Der Bulle

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Der Bulle

Der Bulle

Jürgen Lill

Sylvie gehörte zu denen, die sich wehren. Sie versuchte blitzschnell ihre Schenkel zu schließen und sich wegzudrehen. Aber die Ausbildung bei der Polizei wäre eine schlechte, wenn man mit solchen vorhersehbaren Situationen nicht klarkommen würde. Ich packte ihr linkes Handgelenk, setzte einen Hebel an, so dass sie ihren Oberkörper so weit nach vorne beugen musste, bis er auf der Kommode lag. Mit dem rechten Fuß spreizte ich gleichzeitig ihre Beine wieder. Und im selben Moment schob ich ihr schon das Tütchen in die enge, trockene Vagina. Ich schob es mit dem Zeigefinger so tief hinein, wie es mir möglich war. Darauf, dass Sylvie dabei schrie, achtete ich nicht. Ich hatte sie in sicherem Polizeigriff.
„Dachte ich es mir doch!“ sagte ich und bohrte nach dem Tütchen. Mehrmals stieß ich mit meinem Zeigefinger in die langsam feucht werdende Scheide. Dann zog ich das Tütchen wieder heraus und ließ Sylvie los. Zornig aber ohne Furcht drehte sie sich um.
„Das ist definitiv härterer Stoff!“ sagte ich und ließ das Tütchen vor ihren Augen in eine verschließbare Plastiktüte zum Sichern von Beweisstücken fallen.
Sylvie verstand die Situation, in der sie steckte, sofort. Ich hatte einen Beutel mit Drogen, an dem ihre Körperflüssigkeit klebte. Jedes Gericht würde dieses Beweisstück anerkennen.
Ich streifte mir den Gummihandschuh, den ich mir vorher angezogen hatte, wieder ab.
„Sind Sie fertig?“ fragte Sylvie. Sie war sehr gefasst.
Ich stand dicht vor ihr und wollte ihr eben antworten, da zog sie plötzlich ihr Knie an. Der Angriff kam so plötzlich und unerwartet, dass sie mich tatsächlich zwischen die Beine traf. Es war schmerzhaft und ich zuckte zusammen, blieb aber auf den Beinen. Sylvie hatte den kurzen Moment meiner Benommenheit genutzt und war zur Tür gesprungen. Sie wollte sie öffnen. Aber ich hatte abgesperrt und den Schlüssel eingesteckt. Als sie sich jetzt wieder zu mir umdrehte, wusste sie, was ihr blühte.

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