„Schon okay, Sharon. The winner takes it all, das wissen wir doch beide. Du hast dieses Mädchen gesehen, die Kreolin aus deinem Lusttraum. Dolly war ihr Name und ich liebte sie. Du hast es erlebt, mit angeschaut, wie er ihr Blut trank. Stiv ist der Meister, so profan es auch klingt. Er nimmt sich…“
Ich küsste ihn, weil es so nicht stimmte. Ja, ich war Stiv verfallen. Uns verband etwas Einmaliges, das ich nicht erklären kann. Aber Blitz war mein Seelenverwandter, mein Blutsbruder. Ich konnte nicht ertragen, dass ich ihn traurig machte. Wir schliefen ein. Die Lustschreie der Mädchen verklangen.
Es wurde eine traumlose Nacht, die ich in Blitz‘ Armen verbrachte. Die glutrote Sonne weckte uns.
Blitz hatte schon ein Feuer entfacht, über dem er Kaffee kochte. Ja Kaffee, verdammt nochmal. Wir lebten von Blut, oder der indianischen Ersatzdroge. Nichtsdestotrotz liebten wir weltliche Genüsse, ob es nun eine gelegentliche Zigarette, ein Joint oder eben Kaffee war. Shawnee und Kate lagen noch unter ihrer Decke, krabbelten nackt hervor. Ich musste grinsen, als ich Katies roten Hintern erblickte. Shawnee schien ein sehr strenges Mädchen zu sein. Wir setzten uns beide nur zaghaft hin.
Nachdem der schwarze Trunk unsere Lebensgeister angestachelt hatte, zogen wir die formelle Kampfkleidung an. Blitz schlüpfte in seinen schwarzen Staubmantel, den er stets offen trug. Er sah aus, als wäre er einem Italo-Western entsprungen, eine charmante Mischung aus dem jungen Clint Eastwood und dem älteren Kiefer Sutherland. Um seine Hüften baumelte sein Revolvergurt, was diesen Eindruck noch verstärkte. Seine Biker Boots waren abgetreten wie die eines Cowboys.
Auf Kate war Verlass, was die Wahl ihres Outfits betraf. Superkurzer Mini im schwarzroten Schottenkaro, darüber ein pechschwarzes Top auf dem gekreuzte Knochen prangten. Ihre knöchelhohen Desert Boots machten sie noch leichtfüßiger, als sie eh schon war. Shawnee trug Kriegsbemalung, die Zeichen ihres Stammes. Ein dicker, schwarzer Strich verlief über ihre Stirn, während die Wangen mit weißen Längsstreifen verziert waren. Sie hatte heute kein Kleid an. Shawnees drahtiger Körper steckte in Chaps, die aus weichem Büffelleder gefertigt wurden.
Ihre intimen Regionen schützte ein Höschen, doch wenn sie sich drehte, sollten unseren Gegnern die Waffen aus der Hand fallen. Shawnees Popo zeigte sich nackt, bis auf einen hauchdünnen Riemen zwischen ihren Backen. Auch ich war durchaus kampfbereit. Meine Armeehose steckte in schwarzen Stiefeln. Obenrum wählte ich ein T-Shirt in Camouflage Optik, mit dem ich auch im Dschungelkrieg durchgekommen wäre. Meine Haare bändigte ein Stirnband, das mir ein grimmiges Aussehen gab.
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