Marisa

Dead Boys Part 14

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Marisa spukte also in seinen Gedanken herum, ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Als Stiv den Raum betrat, hörte er einen erschreckten Schrei. Marisa saß vor dem Kamin, hielt ein Buch in den Händen. Stiv fiel auf, dass sie ihre Röcke nach unten zog. Marisas glasige Augen verrieten sie. Stiv erkannte den Titel des Buchs, wusste nun woher der Wind wehte. Marisa blickte verschämt zu Boden, als Stiv sie neckte: „Mir scheint, ich habe euch bei einer recht unanständigen Lektüre gestört! Ein braves Mädchen, noch dazu eine Komtesse, sollte nicht solche Bücher lesen! Wie würde es der Graf wohl finden, wenn er wüsste, dass seine unschuldige Tochter in den Tagebüchern von Casanova schmökert? Ich kann mir gut vorstellen, dass er deswegen empört wäre! Was meint ihr, Komtesse?“

Mit hochrotem Gesicht beantwortete Marisa seine Frage: „Er würde nichts sagen, mein Herr, dafür aber gleich zur Tat schreiten. Verratet mich nicht, ich flehe euch an! Mein Papa wäre so aufgebracht, dass er sich zu etwas Schrecklichem hinreißen lassen könnte. Bitte, bitte erzählt ihm nichts davon!“

„Er wird euch schon nicht den hübschen Kopf abreißen, werte Komtess! Sagt mir, was fürchtet ihr so?“ Marisa schämte sich sichtlich, rang sich aber doch dazu durch, Stiv die Wahrheit zu beichten.

„Mein Papa ist sehr eigen, was das Einhalten der Etikette betrifft. Sollte er von ihnen hören, dass sie mich beim Schmökern in diesem schlüpfrigen Buch erwischten…käme ich nicht gänzlich ungeschoren davon. Es ist wirklich peinlich, und ich finde kaum die Kraft, es in Worte zu kleiden…gut, ich sage es ihnen…mein Vater ist sehr streng…er versohlt mich mit einer Rute, wenn ich mich nicht benehme…“

„Ich verstehe, Komtesse Marisa! Macht euch keine Sorgen. Ich behalte den Vorfall bei mir, wenngleich es mich reizt, dabei zuzusehen. Ihr habt gewiss einen ganz besonders hübschen Popo.“

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