Die Nackte und der Schamane

Dead Boys Part 12

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Die Nackte und der Schamane

Die Nackte und der Schamane

Andreas

„Willst du unsterblich werden, und diesem weißen Abschaum endgültig entkommen? Du brauchst diesen Rassisten nicht zu dienen. Nie mehr! Du wirst nur noch für den Augenblick leben, in absoluter Freiheit. Du wirst Dinge sehen, die unvorstellbar sind. Du musst mir nur sagen, ob ich es tun soll…“

Seinen schmeichelnden Worten konnte keine Frau widerstehen, die noch die Hitze der Sinnlichkeit in sich spürte. Das kreolische Mädchen riss sich die weiße Bluse auf, bot Stiv ihren gebräunten Hals.
Unter den Stößen meines Liebhabers hörte ich ihre warme Stimme, als wäre ich dabei gewesen.
„Ja, ich will. Verwandle mich, schenk mir ewiges Leben. Gib mir deine teuflische Begierde…“
Von seinen Lippen rann ihr Blut. Rot, nein fast schwarz, perlte es von seinen Zähnen. Es erregte mich.

Die Bilder brachten den Blutdurst zurück, gegen den wir seit Tagen mithilfe des Tranks ankämpften.
Blitz schien es zu merken, da er mich auf den Rücken drehte. Er zückte ein Messer, das in seinem Stiefel versteckt war. Ich sah ihn aus glasigen Augen an, als er sich in den Unterarm schnitt. Er packte meinen Kopf drückte ihn auf die Wunde. Ja, ich trank sein Blut, und er fickte mich einfach weiter. Es war nicht ungefährlich, was wir da taten. Ein Vampir sollte sich nicht zu viel von einem Artgenossen einverleiben. Blitz war erfahren genug, um diese Grenzüberschreitung zu wagen. Ich stöhnte unter ihm, als die unheiligen Säfte in mir zu kochen begannen. Ich wälzte mich, schrie seinen Namen.

„STIV…STIV…STIV…STIVVV…“

Blitz sah mich traurig an. Wir lagen reglos auf der kargen Erde. Jetzt wusste er, wie sehr ich ihn liebte. Seinen besten Freund, dem er dieses Dasein verdankte. Ich wollte etwas Nettes sagen, aber mir fielen nur Floskeln ein. Blitz strich mir eine Strähne aus dem Gesicht, küsste mich zart auf die Wange.

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