sie so da stand in ihren High Heels, in denen ihre lackierten Fußnägel wohnten und nur noch mit einem weißen String bekleidet, welcher mittlerweile durch die Nässe mehr zeigte, als er verbarg. Deutlich konnte Jan den schmalen Streifen ihrer Schamhaare ausmachen. Ebenso zeigte sich ihre Spalte gezeichnet vom Stoff, welcher durch die Nässe sich eng um ihre Haut schloss. Von oben wurde ihre gesamte Statur durch eine Straßenlaterne beleuchtet.

Jan gab einen Zischlaut von sich. Seine Geilheit kannte keine Grenzen mehr und sein Schwanz auch nicht. Dieser drängte sich nun aus Jans letztem Kleidungsstück, seiner Unterhose. Es wäre Blödsinn gewesen sie noch länger anzubehalten. Also schob er sie ohne zögern einfach nach unten und präsentierte sich nun in seiner ganzen Männlichkeit „seiner Melanie“.

Sein Anblick war die reinste Verführung. Stolz, aber keineswegs überheblich, wie Dirk, stand er nun da und erwartete sie, nein, er lud sie ein zu einem erotischen Abenteuer. Sein Schwanz zeigte voll ausgefahren auf das Ziel, welches er nun in Besitz nehmen wollte. Melanie sog hart die Luft ein. Niemals zuvor hatte sie es in der Öffentlichkeit getan. Und niemals zuvor war sie so geil gewesen. Langsam kam sie nun auf ihn zu. Stufe für Stufe nehmend, dabei ihre Hüften erotisch kreisend und ihre Brüste sinnlich schwingend nahm sie seine Einladung an.

Bevor sie ihn aber ganz erreichte blieb sie stehen. Sie wollte ihn hier, auf der Treppe, während der Regen auf sie niederprasselte. Genau so, in diesem Ambiente begehrte sie genommen zu werden.

„Komm zu mir“, wisperte sie und begann an ihren Brüsten zu spielen, um ihn anzulocken.

Voller Gier sah er sie an, trotzdem verharrte er an seinem Platz und bewunderte sie weiter. Melanie schob ihre Hände unter ihre Brüste und hob diese ihrem Mund entgegen. Mit lüsternen Blick schaute sie ihn an, während ihre Zunge über ihre Nippel kreiste. Ihr Verlangen wuchs, als sie sah, wie seine Hand sich um seinen Schaft schlang. Er wollte sie reizen, wollte das sie weiter machte und dies gelang ihm auch, denn nun krabbelten ihre Finger an ihrem Oberkörper herunter und streichelten über ihre Oberschenkel. Massierend verwöhnte sie sich und wartete darauf, dass nun auch Jan einen Schritt weiterging. Und er tat es!

Seine andere Hand hatte nun auch ein Spielgerät gefunden und kraulte seine Eier.

„Du bist der Wahnsinn“, raunte er ihr heiser zu.
„Ja? Na, dann pass gut auf, was ich jetzt mache, Darling“, gab sie ihm zurück und zeigte ihm, was sie damit meinte.

Schnurstracks waren ihren behänden Finger unter ihren String gekrabbelt, nachdem sie ein paar mal durch den Stoff hindurch über ihre Spalte fahren war. Noch beließ sie den Stoff wo er war, vielmehr erwartete sie, dass Jan diesen Job erledigte. Und um dies zu erreichen, fuhr sie nun mit ihrem Fingern an ihrem Kitzler vorbei zu ihrem heißen und längst nicht mehr trockenen Loch. Einen Moment rieb sie noch um das vor Erregung geschwollene Fleisch herum, dann drang sie in ihre Höhle der Lust ein. Ein Stöhnen entrang sie ihrer Kehle, als sie langsam aber stetig mit ihrem Finger hin und her stieß. Jan selber auch nicht untätig wichste seinen Schwanz zu diesem Bild. Doch lange wollte und konnte er dies nicht tun, denn er war schon jetzt am Vergehen und wenn er sie nicht bald haben konnte, dann würde er hier explodieren.

Wie in Zeitlupe zog Melanie ihren Finger aus ihrer Lustgrotte. Mit eben diesen winkte sie Jan zu sich.

„Komm her und koste mich, Jan“, lockte sie ihn.

Jan war wie hypnotisiert und begann, kaum war er bei ihr, ihren Finger tief in seinen Mund zu saugen. Ihr Geschmack war herb und geil. Es berauschte ihn und er wollte mehr, doch zuerst holte er sich noch einen Kuss. Langsam sanken sie während des Kusses auf die Stufen nieder, sodass Jan zwischen ihren Beinen zu liegen kam. Ihre Zunge kämpfen wild miteinander und nur ungern ließ Melanie ihn gehen, doch wurde sie gleich darauf belohnt von seinem an ihren Nippeln saugenden Mund. Voller Hingabe widmete er sich ihren Brüsten, knetete sie sanft und ließ seine Daumen über ihren steifen Warzen reiben, während er die jeweils andere Brust mit seiner Zunge umspielte. Melanie stöhnte auf. Sie fühlte diese Liebkosungen durch ihren Körper wandern.

Ihre Hände streichelten soweit wie möglich über seinen Rücken und wuselten durch seine klatschnassen Haare. Immer noch regnete es, aber die Beiden waren längst schon so in ihr Spiel vertieft, dass sie es nicht mehr wahrnahmen.

Jan arbeitete sich küssend, leckend und saugend an ihrem Körper herunter. Doch wenn Melanie auch geglaubt hatte er würde ihr nun den String ausziehen, weit gefehlt. Sie konnte seinen heißen Atem durch den Stoff hindurch auf ihrer Perle und ihren Schamlippen fühlen, doch mehr als ein wenig saugen und blasen bekam sie noch nicht.

Vielmehr wanderte er nun an ihrem einen Bein hinunter und ließ auch diesem seine Liebkosungen zuteil werden. Unten angekommen, küsste er ihre Zehen, welche durch die Öffnung des Schuhs ihn anbettelten sich ihrer anzunehmen. Als er alle durch hatte, wechselte er zum anderen Fuß und vollführte dort dieselben lustvollen Streicheleinheiten, bis er an ihren Oberschenkeln wieder angekommen war. Knabbernd kam er ihrer heißen Grotte näher, während seine Hände nun nach dem Stoff ihres String tasteten, diesen zu fassen bekamen und über ihren Hintern hinweg, an den Hüften vorbei, nach unten beförderten, wo er ihn ihr voller Genuss von den Füßen streifte.

Schon war er wieder bei ihren Oberschenkeln und küsste sich an ihrem wundervollen Fleisch entlang, bis er direkt vor ihrer Scham ankam. Melanie stellte ihre Füße eine Stufe höher und spreizte ihre Beine noch ein wenig mehr, sodass er vollen Einblick und vor allem genug Raum hatte sich ihrer zu bedienen. Tief sog er den Duft ihrer Geilheit ein und vergrub alsbald sein Gesicht in ihr herrlich nasses Paradies. Allein der Geschmack ihres Lustsaftes war schon eine Sünde wert und ließ seinen Schwanz pochen.

Mit seinen Fingern spreizte er ihre Schamlippen auseinander und ließ seine Zunge auf ihrer Perle tanzen. Melanie stöhnte auf und drückte sich weiter in sein Gesicht. Sie wollte mehr, wollte seinen heißen Atem an ihrem empfindlichen Fleisch spüren. Mit der einen Hand hielt sie sich am Geländer fest, während die andere mit ihren erregten Nippeln spielte. Flatternd fuhr seine Zunge an ihren geschwollenen Lippen entlang, saugte sein Mund sich an dieses fest und holte noch den letzten Rest ihres Blutes in diese Region. Seine flinken Finger hatten sich schon längst in ihrer Höhle versteckt und begannen sie langsam aber stetig zu vögeln. Ihr Nektar umkleidete seine Finger und schmatzend kämpfte dieser sich seinen Weg nach draußen, wo er von Jans Zunge aufgefangen wurde. Immer gieriger schleckte er ihren Saft und ließ es sich auch nicht nehmen mit seiner Zunge selber in dem Erzeugerland zu forschen. Als Melanie in die Ekstase geriet und sich zuckend unter ihm wand, da stoppte er sein Unterfangen. So leicht wollte er es ihr nicht machen. Zitternd kam er hoch und sah ihr in die grünen Augen, die er wohl sein Leben lang nicht vergessen würde, solch eine Intensität hatten sie in diesem Augenblick.

„Küss mich!“, kam es heiser von ihm und ein leichtes Grinsen zierte sein Gesicht, wusste er doch, dass sein Mund über und über von ihrem Lustnektar überzogen war.

Melanie kam hoch, nahm seinen Kopf in ihre Hände und ließ ihren wundervollen Schmollmund auf seine Lippen niedersinken. Noch kaum in der Berührung des lustvollen Kusses, kam ihre Zunge hervorgeschnellt und leckte über den köstlichen Überzug. Tanzend umwarben sich ihre Zungen und sogen sich gegenseitig in ihren Mund. Wild und leidenschaftlich hingen sie aneinander, während sein pochender Lusthammer sich gierig nach ihrer Lustgrotte verzehrte und vor dessen Eingang hin- und herbaumelte.

Doch bevor sein Schwanz seinem Verlangen nachgeben konnte, hatte Melanie sich von Jans Lippen gelöst und schob ihn nun zurück. Dann rutschte sie zwei Stufen runter. Noch ein wenig verwirrt, weil er nicht wusste, was dies nun sollte, fand er sich plötzlich über ihr wieder und spürte ihren wundervollen Mund an seiner Eichel saugen. Mit Inbrunst sog sie seinen Schwanz immer tiefer in ihren Schlund. Ihre Zähne knabberten an der straffen Haut seines Schaftes und ihre Zunge spielte um seinen Eichekranz herum, während ihre Hände ihn von der Basis an wichsten und seine Eier massierten. Zwischendurch sog sie ihn dann wieder tief ein oder wechselte auch mal zu den Bällen in seinem Sack, die sie zwischen ihre Zähne nahm oder mit der Zunge rollte. Jans Atem wurde keuchender und er wusste, wenn sie nicht bald aufhörte, dann würde er sich nicht mehr zurückhalten können.

„Gott, Melanie, hör auf. Ich komme sonst“, brachte er stockend hervor und um dies zu unterstreichen, löste er sich von ihrem Mund und holte sie wieder zu sich hoch. Erneut trafen ihrer beider Lippen sich zu einem gierigen Anschlag auf ihre Sinne und diesmal ließ er es sich nicht nehmen, diesen auch in der unteren Region auszuüben. Seinen prallen Schwanz erneut an ihr Tor ansetzend, schob er eine Hand unter ihren Hintern und stieß seinen Lusthammer in ihr heißes Loch. Schmatzend umfing ihr muskulöses Fleisch seinen Speer und ließ diesen nicht mehr gehen. Tief und hart begann Jan sie zu stoßen. Er wollte eigentlich sanfter sein, aber es ging nicht mehr. Zu sehr hatte sie ihn nun aufgegeilt.

Doch schnell merkte er, dass er in dieser Position nicht tief genug kam. Auch war die Lage fast schon ein wenig unbequem durch die Treppe. So stoppte er.

„Magst du dich umdrehen, Melanie?“, fragte er unsicher, ob sie ihm den Gefallen tun würde.

Statt einer Antwort gab sie ihm einen zarten Kuss und kam dann hoch, sodass er sich aus ihr verabschieden musste.

Ihm ihr entzückendes Hinterteil hinstreckend, nahm sie auf der Treppe die Position für den Doggy Style ein. Gott, sie hatte einen wundervollen, prallen Hintern, der geradezu einlud ein wenig Hand anzulegen, kam es Jan in den Sinn, als er seine Hände an ihren Hüften ansetzte und sich erneut in ihrer saftigen Möse verlor. Jetzt kam er bis zum Anschlag mit seinem Schwanz rein und verharrte einen Augenblick, um ihre herrliche Rückenansicht zu genießen, welche von der Straßenlaterne schwach beleuchtet wurde.

„Was ist? Jan, fick mich endlich. Nicht nur du bist kurz vor der Explosion, ich auch“, bettelte Melanie ihn nun an. Als er sich daraufhin trotzdem nicht bewegte, wurde sie energisch.

„Verdammt Jan, mach schon, fick mich durch, vögel mir das Hirn raus. Du verdammter Mistkerl, lass mich hier nicht hängen.“

Jan lachte, er hätte diese Worte nicht aus ihrem Mund erwartet, zumindest nicht jetzt, wo sie sich doch kaum kannten, aber es gefiel ihm ungeheuer gut. Letztendlich trieb es seine Geilheit auch noch weiter an und so ließ er denn mal Gnade vor Recht ergehen und tat, worum er gebeten worden war. Er nahm sie hart ran. Stieß sich tief und immer schneller werdend in sie.

Melanies Stöhnen wurde immer lauter und ihre Beine begannen zu zittern. Schon konnte er das Zucken ihres Lustfleisches an seinem Schwanz spüren, welches mit jedem Stoß zunahm. Ihre sich immer weiter verengenden Muskeln massierten seinen strammen Lusthammer immer intensiver und schon spürte er seine Sahne sich die Rohre entlang schieben.

Melanie hatte einen Hand an ihrem Lustknoten und verwöhnte diesen zusätzlich. Immer höher trieb sie auf den Wellen der Ekstase dahin. Je mehr sie zuckte und stöhnte, je mehr sie an ihrem Kitzler rieb, desto mehr geriet auch Jan in seinen Höhepunkt hinein. Sich selber vergessend und nur noch ihre Lustschreie hörend, klatschte seine Hand auf ihren Hintern, immer und immer wieder, bis er ihren unvermeidlichen Orgasmus hautnah zu spüren bekam.

Ein Schwall ihres Sektes vermischt mit ihrem Lustsaft hatte sich auf die Treppe ergossen und floss nun an seine Füße, während sie zitternd und schreiend ihren höchsten Punkt genoss. Dies war denn nun auch für Jan das Zeichen sich endlich fallen zu lassen in die Süße der frisch geernteten Frucht Namens Orgasmus. Seine Sahne katapultierte sich in mehreren Schüben aus seinem Schwanz und ließ diesen unendlich lange Pochen. Einen Augenblick verharrten sie in der Stellung. Doch dann wollte er ihr einfach wieder in die Augen sehen und ihre köstlichen Lippen schmecken. So zog Jan sich aus ihr zurück, half ihr hoch und drehte sie zu sich um, um das zu tun, wonach ihm gelüstete.

In einem unendlich zarten Kuss versanken sie engumschlungen für eine ganze Weile, bis sie merkten, dass der Morgen schon dämmerte. Schnell zogen sie sich ihre immer noch feuchten Sachen an und Jan begleitete Melanie nach Hause zu ihrer Freundin, denn er kannte ja den Weg, als alteingesessener Spandauer.

Vor der Haustür kramte Melanie ihr Handy raus.

„Lass mich ein Foto von dir machen, damit ich nicht vergesse, wie du aussiehst.“

„Wieso, du glaubst doch wohl nicht, dass ich dich wieder aus den Fingern lasse. Ich will dich wiedersehen. Heute, morgen, jeden Tag“, gab Jan ihr nun zu verstehen und sah sie dabei zärtlich, ja eigentlich total verliebt an.

„Das wäre schön, Schatz. Fakt ist, dass ich heute wieder nach Hause fahren muss. Ich muss morgen schon wieder arbeiten und so können wir uns zumindest heute und morgen nicht sehen. Alles andere wird sich dann ergeben. Nun schau nicht so traurig. Ich will dich doch auch wiedersehen, will dich kennen lernen und noch viel mehr.“

Jan sah sie traurig und auch misstrauisch an. War dies wieder nur ein Spiel gewesen? Ein One-Night-Stand?

“Pass auf, wir tauschen jetzt unsere Handynummern und dann telefonieren wir, wenn ich wieder zu Hause bin, ok?“, schlug Melanie nun vor. Sie kannte Jan noch nicht gut, aber sie hatte so eine Ahnung, was er gerade dachte.

Leider hatte Jan sein Handy nicht dabei. Er hatte es zum Laden angeschlossen und dann zu Hause vergessen gehabt. Somit konnte nur er Melanie die Nummer geben und nicht umgekehrt, denn etwas zu schreiben hatten sie nicht dabei und auf die Idee, sich schnell etwas aus der Wohnung zu holen, kamen sie nicht, konnten sie doch noch gar nicht wirklich klar denken, nach der aufregenden Nacht an diesem Morgen. Auch mag man ja denken, es reicht ja wenn einer die Nummer hat. Leider kommt es oft anders, als man denkt.

Als Melanie nämlich zu Hause aus dem Zug ausstieg und Jan eine SMS schicken wollte, dass sie gut angekommen sei, da musste sie feststellen, dass ihr Handy weg war. Verloren oder gestohlen, sie wusste es nicht. Es tauchte nirgends auf und so hatte das Schicksal es anders gewollte, als die Beiden, denn außer den Vornamen wussten sie nichts voneinander.

Aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung, ganz sicher sogar, aber die wird nicht von mir geschrieben, sondern von einem lieben Freund, einem Spandauer, dem ich diese Geschichte widme.

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