„Also, ich koche jetzt nicht!“, protestierte Anke heftiger, als sie es beabsichtigt hatte. Ihre Ungeduld war offensichtlich. Sie wollte sich endlich fertig bemalt im Spiegel sehen.
„Wenn du willst, schiebe ich zwei Pizzen in die Röhre.“, meinte sie in versöhnlichem Ton.
„Einverstanden, einverstanden.“, beschwichtigte er sie.
Sie aßen die Pizza aus der Hand und tranken Limonade, während sie über die passendste Unterleibsbemalung diskutierten. Martin war für einen Midirock, der bei entsprechender Beinhaltung einen kecken Schlitz vortäuschen sollte. Anke bestand jedoch auf knappen Hot Pants im Jeans-Look. Schließlich fügte er sich ihrem Wunsch und begann, den Entwurf zu skizzieren. Zunächst widmete er sich dem Hosenbund, versah ihn mit verblüffend echt wirkenden Gürtelösen und fügte anschließend gekonnt zwei Taschen hinzu. Anke, die für die weitere Prozedur stehen musste, verfolgte im Spiegel, wie er ihrem Venushügel mit Schwämmchen und Farbe langsam aber sicher zu Leibe rückte. Sie schloss die Augen, als er mit Stift und Pinsel die Flanken der Schamlippen behutsam kolorierte. Martin, der vor ihr kniete, blieb ihre Erregung, deren Anzeichen er buchstäblich vor Augen hatte, nicht verborgen. Der Duft, den ihre Spalte verströmte, drang unwiderstehlich in seine Nase. Zum dritten Mal spürte er, wie sein Glied sich versteifte und aufrichtete. Bevor das Verlangen, sein Gesicht in ihrem Schoß zu vergraben, übermächtig wurde, rückte er von ihr ab.
„Fertig.“, verkündete er lapidar und wischte seine farbverschmierten Finger an einem Lappen ab. „Jetzt dürfen sich Madame in Augenschein nehmen. Ich gehe mir derweil die Hände waschen.“
Als Martin mit sauberen Händen ins Wohnzimmer zurückkehrte, schminkte sich Anke gerade die Lippen. Das knallige Rot ihres Lippenstifts korrespondierte sehr gut mit der Farbe der aufgemalten Krawatte. Sie sah richtig geil aus. Martin fand, dass er für einen Anfänger hervorragende Arbeit geleistet hatte und holte die Kamera aus dem Regal. Wie die professionellen Bodypainter wollte er seine vergängliche Kunst fotografisch dokumentieren. Anke tat ihm den Gefallen gern und präsentierte sich in zahlreichen Posen.
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