Es kann nur Eine geben

Dead Boys Part 13

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Es kann nur Eine geben

Es kann nur Eine geben

Andreas

Sag mir, dass du ein böses Mädchen gewesen bist, und dass du dich bessern willst. Gestehe, dass du genug hast und dass es nett von mir ist, dich so streng verhauen zu haben!“

Lauries Beschämung war perfekt! Gretchen hatte sie kalt erwischt. Laurie hörte sich wie ein Schulmädchen an, das der Lehrerin alles verspricht, wenn sie nur nichts mehr hintendrauf bekommt.

„Ich war böse zu euch…will mich dafür entschuldigen…will keine Schläge mehr haben…gebe auf…“

Stiv wirkte so erleichtert wie niemals zuvor. Laureen rappelte sich mühsam auf, rieb sich die brennenden Arschbacken. Sie hatte verloren, weil sie Gretchen unterschätzte. Laurie gestand ihre Niederlage ein, musste sich Gretchen geschlagen geben. Ich kapierte nicht, wieso es nicht gleich zu diesem Zweikampf gekommen war? Dann würden einige unserer untoten Freunde noch unter uns weilen. Immer musste zuerst Blut vergossen werden, das war nicht nur bei den Menschen so. Gretchen bewies, dass es auch anders ging, indem sie Laurie mit den speziellen Waffen einer Frau besiegte. Die Wölfe trollten sich, hatten genug gesehen. Laurie verwandelte sich nicht einmal, war viel zu sehr mit ihrem Hintern beschäftigt. Ich hoffte, dass ich niemals Gretchens Unmut erregen würde. Ihre Handschrift war mehr als beeindruckend. Gretchen kehrte ins Haus zurück, wo sie von Shawnee empfangen wurde. Unsere Mondgöttin tätschelte ihr den dicken Po, der von den Chaps so unverfroren betont wurde. Shawnee schmiegte sich an sie, genoss Gretchens liebevolle Zuwendung.

Wir blieben noch zwei Tage in der Hütte, ehe wir uns auf den Weg machten. Unterwegs lasen wir noch einige Versprengte auf, die den Wölfen entkommen konnten. Dann ging es nachhause, in die Tiefen des Eisenbahntunnels. Es hatten sich neue Hierarchien gebildet, das stand außer Frage. Stiv nahm sich zurück, wirkte auf mich sehr nachdenklich. Hatte er seine Nachfolge geregelt? Gretchen wäre würdig, das spürten wir alle. Mein Bruder war schweigsam, starrte nur vor sich hin. War es weil Shawnee ihn verschmähte, oder lag es an Stiv? Shawnee und Gretchen waren unzertrennlich, bildeten ein wunderschönes Paar. Ich hielt mich an Blitz, Kate und Janis, war also bestens versorgt. Trotzdem sehnte ich mich nach Stiv. Ich spürte seine Liebe, die er mir aber, warum auch immer, nicht zeigen konnte. Es lag eine leise Melancholie über uns, einer dunklen, bleiernen Schwermut ähnlich.
Es blieb spannend in unserer Unterwelt. Niemand wusste, was die Göttinnen noch mit uns vorhatten? Wenigstens hatte ich Jimmy zurück, diesen verletzlichen Jungen. Ich musste mich um ihn kümmern, dabei gut auf ihn aufpassen. Irgendetwas brodelte unter der Oberfläche, wartete nur auf seinen Ausbruch. Ich musste auf der Hut sein, mich dementsprechend wappnen. Das Böse schlief nie!

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