„Ich hole etwas zu trinken.“, verkündete sie erleichtert und verschwand in der Küche. Martin legte eine CD ein, um die langwierige Sitzung etwas kurzweiliger zu gestalten, und mischte neue Farbtöne, bis Anke mit zwei Sektgläsern zurückkam.
„Du musst mir aber noch eine Bluse »anziehen«, Schatz.“, verlangte sie, nachdem sie sich ausgiebig im Spiegel begutachtet hatte. Sie sah nun aus, als ob sie einen sehr körperbetonten, vorn auseinanderklaffenden Blazer auf der nackten Haut trüge. „Mit nichts drunter kann ich mich unmöglich im Büro blicken lassen.“
„Als sexuelle Belästigung würden es dir deine männlichen Kollegen jedenfalls kaum ankreiden.“, frotzelte Martin. „Aber du bekommst selbstverständlich eine Bluse. Doch erst muss der Blazer den Feinschliff bekommen. Wenn ich bitten darf….“
Mit einem Glas in der Hand nahm Anke wieder ihre exponierte Sitzposition ein. Akkurat zog Martin mit Hilfe eines Lineals hellblaue Nadelstreifen auf die Anzugjacke. Auf den nachgiebigen Brüsten erwies sich dieses Unterfangen als besonders schwierig, da das starre Lineal den elastischen Rundungen ständig angepasst werden musste. Aber er schaffte es, die Nadelstreifen perspektivisch stimmig und in harmonischem Einklang mit den weiblichen Konturen aufzutragen.
„Nun zahlte es sich offenbar aus, dass du den Künstlern und Künstlerinnen auf dem Bodypainting Contest so lange auf die Finger gesehen hast.“, lobte Anke. „Dabei hatte ich dich im Verdacht, dass du den Models nur auf den Busen schauen wolltest.“
Mit Besitzerstolz und ein wenig selbstverliebt betrachtete Anke sich im Spiegel. Als attraktive Frau wusste sie um die Wirkung ihrer körperlichen Reize. Heute aber war sie selbst angetan vom Anblick ihrer wohlgeformten Brüste, die unter dem Tarnanstrich so seltsam bekleidet wirkten und doch ihre Nacktheit nur unzureichend verbergen konnten.
„Das eine schließt ja das andere nicht aus.“, entgegnete Martin diplomatisch.
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