Der Einheizer

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Der Einheizer

Der Einheizer

Anita Isiris

Der Einheizer auf der Bühne streift seine Leggings ab und zeigt den kreischenden Frauen die Wölbung in seinem engen Sloggi-Slip. „When my friend the nurse gets home“, vertraut er dem Publikum an und simuliert koitale Bewegungen mit seinem Becken. Anca ist bestimmt nicht die einzige Frau im Theatersaal, die heiß wird, aber anscheinend trifft die Bühnenshow genau ihr zumeist verdrängtes sexuelles Verlangen.
„Heeey“, flüstert Janosch Anca ins Ohr. Er hat längst erfasst, in was für einem Zustand der Erregung seine Kollegin sich befindet, mitten in einem Theatersaal in einer deutschen Kleinstadt. Janosch streichelt Ancas linken Schenkel, sie lässt ihn gewähren. Anscheinend ist ihr im Moment alles egal. Sie genießt den Mann auf der Bühne, genießt die beiden Männer links und rechts von ihr. Janosch sucht Blickkontakt mit Stefano. Dieser nickt diskret. Dann berühren sich die Hände der beiden Männer, beide spielen an den Schamlippen ihrer Kollegin. Anca lehnt sich zurück und lässt sich gehen. Der erfahrene Janosch streichelt die Innenseite von Ancas nacktem linkem Schenkel, während Stefano sie weiterhin langsam mit zwei Fingern fickt. Das tut er so lange, bis Anca sich ihm entzieht. Dann übernimmt sie wieder die Führung über ihren Körper, spielt an der Umgebung ihrer Clit, ohne diese selbst zu berühren. So kommt sie fast immer zum Höhepunkt, wenn sie es sich in ihrer kleinen Wohnung besorgt. Ancas Kleid ist fast vollständig über die Schenkel hochgerutscht. Beide Kollegen haben freie Sicht auf ihre Pussy. Anca scheint das nichts auszumachen. Dann vollführt sie heftige Kippbewegungen, aus dem Becken heraus, ihr Gesicht ist feuerrot. Anca wirft ihren Kopf zurück und schüttelt ihre Locken aus der Stirn. Ruhig streichelt Janosch ihren linken Schenkel, Stefano befreit sein Gemächt und reibt sich.
„Dermaßen schwanzgesteuert, das Ganze“, raunt er Anca ins Ohr und spritzt kurz darauf an die Stuhllehne vor ihm. „Sorry, Jungs, ich kann nicht mehr.“ Anca hält sich wieder den Bauch vor Lachen, wegen eines weiteren Spruchs, und führt Stefanos Hand an ihre rechte Brust. „Fühl bloß“, sagt sie, und Stefano spürt Herzenswärme. Die Herzenswärme einer sexuell erregten Krankenschwester. „Eigentlich wollte ich doch gar nicht …“, beginnt er einen Satz, aber Anca verschließt seine Lippen mit einem langen Kuss. „Schon gut, aber nimm dich jetzt wieder zusammen. Morgen haben wir gemeinsam Spätdienst.“ Anca scheint die Beherrschung und die Kontrolle über sich allmählich wiederzufinden, exakt in dem Moment, als sich der Anheizer mit einer letzten Zote von der Bühne verabschiedet und für den Comedy-Star, für den alle hergekommen sind, Platz macht.

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