Verletzte Gefühle

Dead Boys Part 15

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Verletzte Gefühle

Verletzte Gefühle

Andreas

Ich rieb meinen Arsch an Stivs Lenden, hoffte er würde immer in mir bleiben. Was hatte ich nur getan? Stivs warmer Atem stieg als feiner Nebel zur Decke empor. Er flüsterte mir etwas zu, das mir Trost spenden sollte: „Ich liebe dich Sharon…wir werden einen Weg finden, den wir gemeinsam gehen können. Ich verspreche dir, dass ich dich nicht wieder enttäuschen werde…“ Mir blieb nichts, als ihm zu vertrauen. Wir standen nun auf der anderen Seite, waren dadurch umso mehr aufeinander angewiesen. Meine Familie bestand nun aus diesen drei Personen, von denen ich eine abgöttisch liebte. Das Opium machte mich müde, packte alle Zweifel in Wattewolken. Ich wollte nur noch schlafen, alles andere vergessen. Es wusste eh niemand, was die Zukunft für uns bereithielt. Ich schloss die Augen, spürte noch immer seinen Schwanz in meiner Muschi. Die Droge verstärkte die lustvollen Empfindungen, schenkte mir einen heftigen Orgasmus. Dann ging ich auch schon k.o. Stiv musste mich ins Bett gebracht haben, da ich mich nicht erinnern konnte, selbst den Weg in die Heia gefunden zu haben. Er lag neben mir, als ich die Augen aufschlug. Stiv blinzelte mir zu. Ich sah mich um. In dem anderen Bett kuschelte sich Katie an Marisa. Sie schliefen wohl noch, hatten sich sicher noch lange miteinander beschäftigt. Ich spürte ein Schwächegefühl, das ich mittlerweile gut kannte.

Stiv gab mir zu trinken. Ich schluckte das Gebräu, verzog mein Gesicht. Stiv versprach mir, dass ich das Zeug nicht mehr lange zu mir nehmen müsste. Er wirkte entschlossen, als er meinte, dass wir erneut auf Beutejagd gehen sollten. Eine unterschwellige Erregung befiel mich. Ich dachte nur noch an frisches Menschenblut. Die rote Flüssigkeit weckte Kräfte in mir, die ich nicht mehr missen wollte. Am liebsten wäre ich gleich aufgesprungen, um nach einem Opfer zu suchen. Jetzt war es so weit! Anscheinend unterschätzte ich jenes enorme Suchtpotenzial, das die Befriedigung des Blutdurstes hervorrief. Meine Ratio war abgeschaltet. Ich genoss mein neues Leben, wollte es bis zur Neige auskosten. Wir vier bildeten eine verschworene Gemeinschaft, denen sich niemand entgegen stellen sollte. Ich begab mich immer weiter auf diese düsteren Pfade, von denen mir keiner sagen konnte, wo sie letztlich hinführten. Ich hatte mich einer dunklen Macht ausgeliefert, die mir keine Wahl ließ. Die Frage war, wie Gretchen und die anderen auf diese neue Konstellation reagieren würden…?

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