Der Aufstand

Ob das gut geht? – Teil 24

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Der Aufstand

Der Aufstand

Jo Diarist

Einen Monat sind wir jetzt zusammen und es gestaltet sich nicht alles reibungslos. Vieles lässt sich mit Gesprächen bereinigen, manches aber auch nicht. So habe ich zum Beispiel mit Tom so meine Probleme.
Er kann mich einfach nicht akzeptieren. Wenn ich ihm etwas sage, ist es als würde ich gegen eine Wand reden. Werde ich mal lauter, kommt höchstens der Spruch:
„Du bist nicht mein Vater! Du hast mir gar nichts zu sagen!“
Tja, und jetzt, jetzt überspannt er den Bogen!
Ich komme aus dem Haus und er sitzt auf Lisas Wagen. Also, nicht etwa auf dem Kotflügel, nein, auf dem Dach und die Füße auf der Windschutzscheibe.
„Runter da, aber dalli!“, fahre ich ihn lautstark an.
Keine Reaktion. Er dreht das kleine Radio, was er in der Hand hat, lauter und schaut in die andere Richtung.
Lisa kommt dazu und will die Sache in die Hand nehmen, weil er ihre Anweisungen bisher akzeptiert hat. Ich halte sie am Arm zurück.
„Nein, das muss ich klären“, und sie kann sicher den Zorn aus meiner Stimme heraushören.
Oh ja, wütend bin ich! Und wie, der Kessel hat schon Überdruck!
Mit einer schnellen Bewegung, die Tom überrascht, reiße ich ihm das Radio aus der Hand.
„Runter da! Auf der Stelle und dann wäschst du das Auto!“, lasse ich ersten Dampf ab.
Lisas Wagen hat es auch nötig, denn anscheinend hat er vorher schon mit einem schlammigen Ball Zielübungen gemacht.
„Pfff“, und der Kopf dreht sich in die andere Richtung.
„Ich zähl bis drei, wenn du dann nicht runter bist, setzt es was!“
Tom wendet sich mir zu, blickt mich provokant an und sagt mit überheblicher Stimme:
„Dann zeig ich dich an.“
Jetzt läuft das Fass über!
„Eins! Wenn du bei drei nicht runter bist, versohl ich dir den Arsch, dass du vierzehn Tage nicht sitzen kannst und dann kannst du mich anzeigen! Zwei …“
Toms Augen werden immer größer, denn so hat er mich noch nicht erlebt.

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