Der Body

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Der Body

Der Body

Alice Chablis

Er stieß ein paar Mal kräftig in sie hinein, sodass seine Eier an ihre Scham klatschten – dann ließ er plötzlich von ihr ab. „Ich muss los. Du wirst dich also gedulden müssen“, sagte er, zog sich die Hose hoch und verließ die Kabine. Verdattert und vor Erregung fast triefend ließ er sie zurück. Sie brauchte einen Moment, um sich zu sammeln, dann zog sie ihren durchtränkten Slip zurecht, ließ ihren Rock darüber fallen und verließ die Kabine. Ein paar Meter weiter wartete er seelenruhig auf sie, als sei nichts geschehen. Dann ging er vor ihr durch das Geschäft in Richtung Tür. Im Vorbeigehen zeigte er auf einen schwarzen Mikrofaserbody. „So was solltest du mal tragen“, sagte er, ohne ihre Reaktion abzuwarten. Vor der Tür hauchte er ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange und meinte: „Bis dann.“
Vier Tage später hatte sie noch immer nichts von ihm gehört. So lange hatte er sie noch nie warten lassen. Stunde um Stunde wurde sie nervöser, und die verschiedensten Gedanken schossen ihr durch den Kopf. Ob ihm wohl was passiert war? Oder war diese Hinhaltetaktik nur ein neues Spiel? Der Gedanke, nicht zu wissen, wann er sich wieder melden würde, bereitete ihr Angst und Lust zugleich, wobei sie nicht sicher war, welches Gefühl überwog. Um sich abzulenken, fuhr sie in die Stadt. Dort war das Café, in dem sie gesessen hatten. In dem allein seine Anwesenheit sie so erregt hatte, nur noch gesteigert davon, dass er sie nicht einmal berührt hatte. Sie schlenderte weiter, bis sie vor dem Geschäft der Outlet-Kette stand. Drinnen steuerte sie direkt auf die Dessousabteilung zu. Dort hing noch immer der Body, nicht versteckt zwischen allen möglichen anderen erotischen Textilien, sondern für alle sichtbar außen an der Stange. Verstohlen betrachtete sie den Body aus ein paar Schritten Entfernung. Schwarz, leicht glänzend. Hoher Beinausschnitt. Vorne wurde er von einem Reißverschluss geziert.

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