Ein kräftiger Windstoß sorgte dafür, dass sich die Türe dieses Gerichtgebäudes öffnete.
Stiv trat ins Innere, wie ein Revolverheld aus vergangenen Tagen. Er trug seinen langen Staubmantel, hatte den Hut tief ins Gesicht gezogen. Seine Biker-Stiefel schrappten über die Holzbohlen, als er zielgerichtet auf Janosz zuging. Der Älteste lächelte diabolisch, als er Stiv erkannte. Ich spürte, dass diese Männer eine besondere Beziehung zueinander pflegten. Stiv zog seinen Hut, ehe er sprach: „Ich grüße dich, Janosz! Ich würde gerne die Verteidigung meiner Leute übernehmen. Ich fürchte, dass du nicht die ganze Geschichte kennst, die zu dieser Gerichtsverhandlung geführt hat. Du kennst nur Lauries Version, die ihre eigene ist. Ich teile dir meine Wahrheit mit. Lass sie mich dir nahe bringen!“
Der Ältere schien nachzudenken. Sein gefühlskalter Gesichtsausdruck zeigte kein Anzeichen einer menschlichen Regung. Laureen giftete in Stivs Richtung, was diesen nicht zu interessieren schien.
Janosz erhob nun seine Stimme, die kaum zu seinem Aussehen passte. Oh ja, er klang beinahe jungenhaft. „Ich sehe keinen Grund, weshalb du die deinen nicht verteidigen sollst! Sag mir, wieso du die Wölfe angreifst.“ Stiv erklärte ihm die Sachlage. Er erzählte Janosz von dem Angriff in der Wüste, als Gretchen zur Tochter des Monds wurde. Zu Lauries Leidwesen berichtete Stiv auch von dem Duell mit Gretchen, bei dem Laurie den Kürzeren zog. Janosz grinste, als er erfuhr, dass Laurie von Gretchen den Hintern vollkriegte. Er wurde aber rasch wieder ernst, da Stiv von dem Überfall auf unser Domizil berichtete. „Nennst du das Verrat, wenn sich Gwen für uns entscheidet? Jimmy ist auch aus bestimmten Gründen zu uns zurück gekommen! Laureen wollte den Krieg, weil sie nicht akzeptiert, dass auch wir noch den alten Bräuchen huldigen?“ Janosz schien zu überlegen, wobei seine Augen ins Nichts blickten.
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