„Schau in den Spiegel!“, forderte er sie auf.
„Wow …!“, entfuhr es ihr, den Blick voyeuristisch auf den prächtigen Zauberstab gerichtet, der in ihre Orchidee eintauchte, einen Moment später wieder erschien, nur um sich erneut in sie zu versenken. Martin fasste ihre Schultern und starrte auf die Brüste, die dicht vor seinem Gesicht im Rhythmus ihrer Bewegungen wippten und wogten. Erschrocken spürte er, wie rasch und unaufhaltsam sich der Druck im Kessel aufbaute. Im ersten Augenblick versuchte er noch, die natürliche Reaktion seines Körpers hinauszuzögern, doch Anke ließ ihm keine Chance. Seine Säfte schossen wie in einem Geysir nach oben und entluden sich in lustvollen Eruptionen. Als sie spürte, wie ihr stürmischer Gast seine enge Herberge überflutete, rastete Anke aus. Wellen unbeschreiblicher Wonnen brandeten durch ihren Leib und verebbten im Hochgefühl der Beglückung.
Entspannt seufzend öffnete sie die Augen.
„Wie siehst du denn aus?“, entfuhr es ihr spontan, den Blick auf Martin gerichtet. Brust, Bauch und Arme waren über und über mit Farbe verschmiert. Nase, Kinn und Lippen waren gezeichnet vom innigen Kontakt mit Ankes kolorierten Nippeln. Offensichtlich hatte sich während ihrer leidenschaftlichen Umarmung eine Mischung aus Ankes Schweiß und Körperbemalung großflächig auf seine Haut übertragen.
„Na, dann schau du dich erst mal an.“, stellte er mit Blick auf ihre in Auflösung befindliche Körperbemalung fest. „Meine ganze künstlerische Arbeit war für die Katz! Ein Glück, dass ich dich schon fotografiert habe.“
Anke stand auf. Ein Blick in den Spiegel bestätigte ihr, dass er Recht hatte. Blazer, Bluse und Krawatte waren verwischt, farblich vermengt oder abgerieben. Zwischen ihren Brüsten hatte sich ein rosa Rinnsal aus Schweiß und Farbe gebildet, das in Richtung Bauchnabel kroch. Auch die Shorts hatten gelitten, besonders im Schritt.
„Damit ist wirklich kein Staat mehr zu machen.“, gab sie zu. „Ich denke, ich gehe gleich mal unter die Dusche. Kommst du mit?“
Martin erhob sich ächzend. Anscheinend waren während der heißen Nummer noch andere Körperteile steif geworden.
„Wie gewonnen, so zerronnen.“, sinnierte Anke, als sich Blazer, Bluse und Krawatte unter den warmen Wasserstrahlen der Brause von ihrer Haut lösten und als grauer Strudel im Abfluss verschwanden.
„Es ist eben eine flüchtige Kunst.“, gab Martin zu und ließ ihre von der Seife schlüpfrigen Brüste durch seine Hände glitschen. „Im Gegensatz zu den wunderschönen Dingen, die unter der Farbe zum Vorschein kommen...“
„Danke für das Kompliment. Wenn du möchtest, darfst du sie am nächsten verregneten Wochenende gerne wieder bemalen.“
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