Bis(s) zum Exzess

Dead Boys Part 7

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Bis(s) zum Exzess

Bis(s) zum Exzess

Andreas

Kate gab sich wie immer, als hätte unser spezielles Date niemals stattgefunden. Zwar trug sie ein paar Tage lang weite Boyfriend-Jeans, aber das war es auch schon. Die Spuren auf ihren Oberschenkeln waren kaum verblasst, als sie schon wieder im Schottenmini umher stolzierte. Dieses selbsternannte Schoolgirl from hell erschütterte nichts. Traf ich sie, kam nur ein kaltschnäuziges Lächeln. Manchmal gab sie sich selbst einen Klaps auf den Po, grinste mich dabei aufreizend an. Es schien, als würden wir uns gegenseitig anziehen, um uns gleich darauf wieder abzustoßen. Sie faszinierte mich und ich spürte, dass es ihr ähnlich ging. Wir sahen uns jetzt öfter, da Janis und ich nun dazugehörten. Der innere Zirkel dieser verschworenen Gemeinschaft wies zwei neue Mitglieder auf. Nun waren wir das, was alle hier waren – Vampire.

Einmal die Woche hielt Stiv Hof, rief uns alle zusammen. Der Ort dieser Zusammenkünfte war ausgerechnet derjenige, an den Janis und ich nicht die besten Erinnerungen hatten – Stivs Tempel der Ekstase, wie er ihn gerne bezeichnete. Einem neuzeitlichen Pharao ähnlich, thronte er auf der Empore, während sein Volk zu ihm aufsehen musste. Unser Gott umgab sich mit schönen Frauen jeglichen Alters. Das einzige Kriterium, das ihm dabei wichtig war, hieß körperliche Anziehungskraft. So wunderte es mich nicht, dass eine langbeinige Blonde auf seinem Schoß saß. Neben ihm sah ich die schwarzhaarige Feme Fatale, die sich mit meinen Titten vergnügt hatte. Kate saß abseits des Meisters, an einem Tisch neben uns. Sie hatte ihren Platz in Stivs Nähe verloren. Sie warf mir immer wieder verstohlene Blicke zu, die ich nicht einordnen konnte. Kate gefiel mir, sehr sogar! Sie hatte etwas Dämonisches und gleichzeitig Unschuldiges an sich. Wir waren zu viert an unserem Tisch: Blitz und ich, uns gegenüber Janis und Cheetah. Die beiden turtelten schon wieder, was mich immer noch erstaunte. Ich hätte dem groben Klotz solche Gefühle niemals zugetraut. Oben auf der Empore hüpfte die Blondine von des Meisters Schoß. Stiv erhob sich. Augenblicklich verstummten alle der Anwesenden, sahen gleichsam zu ihm auf.

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