Der Fall des Engels in die Untiefen Sodoms - Kapitel 10

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Der Fall des Engels in die Untiefen Sodoms - Kapitel 10

Der Fall des Engels in die Untiefen Sodoms - Kapitel 10

Cyraxis

Am nächsten Morgen erlebte ich quasi eine Premiere. Ich habe keine Ahnung warum, aber entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten bin ich nicht in der Früh munter geworden. Ich hatte wohl gestern noch zu lange nachgedacht.
Eva jedenfalls hatte sich neben mich auf die Couch gesetzt und mich durch sanftes Streicheln meiner Gesichtszüge geweckt.

Ich brauchte einige Zeit, bis ich realisiert hatte, was mit mir passiert war, und öffnete verschlafen die Augen. Eva saß zu mir gewandt auf der Couch und blickte mich liebevoll an, während sie ihre Fingerspitzen über meine Wange gleiten ließ. Ich genoss ihre Bewegungen noch eine Zeit, dann schlang ich meine Arme um sie und zog sie zu mir herunter.

„Engelchen, welch wunderschöne Überraschung“, freute ich mich.
Sie ließ sich widerstandslos von mir küssen.
„Guten Morgen, Engelchen.“
„Guten Morgen.“
„Wie habe ich denn das verdient?“
Mein Engel blickte mich liebevoll, aber ein wenig verschlagen an: „Hunger, Hunger!“
Ich lachte brüllend los. „Hahaha, man muss Dich einfach lieben.“ Moment! Was habe ich gerade gesagt?
Eva sah mich mit großen Augen an und errötete leicht. „Ich … ich …“
„Psst, Engelchen. Du musst nichts sagen, wenn Du nicht willst. Ich habe..:“
Eva hatte ihren schlanken Zeigefinger auf meinen Mund gelegt, deutete mir an, zu schweigen. Dann umarmte sie mich, umklammerte mich beinahe. Ein paar Augenblicke war ich perplex, dann erwiderte ich ihre Umarmung. Schweigend lagen wir da, umarmten uns einfach, genossen die Nähe des Anderen.
Zeit hatte ihre Bedeutung verloren, ich lauschte einfach nur der regelmäßigen Atmung meiner Eva und streichelte sanft ihren Nacken.
Irgendwann löste sie sich dann von mir: „Hunger, Hunger!“, lächelte sie mich an.
„Ich eile, wenn Du mich aus Deiner allzu süßen Umarmung erlöst, mein hungriges Kuschelmonster.“

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