Der Brunnen

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Der Brunnen

Der Brunnen

Yupag Chinasky

Hier kam ihm sein Alter zugute, das normalerweise eher ein Schwachpunkt beim Liebesakt ist, aber da er immer lange brauchte, bis er kam, ohne aber seine Erektion zu verringern, war das eine gute Vorbedingung, den gefühlvollen Akt möglichst lange auszudehnen. Es blieb also bei dieser einen Stellung, obwohl sie für ihn nicht besonders bequem war. Da er deutlich größer war als die Frau, musste er seine Knie abwinkeln, damit ihre Unterleiber sozusagen auf Augenhöhe waren. Dadurch litt seine Standfestigkeit und um sein Gleichgewicht zu halten, hatte er seine Arme um ihre Hüften geschlungen und seine Hände auf ihre festen Pobacken gelegt. Das zumindest schien ihr zu gefallen, denn von Zeit zu Zeit wackelte sie sehr heftig mit ihrem Hintern und das nicht, um die Hände abzuschütteln und sich von dieser halben Umarmung zu befreien. Im Gegenteil, sie feuerte ihn mit diesen Bewegungen an, weiterzumachen, immer weiterzumachen, immer nur in sie einzudringen und dabei schaute sie ihm unentwegt in die Augen. Diese Blicke irritierten ihn dann doch, und er fragte sie, ob sie mehr wolle, als nur dieses langsame Ziehen und Schieben, bekam aber kein Signal und erst recht keine Antwort. Irgendwann war es dann aber doch so weit, er bewegte sich noch einmal sehr heftig, sie reagierte entsprechend, dann zog er seinen Schwanz heraus und sie vollendete unaufgefordert das Werk mit ihren Händen, bis sein weißer Saft in eher geringen Mengen auf ihren Bauch spritzte. Nun seufzte sie tief auf, aber er war sich gar nicht sicher, ob sie überhaupt einen Orgasmus gehabt hatte, bei ihm war es dagegen eindeutig gewesen, er hatte einen richtig schönen Höhepunkt nach all der anstrengenden Arbeit und rang nun nach Luft und lechzte nach Ruhe und Erholung. Aber sie war zufrieden, sagte „bueno“ und „gracias“ und „cual pinga hermosa“, aber ihr Atem ging nicht schneller und auch sonst zeigte sie keinerlei Anzeichen, die ihm verraten hätten, was sie tatsächlich empfand. Sie begann auch gleich, ohne Pause, sowohl sich selbst, als auch ihn wieder sorgfältig mit dem Brunnenwasser zu reinigen. Als das erledigt war, steckte sie ihre Brüste wieder in die Körbchen des BHs und strich ihr Kleid glatt. Er zog sich an, da er mittlerweile auch ausreichend trocken und wieder bei Atem war. Sie standen noch einen Moment unschlüssig herum, der Hund hatte sich wieder zu ihnen gesellt und beide, die Frau und der Hund, schienen nur darauf zu warten, dass er sie jetzt wieder allein ließe. Das tat er dann auch, mit einem Küsschen auf die Wangen der Frau, einem langen Händedruck und einem kurzen Streicheln des Hundes, der etwas lahm mit dem Schwanz wedelte. Doch bevor er ging, versicherte sie ihm noch, dass es für sie sehr schön gewesen sei und fragte, ob auch er Spaß gehabt habe. Er nickte eifrig und sagte: „si, si, muy bien, realmente me gustó muchisimo“. Erst als er wieder in seinem heißen Auto saß, fiel ihm ein, dass er ihr vielleicht etwas Geld hätte geben sollen und auch, dass er nicht einmal nach dem Namen der Frau in dem schwarzen Kleid gefragt hatte.

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