Delikatessen

2. Teil aus Professor Doctor P. Orn

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Peter Hu

Im Zeltlager angelangt, wies Frau Doktor dem Kollegen knapp sein Zelt zu. Sie ermahnte ihn, sich zeitig auf die Pritsche zu legen. Denn unter ihrer Leitung, ging es morgens früh an die Arbeit.

„Gewiss, ihr Fleisch ist geil, ...und ihr Leib ist willig“, ...sinnierte Prof. Dr. P. Orn ärgerlich vor sich hin, während er ihr sehnsüchtig nachblickte.
„Doch an ihrem Führungsstiel wird sich einiges ändern müssen, wenn sie mit mir zusammen arbeiten will.“
Grabungsleiterin hin oder her: Der berühmte P. Orn ließ sich nicht von einer herrschsüchtigen Muschi kommandieren. Auch wenn sie einen dichten Bart trug, und noch so ausdauernd auf seinem Wagenheber reiten konnte...

Energisch zog er den Reißverschluss des Zelteingangs auf. Seine Stimmung besserte sich schlagartig, als er dort seinen treuen Weggefärten, und langjährigen Helfer, Ali Eben Jussuf Auweh entdeckte. Mit lässigem Grinsen streckte sich der Kundschafter auf seinem Feldbett aus.

„Sei gegrüßt, Großer Porni, ...König aller Ausgräber. ...Als er deine Nachricht erhielt, ist dein bescheidener, immer treuer Diener sofort aufgebrochen, um dir beizustehen,“ ...empfing ihn sein Mitbewohner mit herzlicher Umarmung im Doppelzelt.

„Ich habe dir selbstverständlich auch mitgebracht, wonach du verlangt hast. Ein Mann ohne Waffe, ist ja schließlich nur ein halber Mann.“

„Du hast mir gefehlt, mein Mädchen“, ...murmelte Orn zärtlich, als er seinen alten, abgegriffenen Militärrevolver gedankenverloren wie eine Geliebte liebkoste.
„Aber du kennst ja unsere kleinlichen Zollbestimmungen“, ...fügte er entschuldigend hinzu, als er sein „Liebchen“ in die leere Pistolentasche an seinem breiten Gürtel steckte. Nun fühlte sich auch die alte Büffellederpeitsche nicht mehr so allein. Es gab nicht eine Reise, auf der ihn das alte Erbstück seines Großvaters nicht begleitet hatte. Und mehr als einmal hatte es ihm das Leben gerettet.

„So gefällst du mir schon viel besser, Meister des schnellen Spatens“, ...stellte Ali Eben Jussuf zufrieden fest.
„Wie wäre es denn jetzt mit einem kleinen Begrüßungsschnaps?“

„Aber Ali“, seit wann erlaubt der Prophet denn den Alkohol? ...stellte sich der Professor empört, während er schon zwei blecherne Becher füllte...

„Oh, verboten hat er ihn nicht. Für medizinische Zwecke ist er durchaus erlaubt. Und das ist doch ein medizinischer Zweck, oder täusche ich mich? Vor ein paar Tagen hatte ich Zahnfleischbluten. Das muss desinfiziert werden. Aber um ganz sicher zu gehen, lass uns lieber das Zelt schließen. Dann wird er es nicht sehen“, ...lachte Eben Jussuf, während er auch schon den Becher hob.
Noch die halbe Nacht lang, begrüßten sich die verwegenen Männer, desinfizierten und sangen schmutzige Lieder...

...Es war gerade erst kurz nach Sonnenaufgang, als Frau Doktor Willhelm die armen Opfer der Destillationstechnik auch schon lauthals weckte.

„Was ist denn mit ihnen los? Haben sie etwa keinen Wecker, Herr Kollege? ...Die Arbeiter haben bereits gefrühstückt und warten auf ihre Anweisungen!“
Das Geschimpfe der Grabungsleiterin hallte wie das Echo von Geschützfeuer in den Schädeln der Zecher wieder...

Ali rieb sich stöhnend den schmerzenden Kopf. Mühsam rappelte er sich von seiner Liege hoch, erfasste blinzelnd die scharfen Konturen der Lagerleiterin, ...und pfiff anerkennend durch die Zähne...
Ali hatte sich gerade noch rechtzeitig an die Ermahnungen seines Propheten erinnert, was den übermäßigen Gebrauch von „Munddesinfektionsmittel“ anging. In Sachen Begrüßungswasser-nachwehen, war er jetzt also klar im Vorteil.

Darum übernahm er es auch kameradschaftlich, für seinen schwer angeschlagenen Vorgesetzten zu antworten. Zunächst brachte er einige versöhnliche Entschuldigungen hervor, wie es der Prägung seines wortgewandten Kulturkreises entsprach.

Doch Franziska war überhaupt nicht nach Versöhnung zumute. Ganz im Gegenteil. Die Vollbusige war auf Krawall gebürstet. Sie verachtete Männer, die nach einem kleinen Schlückchen gleich den ganzen Morgen verschliefen, und all ihre Pflichten vergaßen. In ihren Augen waren das ganz einfach nur Memmen...
Eine wahre Schimpftirade brach über die Unglücklichen herein. Es blieb ihnen kaum die Zeit, sich zu ducken. Und das Verstopfen der Ohren zeigte auch kaum Wirkung.
Ali merkte schnell, dass mit guten Worten wenig auszurichten war. Trotz des hämmernden Kopfschmerzes rang er sich ein Lächeln ab, ...und ließ den Blick über die satt strotzenden Vorzüge der Grabungsleiterin schweifen. Unter diesem Eindruck, setzte er endlich halbherzig zur Verteidigung an:

...„Als der Schöpfer das Weib erschuf, vollbrachte er eines seiner größten Wunderwerke. Doch hätte er nicht ruhen dürfen, bevor die Arbeit vollendet war. Denn als er am nächsten Morgen aus süßem Traum erwachte, hatte sich der Scheitan in seine Werkstatt geschlichen. Und in seiner Boshaftigkeit, schenkte er dem Weib einen Mund; ...und noch schlimmer: Stimmbänder... Und seither quält sie den rechtschaffenen Mann mit ihrem Gezeter, als würde der Scheitan selbst seine peitschengleiche Zunge schwingen.“

Trotz des hämmernden Schädels, konnte Orn sein Lachen nicht unterdrücken. Denn er kannte Frau Doktors Ausbrüche nur zu gut. Und wenn ihr Gesicht so rot anlief, konnte das nichts gutes bedeuten…
Aber allen Zwinkereien und verdeckten Handzeichen zum Trotz, der Orientale redete sich um Kopf und Kragen...
Am selben griff die kraftstrotzende Schönheit jetzt zu. Sie schüttelte den drahtigen Schwarzbärtigen so heftig, dass der beinahe seinen nervösen Mageninhalt verloren hätte.
Bei allen Göttern, ...die Wut machte dieses Weib nur noch schöner

„Hör zu, verschnittener Winzling“, ...fauchte sie den Beeindruckten herrisch an, während sie ihn an ihrer üppigen Brust zu ersticken drohte.
„Wenn du nicht sofort an die Arbeit gehst, wie jeder Andere hier, kappe ich dir den verschnittenen Zauberstab und jage dich in den Wald, wo dich die Schweine fressen“...
„Solche aufgeblasenen Machotypen habe ich gefressen. Bilde dir nur nichts ein, Kleiner Muck. Ich bin die Chefin dieser Baustelle, und zahle auch deinen Lohn. Spare dir also jedes weitere Wort; ...und nimm das freche Grinsen aus dem Gesicht!“

...„Damit die Botschaft auch ins letzte Wüstenzelt dringt, verdonnere ich dich zum Küchendienst. Und anschließend wirst du putzen und spülen. Und zwar mit Schürze, wie es sich gehört. ...Danach ist mein Zelt dran...“
Alis Füße hatten längst jeden Bodenkontakt verloren. Sein Gesicht leuchtete so feuerrot, wie ein Brandmelder. Bestimmt war es auch flammenheiß. Die Walküre entließ den Unglücklichen erst aus ihrem Zangengriff, als der Professor ihr beschwichtigend die Hand auf die Schulter legte...

„Gemach, ...liebe Kollegin. ...Der „Kleine Muck“ ist mein treuer Diener, ...und bester Freund dazu. Und ich zahle auch seinen Lohn, nicht sie.“
„Ihre Untergebenen mögen diesen Führungsstil zu schätzen wissen. Aber Ali und ich sind selbstständig. Wir stehen nicht auf ihrer Gehaltsliste, wenn ich daran erinnern darf.“

„Zwar reizt es mich sehr, das „Auge des Ochsen“ für sie zu bergen; ...beinahe mehr sogar, als unser kleines Abenteuer von gestern Nachmittag. Jedoch nicht um den Preis meines Stolzes.
Wie sie wissen, habe ich auch einen Lehrauftrag. Wenn sie allein in die Kammer steigen möchten, mit all ihren Fallgruben, vergifteten Spießen und scharfen Fallgittern; ...habe ich die Skorpione schon erwähnt? ...ganz zu schweigen von den fragwürdigen Spinnen und Schlangen, ...bitte lassen sie sich nicht aufhalten. Ali und ich verbringen die Zeit bis zum Heimflug auch gern im besten Bordell von Oranga Citi. Die Damen dort, sollen ziemlich talentiert sein. Und daheim wartet ein ganzer Schwarm süßester Studentinnen auf mich. Ich weiß wirklich nicht, warum ich mir das hier alles geben soll...“

„Aber, aber..., so war das doch nicht gemeint,“ ...lenkte Frau Doktor Willhelm augenblicklich ein.
„Schlangen und Todesfallen? O.K. ...aber Spinnen!?...“

„Sorry, ...ich weiß nicht wo mir der Kopf steht. Die Revolutionstruppen rücken immer weiter vor, die nervösen Arbeiter sind so halbherzig bei der Sache, ...mein Vibrator ist auch kaputt gegangen. ...Es tut mir leid. Ich bin auch nur eine schwache Frau.“ ...Versöhnlich reichte sie Ali die Hand.
Der konnte die übermenschliche Kraft dieses Superweibes kaum fassen. Orn hatte ihm einmal von einer gewissen Griemhild aus der Siegfried Sage erzählt…
Auch wenn sie noch so geil aussah, und Ali extrem auf dicke Titten stand, ...so nahe wollte er der Amazone in absehbarer Zeit nicht mehr kommen. Jedenfalls nicht unter solchen Umständen...

„Wir sind in zwanzig Minuten am Eingang“, ...versprach Orn jetzt auch in ruhigem Tonfall.
Seine Kopfschmerzen ließen langsam nach, ...seine Laune besserte sich.
Frau Doktor verließ das Zelt.
Innerlich kochte Franziska noch immer. Sie hatte lange und hart um die Leitung der Grabungen gekämpft. Und jetzt war sie ausgerechnet auf diesen Orn angewiesen. Der bildete sich ja mächtig etwas ein, auf seinen Professor. Und einen Doktortitel hatte er noch obendrein.

...„Ich habe schließlich auch noch einen Lehrauftrag.“ ...äffte Franziska ihn zickig nach, als sie sich unbeobachtet fühlte. Hatte sie es als Frau doch ohnehin immer so schwer gehabt, sich durchzusetzen. Arsch und Titten waren ja ganz nützlich, wenn es darum ging, Professoren gefügig zu machen. Aber Franziska wollte sie ja auch nicht jedem ständig ins Gesicht drücken (wie wohl sie sich gern an das gestrige Zwischenspiel mit Orn zurück erinnerte). Sie hatte schließlich auch studiert, ...und hart für ihren „Doktor“ gearbeitet...

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...Während Prof. Dr. P. Orn sich also mit seinem getreuen Knecht durch den gefahrvollen Schacht der Waia-Anlage voran kämpfte, landete auf der staubigen Piste des „Oranga Central Airport“ eine dreimotorige Interkontinentalmaschine mit frischen Einschusslöchern am Heckleitwerk. Ihrem Rumpf entstieg wenig später eine schon von ihrer Erscheinung her vielversprechende Jungarchäologin. Großes Aufsehen war ihr Gewiss. Dem einfachen Bodenpersonal lief das Wasser im Munde zusammen. Mancher Gepäckträger musste seine Freude hinter dem Gepäck verbergen. Und derzeit herrschte Gepäckmangel...
In betont standesgemäßer Montur, kämpfte sich die zierliche Blonde durch den Zoll. Da wegen diverser Reisewarnungen in letzter Zeit chronisch unterbeschäftigt, nahm man die Kontrolle heute äußerst ernst. Auf jeden Fluggast, kamen an diesem Tag etwa zwölf Beamte.
...Sabin war heute allein ausgestiegen…

Nachdem sie also eine zweistündige Leibesvisitation über sich ergehen lassen hatte (zwölf Zöllner und einen als Sachverständiger hinzu gerufener, befreundeter Taxifahrer wollten beschäftigt sein), durfte Sabin schließlich einreisen. Sie konnte kaum noch gerade gehen. Die Jungs hatten sie wirklich gründlich abgetastet. Schließlich musste ja alles seine Ordnung haben. Das sah Sabin auch ein. Und irgendwie hatte es ihr auch Spaß gemacht. Die strammen Kerle hatten heiße Uniformen. Selbst der Taxifahrer...

„Puh, ...nette Leute hier“, ...zwitscherte sie erschöpft, als sie wieder in den Kleidern war, ...und wischte sich den Schweiß von der Stirn.

...Als sie endlich an der Bushaltestelle des Überlandbusses anlangte, hatte die Praktikantin genügend Zeit, sich von der wilden, anstrengenden Durchsuchung zu erholen. Schade, dass gerade Ausnahmezustand herrschte. Hier hätte sie gern Urlaub gemacht. Sie schätzte den stürmischen Charakter der Einheimischen. Und die hatten Kunstgriffe drauf…. Sie hatten nicht das kleinste Versteck ausgelassen...

Zwei Stunden später rollte der Bus endlich an der Haltestelle ein. Nach umständlichen Preis und Zielabsprachen, konnte Sabin schließlich einsteigen. Sie fand sogar noch einen Sitzplatz zwischen einer indigenen Bäuerin und all ihren Hühnerkäfigen.

Ihr gegenüber, saßen zwei „echt naturbelassene“ Eingeborene. Interessante Kerle. Waren bestimmt geschäftlich in der Stadt. Vielleicht „Medizinhandel“?...

Auf dem Sitz hinter Sabin, saß ein christlicher Missionar. Aber der war nicht so spannend.
Die beiden Indianischen „Geschäftsleute“, faszinierten sie mehr. Sie trugen nichts weiter am Leib, als ein paar Knochenketten, und einen bemerkenswerten Penisköcher aus Rohr. Doch die Teile schienen der Wirklichkeit ein wenig zu schmeicheln. Andernorts fuhr man dicke Autos, um seinen wirtschaftlichen Status unter Beweis zu stellen...

Obwohl die Jungs lange, bedrohliche Speere bei sich trugen, schienen sie doch ganz nett zu sein. Denn während sie die weiße Exotin eingehend studierten, lächelten sie zwischendurch immer wieder freundlich. Dabei unterhielten sie sich sehr angeregt und gestenreich im wohlklingendem Singsang ihrer Stammessprache.
Als Sabin breit zurück lächelte, wurden die Männer sogar noch deutlich freundlicher. Ja sie schienen sie jetzt sogar nach landesüblichen Sitten willkommen zu heißen.

Sie zeigten überhaupt keine Berührungsängste. Schon lagen von harter Arbeit raue Hände auf ihren nackten Schenkeln. Prüfend zwickten sie ihr hier und da ins Fleisch, befühlten auch schon mal den Bauch und überzeugten sich von der Qualität des zugereisten Hinterteils. Auch die Griffigkeit ihrer wohlgeformten Brüste schien ihnen zu gefallen. Es wäre unhöflich gewesen, die Hände einfach weg zu schieben...
Gewiss, in der heimatlichen U-Bahn hätte Sabin jetzt schallende Backpfeifen verteilt. Aber als Gast in einem fremden Land, musste man sich doch an die örtlichen Sitten und Gebräuche halten…
Schließlich ließen die Jungs auch mit höflichem Lächeln ab, und vertieften sich wieder in ihr Gespräch. Wobei sie freilich nie vergaßen, ihrem Gegenüber hin und wieder ein munteres Lächeln zu schenken.
An der Regenwaldhaltestelle "Drei Riesenwambobäume", stiegen die herzigen Indios schließlich aus. Zum Abschied kniffen sie der Blonden sogar noch einmal anerkennend in die Wangen, und hoben lobend den Daumen.
Sabin quiekte erschreckt auf; lächelte aber sogleich wieder. Denn die Jungs winkten ihr freundlich, als sie zwischen dichten Sträuchern verschwanden.

„Das sind aber sehr freundliche Menschen“, ...wandte sie sich schließlich doch auf Englisch an den hinter ihr sitzenden Missionspriester.
Auch der hatte inzwischen ein breites Grinsen im Gesicht.
„Verstehen sie ihre Sprache?“
„O ja“, ...antwortete der Pater amüsiert.
„Auch wenn sie noch immer schreckliche Heiden sind. Heiden, die zwar freundlich lächelnd der Messe lauschen, ...und großen Gefallen an unseren Gesängen und der Orgelmusik finden. Aber sobald sie ihre Geschenke haben, wir arbeiten schon lange nicht mehr mit Glasperlen, sondern mit kleinen, elektronischen Unterhaltungsgeräten, sind sie auch gleich wieder im Wald verschwunden.“
„Doch immerhin, unsere Missionierung macht spürbare Fortschritte. Es ist noch gar nicht so lange her, da haben sie noch Missionare aufgefressen. Wir haben lange gerätselt, woran das nur liegen mochte. Bis wir endlich dahinter gekommen sind, dass es eine winzige Übersetzungsschwierigkeit bezüglich „Fleisch und Blut" gab.“

„Der Dolmadger hat das fälschlicher Weise als Einladung zum Essen übersetzt. Das hat damals nicht wenige Brüder das Leben gekostet. Seit wir Priester gründlich "Wahi" lernen, kommen zwar weniger Schäfchen in die Messe, ...aber es ist kaum noch ein Kollege im Kochtopf gelandet.“

„O, sie sprechen "Wahi"? ...Dann hätten sie mir ja gerade übersetzen können. Ich hätte wirklich gern gewusst, worüber die kleinen, lebensfrohen Männer so angeregt gescherzt haben.“

„Das kann ich ihnen gern aus dem Gedächtnis wiedergeben. Die haben sich über Kochrezepte unterhalten. Der Eine hielt sie zum Grillen für zu mager. Er hatte vorgeschlagen, sie in einen Käfig zu sperren, und bis zu den Festtagen noch ordentlich zu mästen. Denn mageres Fleisch wird über offener Glut schnell zäh und nimmt kaum Gewürze an.“
„Der zweite Meisterkoch bevorzugte mageres Fleisch. Er sprach sich dafür aus, sie in einer würzigen Ölsoße einzulegen, bis sie gut durchgezogen sind. Dann bei geringer Hitze für zwei Tage im Erdbackofen durchgaren. Ein Gedicht, wie er versicherte. Das Fleisch geht dann ganz leicht von den Knochen...“
„Aber sie hatten Glück“, schmunzelte der Priester. „Die Beiden waren ziemliche Faulpelze. Es war ihnen zu anstrengend, sie direkt aus dem Bus heraus zu entführen. Auch hatten sie noch einen ziemlich langen Weg durch den Busch vor sich, ...und keine Lust, ihre zappelnde Last die ganze Zeit durch den Urwald zu schleppen. Sie wollten sich dann doch lieber Hähnchen aus dem Supermarkt holen, oder was Schnelles aus der Bude...“

Sabin wurde, trotz ihrer fortgeschrittenen Sonnenbräune kreidebleich.
Der Pfarrer konnte sich das Lachen jetzt nicht mehr verkneifen….

...“Sie haben mich verarscht. ...Mann Gottes, ...das hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut!“ ...jetzt lachte auch Sabin aus voller Kehle.

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