Dauerregen

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Dauerregen

Dauerregen

Leif Larsson

»Ich auch!«, dachte Martin und betrachtete seine vor Vorfreude aufgerichtete Gallionsfigur. Um seine wie ein Schiffsmast aus dem warmen Wasser ragende Männlichkeit Ankes unmittelbarer Wahrnehmung zu entziehen, tarnte er sie vorsorglich, indem er eine Menge Schaum darüber häufte. Anke stellte einen Teller mit Kiwischeiben, Erdbeeren und anderen, hübsch und appetitlich angerichteten Früchten auf den flachen Wannenrand. Als sie sich neben ihm in das angenehm temperierte Wasser gleiten ließ, schenkte sie ihm ein so hintergründiges Lächeln, als wüsste sie längst, wer unter dem Schaum lüstern auf seine Gelegenheit lauerte.

Sie naschten von den Früchten und genossen die entspannende Wirkung des nach Lavendel duftenden Wassers. Eine wirkliche Entspannung mochte sich jedoch bei beiden nicht so recht einstellen. Zu groß war die gegenseitige Nähe, zu mächtig der Wunsch, den jeweils anderen an ganz bestimmten Stellen des Körpers zu spüren und zu berühren. Ihre einander zugeneigten Liegepositionen erlaubten den gegenseitigen Zugriff auf alle strategisch wichtigen Körperregionen. Anke lag in Martins Arm geschmiegt und genoss seine Nähe mit allen Sinnen. Während sie sich immer neuen Küssen hingaben, spielte seine linke Hand mit ihren Brüsten, die, von der Berührung und der Wärme gleichermaßen angeregt, noch an Fülle gewonnen hatten. Als Gegengabe hatte sie ein Bein zwischen seine Schenkel geschoben und massierte seinen Lustspender, der sich die ihm zuteilwerdende Aufmerksamkeit sichtlich genoss. Mit sachtem Druck glitt ihr Daumen über seine empfindsamste Stelle. Unter ihren Fingern pochte eine Ader wie am Bizeps eines Boxers. Am Ziehen in seinen Lenden bemerkte Martin, dass Ankes Finger mit dem Abzug am Druckpunkt angelangt war.

„Er geht gleich los …“, warnte er sie.

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