Der Bühnenbauer - genagelt und gebunden

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Der Bühnenbauer - genagelt und gebunden

Der Bühnenbauer - genagelt und gebunden

Madam Lasterhaft

Da stand die in die Dunkelheit gehüllte und von fahlem Neonröhrenlicht geblendete Schaustellerin der Lüste. Leibhaftig und in Farbe. Ein wahrgewordener Softporno in persona. Peter spannte seine Kiefermuskeln an und lehnte sich an die Tür. Nicht ganz alltäglich war das Ganze für ihn.

„Kann ich reinkommen? Hab auch schon ein paar Sachen dabei.“, presste sie zwischen ihren dunkelrot glänzenden Lippen hervor und blickte zu dem schief eingeparkten Cabrio. „Wenn sie mir mit ihrer Karre nicht das Tor kaputtfahren Frau Mertens, dann gerne.“, antwortete Peter mit Blick auf die laienhaft mit Expandern geschlossene Kofferraumtür. Als nächstes sah er die langen roten Haare ihres Hinterkopfes durch die Luft wirbeln und hörte das Brummen des gut ausgestatteten Wagens.

Er drückte schnell auf den grünen Knopf, der eines der schweren Sektionaltore in schleichenden Bewegungen nach oben beförderte. Nicht, dass sie doch noch in ihrer vorschnellen Art einen Unfall produzierte. Machte ihn irgendwie an, diese impulsive Dame. Knatternd beförderte die Kette das mehrteilige Tor in die Lüfte. Der Lichtkegel ließ nun keine Zweifel mehr über die Frau zu. In ihrem dunklen, glänzenden Lackrock strahlten die rundlichen Pobacken wie zwei übergroße Christbaumkugeln. Ihre Schenkel waren im Vergleich dazu recht schmal. Ganz so jung wie auf dem Foto war sie nicht mehr, dennoch in ihren besten Blütejahren. Das Tor bewegte sich quietschend nach unten und sperre die eisige Kälte aus.

Als sie die Autotür öffnete und mit ihren Stilettos auf den Werkstattboden aufsetzte traten die gut trainierten Waden zum Vorschein. Sie ging auf bestimmt über zehn Zentimeter hohen Absätzen durch die Welt. „Was ist das?“, fragte Peter ungehalten. „Eine Kommodenschublade.“, kam die prompte Antwort. „Ja das sehe ich, aber was soll ich damit? Zur Nutzung ist es zu dünn und ein Furnier daraus zu arbeiten ist zu kostspielig. Für solche Sperenzien habe ich keine Zeit.“, setzte er nach. „Na, da die Belichtung und der Weißabgleich meiner Kamera nicht die besten sind, dachte ich es wäre der Sache dienlich, dass sie sich ein Bild von der gewünschten Holzart machen. „Ah das ist ganz klar Kirschbaum. Das können wir problemlos umsetzen. Ich empfehle dennoch eine Eiche als solides Hauptmaterial. Ich werde es möglichst sparsam einsetzen, da es sehr schwer ist.“

„Wollen Sie sich setzen? Dann können wir eine Skizze anfertigen.“, schlug Peter so professionell vor wie es ihm möglich war. Nicht eine Sekunde zu lang konnte er in die dunklen Augen der drallen Schönheit blicken. Ihre dunkelbraunen Augenbrauen waren zwar sicherlich in Form gebracht und zurechtgestriegelt worden und dennoch von natürlicher Schönheit. Ob Sie einen anderen Namen hatte und eigentlich aus einem südlichen Land kam und den Zwängen einer strengen Religionsgemeinschaft entflohen war? Ihre Gesichtszüge hatten etwas Fremdländisches. Sehr verwegen und anziehend für ihn. Peter schob seine Gedanken beiseite. Flugs arbeitete er etwas von dem Staub aus den großen Falten des kunstledernen Bürostuhls. Dann positionierte sie ihren wohlgeformten Hintern auf seinem abgehalfterten Drehstuhl. Mit übereinandergeschlagenen Beinen folgte sie konzentriert seinen schnellen Bleistiftstrichen. Er war in seinem Element. „Wann ist der erste geplante Gig damit?“, fragte er in die Stille. „In zwei Wochen.“, kam die prompte Antwort. „Gut, wenn das Holz übermorgen eintrifft, könnte das was werden.“ Er sah wie die Erleichterung die dunkel geschminkten Lippen, die ihn an eine leckere dunkle Kirsche erinnerten, zum Lächeln brachten. „Wegen des Durchmessers der Bodenplatte müssen wir uns noch unterhalten. Ich glaube, das könnte als Grundfläche etwas knapp werden. Selbst wenn Sie an der Innenseite eine Stange montiert haben möchten und sie sich an dieser festhalten können ist die Unfallgefahr nicht zu unterschätzen. Darf ich kurz einen Blick auf ihre Füße werfen? Sie tanzen mit und ohne Schuhe?“, fragte er während er den Meterstab ausklappte. Er klopfte auf seinen Oberschenkel. Seine Geste fruchtete. Ohne groß zu zögern setzte Janette ihren beschuhten Fuß auf seinem stählernen Schenkel. „Ich muss mal kurz. Der Vollständigkeit halber.“, sagte er und streifte den Schuh nach unten. Die winzig abgeplatzten Stellen an dem Absatz störten seine Wahrnehmung. „Da gönnen Sie sich hoffentlich für die Auftritte neue oder gehen zu einem guten Schuster. Das wirft sonst ein schlechtes Licht auf Sie.“, riet er ihr.
Nachdenklich betrachtete er die kleinen Zehen und zierlichen Füße um etwas Zeit zu gewinnen. Ihre unmittelbare, greifbare Nähe machte ihn wuschig. Seine dicke Arbeiterhose zähmte seinen harten Schwanz. Wie gerne hätte er ihr auch an die Beine gefasst und ihre Waden gestreichelt. Sich hochgearbeitet in ihrem Glücke versprechenden Schoß. „Ich würde Ihnen im Radius eine Zugabe von 10 Zentimeter raten. Dann sollte die Bühne auch noch in zusammengeklapptem Zustand in einem kleinen Hänger zu transportieren sein.“, „Gut, gut dann machen wir das.“, nickte Janette ernst und zog ihren Fuß wieder nach unten.

„Ich melde mich dann bei Ihnen, wenn ich mit den groben Arbeiten durch bin. Dann beenden wir die Planung. Frau Mertens, noch etwas. Da ich jetzt extra wegen Ihnen geblieben bin habe ich keine Möglichkeit mehr mit den Öffentlichen nach Hause zu kommen. Ich würde Sie deshalb schon jetzt um einen Vorschuss bitten, um mit dem Taxi gefahren werden zu können.“ Die Mittdreißigerin griff sich direkt in ihren Ausschnitt und kramte ein Bündel mit in der Mitte geknickten Scheinen hervor. „Das ist kein Problem. Hier. Den Rest sehen Sie bitte als Anzahlung. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und danke für ihre Mühen.“, erwiderte sie euphorisch. Als Peter ihre schlanken Finger so sanft drückte wie es seinen Handwerkerfingern möglich war durchzuckte ihn ein Blitz. Er konnte nicht loslassen. „Also dann gute Nacht.“, sagte er weiter nach Worten suchend. „Gute Nacht! Träumen Sie schön!“, erwiderte Janette entzog ihre Hand und ging zu ihrem Auto um darin zu verschwinden.

Janette kurbelte das Fenster hinunter, winkte Peter zu sich heran. Er sah von außen, wie sie aus ihrem ledernen Pompadour etwas Eckiges herauszog und ihm einen kleinen, klappernden Faltkarton reichte. „Vielleicht könnten Sie die noch anbringen. Das wäre eine Herzensangelegenheit. Sie passen so gut zu meinem Swarovskibett.“, sagte sie mit treuen in ihm versinkenden Augen. Peters Widerstand war gebrochen. Er nickte. Sie verließ mit ihrem Auto die Werkstatt. Hatte sie ihm mit ihren dunklen Augen beim um die Ecke biegen auch noch zugeblinzelt? Peter kam sich vor wie in einem surrealen Traum. Er öffnete den kleinen Karton, darin waren Nägel mit eingearbeiteten, in Brillantform geschliffenen Glassteinen im Nagelkopf. „Na das kann ja heiter werden!“, schoss durch seinen Kopf. Die Frau hatte schon jetzt seinen Verstand und seine Zeit geklaut. Morgen war Wochenende. Zeit sein Gehirn wieder klar zu bekommen.

Die prächtige Morgenlatte mit der er begrüßt wurde kam nicht von ungefähr und brachte die angenehme Pflicht mit sich sie fürsorglich zu entladen ohne den sonst oft vorhandenen lästigen Harndrang, der einen Teil der Lust unter sich begrub. Er hatte von seiner Kundin geträumt und das in nicht wenig farbenfrohen Nuancen. Nachdem er sich lustvoll befriedigt hatte und aufgeweckt aus seinem Bett sprang, schnappte er seine Sporttasche und ging in das benachbarte Fitnessstudio.

Seine Gier nach Weibsbildern war nur leicht gemildert. Vielleicht ging etwas mit der Angestellten Sandra. Oft hatten sie sich in eine der Duschen oder anderen Winkel zurückgezogen und es miteinander getrieben noch bevor der erste vollständige Satz zwischen ihnen fiel. Er zog seine Karte durch das Lesegerät und wurde von Sandra begrüßt. Sie führte gerade eine Körperfettmessung bei einem potenziellen Kunden durch. „Hi Peter, schön dich wiederzusehen. Möchtest du einen Mineraldrink?“ fragte sie ihn beiläufig. „Hi Sandra, danke ich lege gleich los.“, antwortete er ohne extra anzuhalten. Auf dem Weg zur Umkleide bekam er noch mit, wie sie dem Interessenten ein schlechtes Gewissen einredete. „Also unser extra für diesen Anwendungsbereich gecodetes Computerprogramm hat bei Ihnen ein biologisches Alter von über 65 ausgerechnet. Da können wir was tun, für nur 20 Euro die Woche sind sie dabei! Sie sind doch erst 40, also in den besten Jahren! Wenn ihr Probezeitraum vorüber ist, fühlen Sie sich mindestens fünf bis zehn Jahre jünger!“ Peter lief sich am Crosstrainer warm und verkniff sich zu lachen als der Interessent meinte „Von meinem biologischen Alter oder meinem tatsächlichen gerechnet?“ Seine Blicke schweiften von der Glasfront in die Ferne. In Gedanken baute er seiner neuen Lieblingskunden bereits die Stripteasebühne seiner roten Zora und feilschte an einer Überraschung.

Als er seine Ausdauer und Trainingseinheiten beendet hatte war er ein Stück in seiner handwerklichen Planung weitegekommen. Beim Rückweg zur Dusche stellte er ernüchtert fest: Der Typ war eine in sich verunsicherte Totalbaustelle. Noch schlimmer war, er blockierte weiterhin den Weg zu Sandra seiner schnellen Lusterfüllung. Sein tatsächliches Alter hatte wenig mit seiner unersättlichen Fleischeslust gemeinsam. Von einer angeblichen Absenkung des Libido Niveaus Anfang vierzig hatte er nichts abbekommen. Zumindest Körperlich ausgepowert wenn auch nicht befriedigt packte Peter seine Sachen und machte sich direkt auf den Weg in die Werkstatt. Dort fand er bereits eine Teillieferung des bestellten Holzes vor. Um die Feiertage herum wollte jeder Lieferant seine Ware loswerden. Zufrieden zeichnete er die Maße auf die Bodenplatte, schmiss die Säge an und ließ rohe Kräfte walten. Bohrte Löcher für die Schmucksteine seiner neuen Lieblingskundin. Schliff die große Haltestange feinsäuberlich per Hand. Nichts sollte die feine Haut triezen, wenn sie ihre fülligen, dennoch wohlproportionierten Kurven um sie schwang und mit ihrem Gewicht daran hing. Aus ein paar kleinen Holzrestchen fertigte er kleine, längliche Furnierstücke an.

Vor seinem inneren Auge sah er ihr rotes Haar durch die Gegend flattern während sie sich nah um die Stange drehte. Hautnah. Sog ihren blumigen Duft ein. Strich den weißen Spitzenträger ihres Büstenhalters nach unten und küsste ihren kleinen Leberfleck oberhalb des Schlüsselbeins. Er nahm die Hitze ihrer Anstrengung auf. Spürte wie ihr lüsterner Atem ihre Lungen füllte und verließ. Küsste die freien Stellen ihres Oberteils, griff um ihre Hüften. Strich über die kleine Rundung ihres Bauches. Fühlte den glatten Satinslip, strich darüber. Versenkte seine Finger in ihrer heißen Mitte. „Sssschhhh warte… leg dich auf deine Bühne. Um die Stange herum.“, flüsterte er in ihr lieblich zartes Ohr. Ihre Rippenbögen hoben und senkten sich als Peter eine Wollschnur herausholte und sie an den noch nicht tief eingeschlagenen Brilliantenknöpfen rundum einhängte. Bei jedem neuen Faden, der über die weiche Haut gelegt und gespannt setzte er eine Straße aus Küssen nach und fickte sie daraufhin kurz mit der Hand an. „Wenn du dich bewegst, reißen die Knöpfe ab und deine Bühne verliert etwas an Glanz.“, flüsterte er weiter während er einen Schauer aus Küssen und Berührungen auf ihrem Körper niederregnen ließ. Janette badete in dieser Flut an Wohlschauer, überkreuzte ihre Zehen um sich zu beherrschen. Peter holte seinen prallen Schwengel heraus und umschmeichelte mit ihm das süße, freiliegende Pfläumchen seiner Beute. Wie eine Spinne war er schnell an allen Stellen gleichzeitig. Er fickte tief. Fickte hart. So wie sie es brauchte. Zog heraus. Betrachtete die sich zusammenziehende Lustgrotte. Ließ seinen kleinen Finger abtauchen und arbeiten. Ein kleines Süppchen sammelte sich unterhalb ihres Schoßes. „Bist du bereit?“, fragte er kurz. „Ja bitte!!!“, keuchte es ihm entgegen. Er riss die Fäden auseinander und verschlang das rote Mädchen, dass ihr Möslein glühte und sie in einer Schreitirade den wogenden Orgasmen erlag. Endlich konnte er auch kommen, er ließ den Samen aus sich herauspumpen und in ihren dankbaren Schlund ergießen. Was für eine Vorstellung.

Peter wollte diesen lustvollen Moment so nicht stehen lassen. Er musste etwas tun. Er klopfte sich den Staub aus den Haaren und suchte nach seinem Handy.

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