Das Spiel

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Das Spiel

Das Spiel

Martina Bartels

Bewundernd glitt sein Blick über die beiden nackten Frauenkörper die vor ihm lagen. Es war perfekt, einfach perfekt. Wie er sie mit den Seidenbändern aneinander fixiert hatte, wirklich genial. Er war stolz auf sein Werk. Sein Puls beschleunigte sich beim Anblick der nackten Leiber. So harmonisch, so erregend. Ein Kunstwerk, geschaffen von ihm. Sein Atem wurde flach, als er seinen Blick langsam über die Körper schweifen ließ. Nichts entging seinem Auge, wie eine Kamera nahm er alles auf. Fasziniert von der hellen Haut, umgeben von den zarten Rosenblättern...
Er konnte sich nicht satt sehen an diesem Anblick. Es war so erregend, deutlich spürte er seine Lust. Und er wusste über seine Macht. Er genoss sie. Reglos blieb er stehen und betrachtete die beiden Frauen zu seinen Füßen. Er sah ihre Blicke und kannte ihre Gedanken. Wusste, dass sie nur drauf warteten …
Auf ihn warteten, damit er endlich begann. Er zögerte es heraus. Abwartend, erhöhte die Spannung. Ein Lächeln lag auf seinen Lippen. Noch einen kleinen Moment, dann würde er beginnen. Dann würde er ihre Lust fördern und sie konnten nichts tun, außer fühlen. Sie waren ihm ausgeliefert – ihm – und seinem Spiel. Die Beiden würden ihre Erregung nicht zügeln können, würden betteln vor Lust.
Und das alles war alleine sein Verdienst. Stolz reckte er die Brust raus und rieb lasziv übe die Ausbuchtung seiner Hose. Er stöhnte auf und rieb etwas fester. Er sah das Verlangen in ihren Augen und wie sie versuchten ihre Erregung zu unterdrücken. Eine biss sich fest auf die Lippe - ein kleiner Tropfen Blut rann über die helle Haut. Die Farbe des Blutes, das gleiche rot wie die Rosenblätter, eine perfekte Performance.
Es wurde Zeit zu beginnen. Ganz langsam – aufreizend langsam – glitt er mit einer langen Feder über ihre Körper. Alle verborgenen Reize würde er erkunden. Sie konnten nichts vor ihm verbergen. Wie ein geöffnetes Buch lagen sie da. Er konnte in ihren Blicken lesen, wusste um ihre Gedanken. Gleich würden sie an ihren Fesseln zerren und sich gegenseitig durch ihre Reibungen noch stärker erregen.
Immer wieder zog er die weiche Feder über ihre Körper. Ganz langsam strich er über ihre Haut, fand ihre erogenen Zonen und sah das Verlangen in ihren Blicken. Er hörte wie ihr Atem schneller wurde und spürte seine Macht.
Er wusste nicht, was ihn mehr erregte; der Anblick dieser nackten Körper, ihre Erregung, die er erzeugte, oder einfach die Macht die er besaß. Die Macht zu entscheiden, was geschah und wie es geschah. Wenn er es wollte, dann durften sie den Gipfel der Lust erreichen – wenn nicht durften sie ihm zusehen …
Er nahm einen Eiswürfel und kreiste um ihre harten Brustwarzen bis sie laut stöhnten vor Verlangen. Langsam ließ er das Eis bis in ihren Schoss gleiten. Ihre Körper zuckten und bebten vor Gier.
Tropfenweise ließ er den Champagner über ihre Körper perlen und nahm die Tropfen mit seinen Lippen wieder auf. Wie zufällig wanderte seine Zunge immer tiefer, bis sich der Champagner mit ihren Säften vermischte.
Er sah die süße Qual in ihren Augen und er wusste, nun würden sie alles für ihn tun...

 

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