Der Aufstand

Ob das gut geht? – Teil 24

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Der Aufstand

Der Aufstand

Jo Diarist

„Was hast du vorhin gemeint, mit Dingen, die du mit mir klären möchtest?“, frage ich.
„Eins haben wir jetzt schon ausführlich besprochen und über das andere muss ich mir selbst noch ein paar Gedanken machen. Ich will wenigstens ansatzweise eine Lösung haben, bevor ich damit zu dir komme.“
Ich blicke sie nachdenklich an und möchte es am liebsten gleich aus ihr herausquetschen, denn ich will nicht die gleichen Fehler machen, die ich bei Conny gemacht habe. Aber Druck machen bringt bei Lisa nichts, dass weiß ich inzwischen.
„Gut, aber versprich mir, nichts in dich hineinzufressen. „Sag offen, was los ist, wenn du soweit bist, ja?“
Lisa nickt, kommt aber nicht dazu, etwas zu erwidern, weil Julia in dem Moment zur Tür hereinkommt.
„Tom ist fertig, redest du jetzt mit ihm, wie du es immer mit uns machst?“, fragt sie mich.
Einmal tief durchatmen, bestätigend nicken und schon bin ich auf dem Weg. Julia bleibt bei Lisa und Torben gesellt sich zu ihnen.
Ein gänzlich anderer Tom steht neben Lisas Wagen und blickt mir fragend entgegen. Ich kann sehen, dass er leicht zittert. Ob es an den noch recht frischen Außentemperaturen liegt, oder seiner Anspannung, erkenne ich aber nicht.
Lisas Auto glänzt. Tom hat ganze Arbeit geleistet, nur auf dem Dach zeugt eine kleine Delle von seinem Aufstand.
Ich schnapp mir den Eimer und bitte:
„Kommst du mit in die Heizung? Ich möchte mit dir reden und ich glaube, ein bisschen Wärme könntest du vertragen.“
Wortlos folgt er mir und kurz darauf sitzen wir auf der Bank die vor den Pufferspeichern steht.
„Hör zu, Tom, es liegt mir nichts daran, mich als dein Vater aufzuspielen. Ich bin’s nicht, das weiß ich, aber du hast dich entschieden, bei deiner Mutter zu bleiben, also bist du jetzt bei uns. Mein einziger Wunsch ist, dass wir gut miteinander auskommen und dazu gehört, dass wir gewisse Sachen akzeptieren.“

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