Hinter einem dicht verzweigten Dornbusch kauerten wir. Ich habe verdammt gute Augen, deshalb sah ich sie als erste. Gretchen stand gefesselt an einem Marterpfahl. Die Dreckskerle hatten sie ausgezogen, sie dann nackt an diesen Holzstamm gebunden. Etwas weiter entfernt befand sich ein weiterer Pfahl, der mit kunstvollen Schnitzereien verziert war. Die Spitze bildete ein stilisierter Wolfskopf. Shawnee erklärte uns, dass es sich um den Wappenpfahl handelte– das heilige Totem der Lupusqua. Gretchen stand aufrecht, obwohl ich sah, dass es ihr schwerfiel. Sie war so schön in ihrem ungebrochenen Stolz. Plötzlich kam ein Indianer hinzu, der ihr die Fesseln löste. Er musste etwas besonderes sein, da ihm die anderen sofort gehorchten. Sie richteten ihre Speere auf Gretchen, während er sie losband. Doch frei ließ er sich nicht. Sie musste sich umdrehen, wurde nun mit dem Gesicht zum Stamm hin gefesselt. Ich bekam eine miese Vorahnung, die sich nun bestätigte.
„Wir müssen sie rausholen, ehe diese Schweine ihren Po zuschanden peitschen!“, forderte ich.
„Bleib ruhig, Sharon! Wir können nur abwarten. Es ist zu früh, um Gretchen zu befreien!“
Ich wusste ja, dass Blitz Recht hatte. Wenn wir jetzt angriffen, würden sie Gretchen töten.
Es blieb uns nichts übrig, als ihrer Folter tatenlos zuzusehen. Der Medizinmann hatte Shawnees Nachfolge als Schamane angetreten. Es war klar, dass er sich nun profilieren wollte. Um sein rechtes Handgelenk baumelten dünne Lederriemen. Gretchens weißer Po zitterte. An Händen und Füßen gefesselt, konnte sie nichts anderes tun, als die Zähne zusammenbeißen. Sie war ja so tapfer! Die Trommeln erklangen, gaben dem Ganzen einen rituellen Anstrich. Ein Singsang aus mehreren Klängen untermalte ihre Züchtigung. Die Riemen bissen sich in ihren Popo, schlangen sich gemein um ihre Hüften. Aber Gretchen blieb stumm, schleuderte den Wolfsanbetern ihre Verachtung entgegen.
Der Schamane peinigte sie, schlug mit voller Kraft auf ihr Hinterteil ein. Feuerrote Striche entstanden auf ihrer makellosen Haut, mussten höllisch weh tun. Gretchen tat ihm nicht den Gefallen. Weder jammerte sie, noch bettelte sie ihn um Gnade an. Nachdem Gretchen fünf weitere Riemenhiebe verpasst bekam, wurde es ihm wohl zu dumm. Wütend warf er sein Folterwerkzeug in den Sand.
Er schrie seinen Vasallen etwas zu, woraufhin die Gretchen wieder herumdrehten. Dabei achteten die Sadisten darauf, dass sich ihr wunder Po an dem Marterpfahl rieb. Sie tat uns allen so leid!
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