Ihr müsst nur gestehen, alles zugeben…“
Jimmy machte eine wegwerfende Handbewegung. „Du bist einer von ihnen, du kannst gar nichts für uns tun! Ich habe schon einmal erlebt, wie die Ältesten Recht sprechen. Wir sind absolut chancenlos!“ Der schwächliche Wolf zuckte mit den Schultern. Der Richter klopfte auf sein Pult, was bedeutete, dass nun die Anklage verlesen wurde. Ich erspare euch diesen Rotz, der sich nur darum drehte, dass Jimmy und Gwen Laureens Clan verraten hätten. Katie und ich wären die Killerbräute, die arglose Werwölfe gen Himmel geschickt hatten. Tod durch Pfählen verlangte die Anklage, was uns nicht gerade verwunderte. Unser Advokat tat sein Bestes, indem er uns als willensschwache Vasallen darstellte, die Gretchens und Stivs Befehle blindlings ausführten. Er schlug vor, dass man uns ganz human in der Wüste aussetzte, damit die Geier unsere Überreste verspeisen konnten. Ich beobachtete Janosz, der eines ägyptischen Pharao ähnlich, gottgleich auf uns herabsah. Der Ältere sah monströs aus, strahlte aber trotz seiner diabolischen Züge eine Art Menschlichkeit aus, die mir jedoch äußerst fremdartig erschien. Laurie blickte erwartungsvoll zu ihm, als er das Wort an uns richtete. „Laureen wirft Gwendoline und Jim vor, dass sie an ihrem ursprünglichen Clan Verrat geübt hätten. Dies geschah nicht nur ohne plausiblen Grund, sondern auch ohne Absprache. Nun habt ihr euch auch noch erdreistet, das Fort anzugreifen. Vier Wölfe sind tot! Ihr habt mehrere Morde verübt! Hören wir, was die Anklage spricht, bevor euer Verteidiger zu Wort kommt.“ Janosz deutete in die Richtung der Anklagebank. Laureens Rechtsverdreher erhob sich, um sich betont wichtig in Position zu stellen. Er wiederholte im Grunde die Vorwürfe des Ältesten, forderte aber gleichwohl die Todesstrafe als das einzig angemessene Urteil. Nun sollte unser Verteidiger sprechen, was er aber nicht tat.
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