Der glühende Körper bäumte sich auf, er wollte dieser Qual ein Ende bereiten, ist jedoch chancenlos.
Unentwegt spüre ich Lippen am ganzen Körper, sie spielten mit ihm, saugten an ihm und kühlten zischend die glühenden Punkte.
Der ultimative Orgasmus überrollte mich, ich sah in meiner Dunkelheit meinen eigenen Körper von innen heraus, sah jede Sehne, jede Vene und jede Ader. Sah, wie sich glühende Lava in ihnen wälzte, sah, wie sich mein Bauch nach außen wölbte, meine Brust sich öffnete und das offene, blutige Herz wie rasend schlug. Alles, was ich noch spürte, ist die Explosion in meinem Kopf. Sah, wie er von innen her zerrissen wird, wie die Feuerwerkskörper die Gehirnschale verlassen, und werde gleich das Bewusstsein verlieren.
Bevor dies geschah, fing er mich jedoch mit seinen starken Armen auf und hielt mich so lange, bis sich mein Körper beruhigte. Dann erst senkte er den Taktstock.
Es dauert eine Ewigkeit und eine Stunde.
Die Session ist um und er nimmt mir die Maske vom Gesicht und verbeugt sich gekonnt.
Inzwischen ist es dunkel geworden, die Lampions im Park entzünden sich und ein leichter Windhauch kommt vom nahe gelegenen Wäldchen herüber.
Ich liege, eingehüllt in einen warmen Frotteemantel, im Garten am Pool und genieße meinen Darjeeling aus einer hauchdünnen Porzellantasse.
Mein Körper ist leicht, jeder Muskel ist spürbar. Ich entschloss mich, heute nicht mehr nach Kyoto zurückzufahren, sondern das Gästezimmer noch einige Tage weiter zu behalten.
Paul ist auf unbestimmte Zeit auf Geschäftsreise, das Appartement leer und kalt, niemand wartet in den nächsten Tagen auf mich.
Mei Li kommt lächelnd auf mich zu und fragt nach meinen Wünschen. Sie verspricht, sofort meine Zimmerreservierung für mich zu verlängern.
Der Dirigent Tanaka
"Das kleine Teehaus" in Kyoto
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Der Dirigent Tanaka
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